In den letzten Wochen sind einige Abschlussarbeiten zur Piratenpartei aufgeschlagen, denen ich eigentlich mehr Zeit widmen wollte. Leider schaffe ich es zeitlich nicht, mich tief in die Literatur einzulesen. So bleibt mir nur, meinen Eindruck vom Überfliegen zu vermitteln. Dabei geht es einmal um Tobias Neumanns Die Piratenpartei Deutschland – Entwicklung und Selbstverständnis und auch um Sebastian Jabbuschs Liquid Democracy in der Piratenpartei. Die Arbeiten geben einen Überblick über die Entwicklung und das Selbstverständnis der Partei, also eine allgemeine (Selbst-)Betrachtung, und eine der wesentlichen Neuerungen der parteiinternen politischen Willensbildung und Agendasetzung, namentlich das softwaregestützte Liquid Feedback. mehr »
Archiv für November, 2011
Hohe tief Luft
Letzten Donnerstag hatte ich mir das neue philosophie Magazin (philomag) vorgenommen; eines von zwei in diesem Monat gestarteten Magazin, die sich das nicht zwangsläufig falsche Ziel gesetzt haben, auf ‘populärwissenschaftliche’ Weise mit der Philosophie zu befassen. Für das philomag hatte ich ja am Ende zwar prinzipielle Sympathien übrig, doch wandelten sich diese in deutliche Enttäuschung ob des doch reichlich flachen zeit- und schöngeistigen Ansatzes, der sich als Philosophie tarnte. Positiver gewendet, sah ich aufgrund der Camouflage der ersten Ausgabe des philomags Luft nach oben. Dort wähnt sich, dem Titel nach, die Konkurrenz ja schon.
Die Empirie der Enttäuschung
So, ich erstelle jetzt sofort einen Antrag für DFG-Forschungsmittel zu meinem neuesten Projekt. Ich meine den abolut eindeutigen Indikator gefunden zu haben, an dem man erkennt, wie schnell Freude in Enttäuschung umschlagen kann. Der Gradmesser ist dieser Artikel bei HORIZONT (via Caschy). Der Artikel besteht aus verschwipsten 222 Wörtern und es ist so einfach, festzustellen, welchen Verlauf die Gedanken dabei nehmen. Am Anfang waren fünf Wörter: “Hulu sondiert den deutschen Markt”. mehr »
Pearl Jam Twenty
Vor einigen Jahren wäre es mir nicht entgangen, dass es ein neues Album von Pearl Jam gibt. Nie im Traum hätte ich mir vorstellen können, dass eine Band, die einen solch enormen Einfluss auf mein Leben hatte, schlicht und einfach in den Hintergrund meiner Wahrnehmung tritt. Der jüngere aesthetikargonaut hätte den gegenwärtigen mit Unverständnis und dann Verachtung angesehen. Der ältere aesthetikargonaut ist Pearl Jam aber noch weit genug verbunden, um milde anzustimmen: „Hearts and thoughts they fade|fade away“. Hoffentlich versteht der jüngere, wie sehr die Erinnerung auch noch nachhallt, selbst wenn sie allmählich ausklingt. Immerhin trauere ich, was Pearl Jam angeht, nicht den verpassten Gelegenheiten hinterher. mehr »
Inkommensurable Philosophie – Philosophie Magazin
Diesen Monat gingen zwei Magazine an den Start, Leserinnen und Lesern mit Philosophie nahezukommen. Das ganze Unterfangen nimmt derzeit schon sofort als Überlebenskampf zwischen den beiden Magazinen aus, dessen Ende noch nicht feststeht. Fakt ist, seit letzter Woche gibt es das philosopie Magazin und Hohe Luft (Hier mal eine schöne betriebswirtschaftliche Präsentation zum Magazin). Hohe Luft wird erst einmal als Testballon in Form einer Sonderausgabe der emotion gestartet . Heute schaue ich mir eines dieser beiden Magazine mal an. Die Entscheidung für das philosophie Magazin fiel mir heute leicht, da ich noch 6 € hatte, aber die zwei weiteren für Hohe Luft fehlten. Das kommt dann aber nächste Woche dran. mehr »
Die Ausnahme bestätigt den Menschen
Mir ist aufgefallen, dass die Tierethik – oder besser: deren Verfechterinnen und Verfechter – sich mit einer gewaltigen Annahme der Gegenseite herumschlagen muss, die mal implizit, mal deutlich herausgestellt angenommen wird. Viele Theoriegebilde berufen sich darauf, aber auch häufig dass Bauchgefühl. Wie? Aber der Mensch ist doch etwas anderes als Tiere? (Damit ist nicht immer, aber oft auch gemeint: Der Mensch ist doch etwas besseres als Tiere? mehr »
Schleichfahrt
Das Netz ist slow. Sehr. Verdammt sehr. Sehr doubleplus ungut. Upload: 4,0 KB/s – toll. Down: 32,3 KB/s noch toller. Da raste ich aus. Mal neben bei, warum schreibt sich raste (im Sinne von schnell) und rasten (im Sinne von ein- bzw- ausrasten) gleich? Was für ein Schrott ist das? Ich raste nicht aus, das ist doch das Problem. Ich langsame aus.
Da komme ich doch nicht vorwärts. Bestimmt liegt es wieder daran, dass die Kabel unten im Keller beim Verteiler verrostet sind und der Vermieter keinen Finger rührt. So einfach kann eine Zeitreise sein. Solche Geschwindigkeiten wären toll gewesen, als ich anfing, im Netz zu surfen. Da war aber noch CompuServe das Ding schlechthin. Ich weiß, das ist ja in den Neunzigern gewesen, während da andere schon durch Netzwerke huschten, die ganz anders aufgestellt waren.
Sicher, sicher, alles klar. Ich habe halt erst zu der Zeit angefangen. Habe ich deshalb solche Verbindungsgeschwindigkeiten verdient?
I’m lost for images
Die Technik macht mir einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Wegen eines Wechsels des Hosters hat der Admin WordPress mal eben auf einer anderen Domain zwischengeparkt.