Organisation mit Web-Apps: So sieht es aus

Der erste Teil war ja mehr eine Ankündigung. Mittlerweile konnte ich die häufigsten und wichtigsten Tools mal zusammenstellen. Es ist das erste Mal, dass ich mir dessen bewusst werde, was ich da womit mache. Für mich war das schon sehr erhellend. Weiterlesen

Straßenzeitungen: BISS

Das Entsetzen über den esoterischen und weltverschwörerischen Wahn in der Straßenzeitung, die ich mir letzte Woche kaufte, ist abgeebbt. Nun wollte ich nicht wahrhaben, dass alle Magazine und Straßenzeitungen derart wüsten Inhalt verbreiten. Glücklicherweise gibt es große Beispiele, wie man dies inhaltlich (erst einmal nur auf den Magazininhalt, nicht auf das soziale Engagement als Inhalt) anders gestalten kann. Das Münchner Straßenmagazin BISS ist ein ganz anderes Kaliber. Weiterlesen

Der Pate – Teil 2

Was soll ich sagen, der erste Teil hatte mich entgegen meiner nicht sehr hohen Erwartungen gepackt, da gebe ich mir doch den zweiten Teil. Nun ist es genau andersherum. Ich gab dem Film ein wenig Vorschusslorbeeren, doch hielt der zweite Teil nicht, was er versprach.

Der erste war mir ein wenig zu klein, auf die Familie fokussiert. Mir war nach dem Film zwar bewusst, dass die Corleones groß waren, ihre Probleme waren es aber nicht wirklich. Der zweite Teil zieht hier die Perspektive groß auf. Politische Verwicklungen auf Kube vor der Machtübernahme durch die Kommunisten, Ränkespiele der Familien um die Vorherrschaft und Ermittlungsverfahren gegen Michael Corleone.

Coppola erzählt weiterhin wuchtig von den rassistischen und sexistischen Italo-Amerikanern um Michael Corleone, also der Teil, der in den Untergrund abdriftete. Schließlich löst sich die Familie spürbar auf, zerfällt. Bis Michaels Rachlust sie buchstäblich zerreißt. Das ist spannend inszeniert. Doch bleiben wenige Momente in Erinnerung. Diane Keaton hat einen großen Auftritt und kann mit Pacino mithalten. Was wichtig ist, da ihre Figur die einzige ist, die ihm tatsächlich zusetzen kann. Auch wenn es seinen Preis hat, diesem manischen Don, der mehr durch blutige Taten als durch kluge Worte spricht, die Stirn zu bieten.

Was allerdings der seltsam heroische Auftritt De Niros als junger Vito im Film zu suchen hat, ist mir ein Rätsel. Zu sporadisch werden diese prequelesken Szenen eingefügt, um tatsächlich etwas erklären zu können. Dass Michael sein Lieblingssohn war, ist schon aus dem ersten Teil bekannt. Dass Vito als Rächer der Armen zum Don aufstieg, ist mir zu pathetisch.

Skyrim: Erzähl mir was

Warum sollte ich einen Hehl daraus machen? Diese Woche wird davon bestimmt, dass ich endlich Skyrim habe. So voluminös es ist, will ich hier gar nicht groß wiederholen, was andere schon – und wohl auch besser – geschrieben haben. Bethesda speit spielerisches Feuer. Kaum einem Team ist es in den letzten Jahren gelungen mich stets zu überzeugen. Vielleicht noch Rockstar, aber dann wird es auch schon eng. Und selbst an den hohen Maßstäben gemessen, Skyrim ist eine ganz eigene Bestie. Groß, wuchtig, klug, atmosphärisch, schön und erhaben. Ich will mich aber vor allem darauf konzentrieren, wie stark sich Bethesda mittlerweile darauf versteht, Geschichten zu erzählen. Weiterlesen

Esoterik und Wahn im StreetWorker

Häufig genug habe ich die Verkäufer von Straßenzeitungen einfach so stehenlassen. Nun aber nicht mehr. Schließllich suche ich händeringend nach allem, was mich davon abhält, dieses Buch nicht mehr lesen zu müssen, dessen Namen ich nicht mehr erwähnen will. Mein Auswahlkriterium war besonders elaboriert: Der Mann stand da, die Zeitung in der Hand. Ich dachte, kann man ja mal mitnehmen. So wurde es die ‚StreetWorker‘. In Darmstadt verlegt, in Darmstadt gekauft. Es ist ja nicht so, dass ich eine Ahnung hatte, wie viele Straßenzeitungen es gibt. Weiterlesen

Kopimismus und die (Kopier-)Freiheit

Ich habe nun Antwort erhalten von einer der angeschriebenen Parteien. Wider Erwarten war es nicht Isak, sondern eine Juristin beim Kammarkollegiet. Sie bringt ein wenig Licht ins Dunkel, wie man die Registrierung, um so eine handelt es sich, zu nehmen hat. Wie schon zu erwarten war, stellt sich wieder mal heraus, dass nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde. Aber der Reihe nach.

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Himmelsrand’sche Literaturempfehlungen

Ist es nicht bezeichnend, dass ich mich lieber damit befasse, das Beiwerk in einem der größten Rollenspiele aller Zeiten dem nach eigenen Aussagen großen Wurf von Ayn Rand vorziehe? Bezeichnend für wen? Oder was?

Hier also eine eklektische Auswahl feinster Himmelsrand’scher Roman- und Sachliteratur:

Wem mache ich hier was vor? Die Auswahl ist nur eine von vielen, sicherlich auch keine zufällige oder beliebige. Ich gebe mir schon Mühe. In einer Zeile Code von Skyrim steckt mehr Vernunft, Kunst- und Sachverstand als in jeder von Rand, die ich bisher lesen musste/durfte.

Bethesdas Motto war schon immer: Packe so viele herrliche Möglichkeiten in die Welt, dass die Fehler nicht mehr auffallen oder stören. Skyrim ist der Höhepunkt dieser Maxime. Nach kurzem Anspielen könnte ich Seiten füllen, so sehr strotzt es vor Ungereimtheiten und technischen Mängeln. Die Seiten der Stärken und Verbesserungen nehmen sich gegen die mit den Schwachpunkten aber doch aus wie die Seiten mit Plagiaten in K.T.s ‚Doktorarbeit‘ im Verhältnis zu denen ohne Plagiat. Inhaltsverzeichnisse etc. nicht mitgerechnet. Nuff said.

Der Fisch ist ein sizilianisches Angebot, das die Cannelloni nicht ablehnen können

Es sind Mafia-Wochen, ohne dass es geplant war. Sofort wurde die nächste große Bildungslücke geschlossen: Der Pate. Es gibt dazu nicht viel zu sagen. Hat der Film mich gepackt. Nach einer halben oder Dreiviertelstunde auf jeden Fall, genauer: nach dem Hollywood-Produzenten-Pferdekopf-Murks. An diesem Punkt war ich kurz davor, mich vor Lachen und Fremdscham zu verdrehen. Danach stimmte alles. Weiterlesen

Kopimismus – Die Kopie, die Kirche und das Internet

Ja holla, heute gibt es aus gegebenem Anlass die feierliche Einweihung einer lockeren Reihe hier auf kultprok: Kultprok investigativ! Yeah, holy shit. Das geht so ab, man glaubt es nicht. Null Leserschaft, hundert Prozent das, was eigentlich nur eine Mail, ein Tweet und ein paar Chats sind. Aber als Journalismus etikettiert klingt es gleich geil hoch drei. Und ab dafür. Weiterlesen