Linkgebliebenes 2

Die Katze hat mein Manuskript für den zweiten Teil von Ayn Rand Preaching gefressen, dann musste ich noch Kinder aus einem brennenden Haus retten, also folgt die Fortsetzung erst in ein paar Tagen. So ist es halt. Stattdessen gibt es Linkgebliebenes, heute einer Ausstellung zur Geschichte und Kunst des Videospiels, den Fratzen für die vier großen Buchstaben, einer feinen Leseliste zum Datenjournalismus, dem größten Anchorman der Fernsehgeschichte, Nutzungsverhalten in Ubuntu sowie ein wenig Heuchelei im Umgang mit ehemaligen Arbeiterinnen des horizontalen Gewerbes. Weiterlesen

Passwortsicherheit (4): Verlässliche Feinde? – Wie werden Passwörter angegriffen?

Es ist müßig, an dieser Stelle einen Überblick über alle Möglichkeiten geben zu wollen, wie Daten und die zu ihrem Schutz eingesetzten Methoden umgangen und gebrochen werden können. Die Liste ist endlos und es kommen kontinuierlich neue Angriffswege hinzu. Also beschränke ich mich auf die gängigsten Mechanismen, mit welchen grundlegenden Mitteln Passwörter angegriffen werden. Es wird keine Anleitung sein, wie man es macht, sondern dient lediglich der allgemeinen Informationen darüber, dass man es Crackern leicht machen kann und warum. Weiterlesen

This is Ayn Rand preaching (1/2)

Unter den Bergen aus Seiten sowohl literarisch wie ideologisch dystopisch-utopischer Prosa lauert das Manifest des Objektivismus. Dabei scheint es gute Tradition der englischsprachigen Dystopien der Mitte des 20. Jahrhunderts zu sein, die Handlung durch eine Sondersendung politischer Pamphlete zu unterbrechen. Schon Orwell säuerte sein ansonsten weit überlegenes, aber ebenso auch aus der Verarbeitung proletarisch-kommunistischer Systeme entstandenes Nineteen Eighty-Four mit dem kruden, fiktiven Manifest The Theory and Practice of Oligarchical Collectivism Emmanuel Goldsteins an. In Atlas Shrugged ist es die Napalmrede John Galts, denn Brand reicht in diesem Kontext nicht aus, im ausladendenden Kapitel „This Is John Galt Speaking“. Doch spätestens hier hören die Parallelen auf, der geschundene Orwell sei entlastet. Rand allerdings noch nicht. Besagtes Kapitel aus dem Atlas fordert zum Widerspruch heraus, ich will meinen Teil beitragen. Heute allerdings erst einmal mehr zu den Umständen, unter denen die Geschehnisse des Kapitels stehen, seiner Ausrichtung und Funktion. Weiterlesen

Love Wars: And what about Tatooine? – You want us to be roasting?

Weil’s gerade so schön passt, habe ich doch glatt den absoluten Weltraumopern-Overkill: Spiele Wing Comander Saga* und stolpere in den Kommentaren hier auf das und damit diesen kleinen Film:

Aber es wirkt nicht nach authentischem Star-Wars-Material. Lucas hätte nie im Leben solche Dialoge schreiben können.

*Darüber werde ich aber sicherlich noch mehr schreiben. Vielleicht am Freitag. Ach, mit Sicherheit am Freitag. Spätestens Samstag.

Of The I – Balance Instars (2008)

Ich bin tief im anscheinend besonders im spanisch- und französischsprachigen Raum beliebten Jamendo versunken. Auf meinem Schirm ist die Seite schon seit langer Zeit, es blieb bislang aber bei gelegentlichen Touren durch das wachsende Archiv gemafreier, CC-lizenzierter Musik. Für die Zukunft habe ich mir eine tiefere Auseinandersetzung vorgenommen. Erstes Ergebnis ist das schon etwas betagte Album Balance Instars der Londoner Of The I. Weiterlesen

Stummheit, soziale

Lassen wir mal wieder die Gedanken fliegen, nur von einem sanft gespannten Band gehalten. Vergessen wir, nur für einen Moment, die engen Grenzen des dialektischen Argumentierens und intellektueller Grübelei. Nun gilt es die Eindrücke zu sammeln, die so aufgelesen werden, wie sie kommen oder wir sie erreichen.  Meine Gedanken weht es in eine Richtung. Meine Gedanken weht es in eine Richtung. Gibt es eine neue Staatlichkeit im Internet? Weiterlesen

Von *nix kommt *nix: Adieu, Ubuntu Software Center

Ich bin erst spät auf den Zug in Richtung *nix aufgesprungen, er hatte schon volle Fahrt aufgenommen. Von Beginn an war das Ubuntu Software Center eine der Anlaufstellen, an die ich mich schnell gewöhnt hatte. Es war die einfachste und übersichtlichste Art, Software auf meinen Systemen zu installieren. Mir war das Prinzip damals ein wenig seltsam vorgekommen, über zentrale Repositorien Software zu installieren, doch unterm Strich war es einfach und zuverlässig. Heute würde man es einen App-Store nennen, allein mit dieser Bezeichnung hätte es anders auf mich gewirkt, doch das ist eine andere Geschichte. Mir geht es heute um meine Entscheidung, vom Software Center Abschied zu nehmen. Weiterlesen

Linkgebliebenes Folge 1

Wie es so ist, fehlt mir dann doch hin und wieder die Zeit, mich mit interessanten Meldungen zu befassen. Andernfalls auch die Muße. Selten beides. Damit sie aber nicht völlig unter den Tisch fallen, gebe ich die gesammelten Passagen samt meiner Gedankenfragmente hier in bester Beamtenmentalität zu meiner Entlastung weiter. Heute unter anderem mit dem jähen Ende eines künfitgen Weltstars, der Philosophie in Computerspielen, Social Media als Content-Lieferant für Straßenzeitungen und zur Sicherheit von Passphrases. Weiterlesen

Infinity Blade (iOS)

Holen wir doch mal einen der oftmals als Meilenstein bezeichneten Titel für iOS auf. Infinity Blade vom kleinen zum Branchentitan Epic Games gehörenden Studio Chair eilt der Ruf voraus, die Qualität der für das Smartphone und Tablet erhältlichen Spiele in neue Höhen getrieben zu haben. Zuvorderst liegt dies wohl an der Grafik, die auf der Unreal Engine basiert und damit einen technologisch fortschrittlichen Baukasten nutzt. Doch ist dies mehr Gimmick als tatsächliche Leistung. Weiterlesen