Deutsche Serien im Filmjahr 2011

Was soll denn das? Die englische Wikipedia ist so auf Listen fixiert, dass es einem fast zum Hals raushängt und bei der deutschen ist die Übersichtlichkeit kein Wert an sich. Wieso sollte man auch wissen wollen, welche Serien in Deutschland produziert wurden und an den Start gingen?

Auf jeden Fall habe ich nach langer Suche keine solche Liste gefunden. Egal, machste selber, dachte ich mir. Schnell mal ein Skript schreiben, die Übersichtsseite zu deutschproduzierten Serien crawlen und fertig ist die Liste. Das ist dann aber doch nicht so einfach, weil man keine einheitlice Formatierung der Serienseiten hat. Auch das haben die englischsprachigen Wikipedianer wesentlich besser drauf als das spießbürgerliche Kraut-und-Rüben-Torwächter-Volk, das die deutsche Wikipedia-Seite in den intellektuellen Ruin treibt. Weiterlesen

Mass Effect 2

Für’s Paragaming ist Mass Effect 2 eigentlich auch noch zu jung. Kümmert mich aber nicht, denn ich hatte es vor einer Weile mal gespielt. Und ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Der Vorgänger hatte mir weitaus besser gefallen, obwohl auch dieses Spiel schon einige Macken hatte, die eigentlich nur schwer zu tolerieren waren. Mass Effect 2 sollte und wollte das besser machen. Mission gescheitert. Weiterlesen

SlaveryFootprint

Über Feminist Philosophers auf diese Seite gestoßen: Slavery Footprint. Um ehrlich zu sein, ich bin gerade etwas froh, dass die Seite bei mir nicht richtig läuft. Weiß nicht genau, warum sie nicht will. Ich vermute, es liegt an NoScript.

Vielleicht sollte ich auch froh sein. Wer will schon wissen, wie viele Sklaven Anteil am eigenen Wohlstand haben? Und ja, mir ist klar, dass es hier mehr um Aufmerksamkeit für moderne Sklaverei als um exakte Werte geht. Wie die Seitenbetreiber zu ihren Ergebnissen kommen, steht hier. Aber gerade weil es um Aufmerksamkeit für ein eigentlich dringliches Problem geht, interessiert mich ja das Projekt.

Man geht auch mit der Zeit, es gibt auch eine App. Hinter der Seite steckt die Fair Trade Fund, Inc, eine Non-Profit-Organisation aus den USA. Mehr weiß ich auch nicht über die, aber sie haben immerhin die schon ordentliche Idee der carbon footprint-Seiten von Umwelt-NGOs übernommen und effektvoll umgesetzt.

Kleiner Tipp für gebeutelte Banken: Die Aufwandskostenkaskade

Ein einfaches Szenario

Man stelle sich vor, ein Mensch habe ein Konto. Dieses Konto ist nur noch mit einem Euro gedeckt. Zieht nun jemandper Lastschrift  Geld von diesem Konto ein, sagen wir in Höhe von 5 Euro, ist das Ergebnis natürlich einfach: Die Bank bemerkt, dass auf dem Konto nicht ausreichende Deckung besteht und macht eine Rolle rückwärts. Der Gläubiger kriegt sein Geld noch nicht, der Schuldner hat ja nicht genug. Aber die Bank hatte ja nun einen enormen Aufwand, das Geld automatisiert wieder zurück zu buchen. Natürlich wird die Bank sich ihren Aufwand, den wir mal pauschal mit 2,50 Euro beziffern, bei nächster Gelegenheit zurückholen. Sie schreibt dann dem Schuldner:

Aufgrund der fehlenden bzw. nicht ausreichenden Kontodeckung können wir die Lastschrift vom 01.01.2000 über EUR 5,00 des Zahlungsempfängers GIBHERDASGELD AG, Kontonr. 010101010 BLZ 01010101 mit dem Verwendungszweck GibHerDasGeld leider nicht einlösen. Wir haben sie daher an den Zahlungsempfänger zurückgegeben. Den Aufwand für die Unterrichtung über die Nichteinlösung stellen wir Ihnen in Rechnung und belasten Ihr Konto mit EUR 2,50. Sie können Lastschriftrückgaben vermeiden, indem Sie vor erwarteten Lastschrifteinzügen dafür Sorge tragen, dass Ihr Konto ausreichende Deckung aufweist.

Ist noch nichts Besonderes. Was aber, wenn die Bank – aus welchem Grund auch immer – auf eine witzige Idee der Geldvermehrung kommt. Ich präsentiere folgenden Geldvermehrungszauber, den ich selbstverständlich rechtlich schützen lassen werde:

aesthetikargonauts wunderbare, großartigste, macht-schnell-die-ärmste-bank-wieder-reich Aufwandskostenkaskade

Wie drücke ich es am besten aus, was die einfallsreiche Bank nun machen sollte. Ach, wir basteln uns mal Pseudo-Code.

Code: Aufwandskostenkaskade AuswahlAnzeigen

 

Dann muss man eigentlich als gute Bank nur noch warten. Und hoffen, dass es nicht zu einem Schuldenschnitt kommt.

Peter Carruthers: Kontraktualismus und Tiere – Teil 2

Es musste ja mal geschehen, dass ich das kleine Büchlein vergesse. Deshalb sitze ich auf dem Trockenen und muss von dem Leben, was ich schon exzerpiert habe. Carruthers kommt dann in den Genuss einer dreiteiligen Zusammenfassung. Im ersten Teil hatte ich ja an der Stelle aufgehört, an der Carruthers Kritik an Regan übt und sich dann mit möglichen Formen kontraktualistischer Erfassung von Pflichten gegenüber Tieren befassen will. Weiterlesen

Ein Vogel fliegt am Boden

Ein Farbklecks zieht in Windeseile vorbei. Einem gläsernen Laut folgt ein dumpfes Poltern. Genickbrech. Der Farbklecks liegt auf dem Asphalt. Die Brust dem Himmel zugewandt, bunte Flügel schlagen um sich, als wollten sie den Farbklecks in den Boden erheben. Panisch gebrochenes Pfeifen. Der Kopf starr, der Körper zuckt. Wirr tanzt der Klecks im eigenen Kreis. Lautes Flattern. Hektisch, bis die Flügel langsamer zucken. Immer langsamer. Toter Farbklecks, der eben noch durch die Luft flog. Gegen die transparente Wand in der Luft. Doch noch mal ein Zucken, ein letzte Regung. Stiller, kleiner Farbklecks.

[Amen] is [The Best] [Idea] [Ever] ORLY?

Es ist ein simples Makro wie jenes im Titel, das im Zentrum des Berliner Startups Amen steht. Nutzerinnen und Nutzer dürfen ihre Meinung in kürzester Zeit in Form des Makros posten. Zu jedem Thema. Andere Nutzer können dem nun entweder zustimmen oder widersprechen. Das ist alles. Klingt nicht großartig. Denjenigen sei erwidert, dass folgende Beschreibung anfangs auch nicht spannend klingt: Man meldet sich bei diesem Dienst an, postet einen kurzen Text und andere antworten. Und wichtig ist, dass jeder Post maximal 140 Zechen lang sein darf.

Amen muss also nicht zwingend an seiner Simplizität scheitern. Die Umsetzung ist allein schon wichtiger. Kann sie den Wert des Projekts vermitteln, kann das Projekt erfolgreich sein. Rein optisch ist es aus meiner Sicht gelungen, ein klares, modernes Interface zu bilden. Sieht dann auf dem iPhone so aus:

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Das kann sich schon sehen lassen. Auch die Bedienung ist auf die simple Idee ausgerichtet. Auf einem Desktop-Rechner habe ich es noch nicht getestet, es sollte sich aber ähnlich anfühlen wie auf dem Smartphone. Ein wenig lästig war nur, dass die Einschätzung und Meinung zu Orten nur möglich war, wenn auch der Ortungsdienst für die App aktiviert wurde. Dennoch ein recht gelungene Gestaltung der Seite.

Ausschlaggebend sind aber die Nutzerinnen und Nutzer. Und da hapert es derzeit noch ein klein wenig. Derzeit scheinen die aktivsten Nutzerinnen und Nutzer noch aus dem eigenen Hause zu kommen. Was mich wundert, da man immerhin schon bei einigen namhaften Techblogs Erwähnung fand. Egal, mir gefällt die Sache auch aus einem anderen Grund, der eher damit zu tun hat, dass Amen ein gutes Studienobjekt für ein kleiners Projekt werden kann, dass ich für die nahe Zukunft plane.

Die vorbereitende Sprechstunde

Irgendwas läuft in meinem Kopf nicht richtig. Ehrlich, da stimmt was nicht. Da habe ich gestern einen Termin ausgemacht, für Vorbesprechung zur Abschlussprüfung, die bald ansteht. Und was habe ich mir einen Kopf gemacht, weil der Professor auf meine Mail mit einigen Fragen antwortete, dass ich besser in seine Sprechstunde kommen sollte. In meinem Hinterkopf rumorte es. Ich war felsenfest davon überzeugt, er habe etwas an meinem Konzept auszusetzen und bittet mich jetzt, kurz vor der Prüfung, zum Rapport. Um mein Konzept einzudampfen.

In meinem Magen schlug es seit gestern Wellen, ich war unfassbar aufgeregt. Schlecht war mir, auch heute morgen noch. Ich hatte kaum geschlafen. Eigentlich wollte ich heute Morgen dann noch einmal mein Konzept durchgehen, damit ich wenigstens bestens gerüstet vor den Scharfrichter trete. Doch auch daraus wurde nichts. Die nervösen Blitze, die mir mein Scheitern verkündeten, ließen mir nur zwei Stunden Schlaf. Den auch nur in das Zeitfenster der Vorbereitung auf das Gespräch hinein. Ich war also gänzlich unvorbereitet, meine letzte Beschäftigung mit dem Prüfungsthema war vor zwei Wochen. In der Zwischenzeit hatte ich mich nur auf das zweite Prüfungsfach versteift. Weiterlesen

Serienstarts in den USA im Herbst 2011: Will ich sehen

Herrje, sind das noch viele Serien, die ich hier vor mir habe. Als ich mit der Aufstellung der Serien begonnen hatte, war mein Eindruck, dieses Jahr wäre nicht viel los. Diese Ansicht muss ich anhand der verbliebenen Serien revidieren. Es ist zwar mit Sicherheit kein Muss dabei, das sich förmlich aufdrängt, wie im Vorjahr etwa The Walking Dead oder Boardwalk Empire. Auch wüsste ich nicht, was einen Geheimtipp darstellen könnte, wie das oft gelobte Community. Aber es versprechen doch eine stattliche Zahl von Serien, gute und bisweilen auch anspruchsvolle Serienkost zu werden. Rechnet man also die üblichen Versager und leeren Versprechungen raus, sollte diese Jahr doch mehr drin sein, als ich anfangs dachte. Deshalb gibt es heute auch zu jeder Serie einen passenden Trailer. Let’s go. Weiterlesen