Patriarchales Entitlement auf Schienen

Der Zug rattert durch südhessische Landschaften. Die Strecke fahre ich beinahe täglich, sie interessiert mich nicht. Stattdessen bin ich in das Spiel auf meinem Telefon vertieft. Eine virtuelle Karte ablegen, eine aufnehmen. Abwarten, der Computergegner rechnet noch. Was um mich herum passiert nehme ich nicht wahr.

„Ey, Ey, Ey, Ey.“

Mein Blick schweifte hoch. Hinter mir musste ein junger Mann sitzen, der lautstark rief. Es war kein panischer Ruf, doch die Bestimmtheit seiner Laute ließ mich aufhorchen. Es tat sich nur in der folgenden Sekunde nichts.

Meine Aufmerksamkeit wanderte wieder zum Spiel zurück, ich konnte nicht entziffern, was der Ruf sollte. Mich penetrant umdrehen wollte ich auch nicht, so wichtig klang es nicht. Mit dem Spiel im Fokus, dämpfte sich meine Wahrnehmung wieder ab. Im Hintergrund hörte ich nur noch ein Murmeln einer männlichen Stimme, vielleicht war da noch ein zweiter Mann. Auf jeden Fall war gelegentlich noch eine helle Frauenstimme da, die aus dem Murmeln aufstieg.

Einige Momente musste es so gegangen sein. Ich spielte, hörte nur Hintergrundrauschen aus dem Großraumabteil. Ein Satz aber zog meine Wahrnehmung wieder in Richtung des Gesprächs: „Nein, ehrlich, ich muss jetzt gehen. Das hier ist meine Haltestelle.“ Ich musste den Satz erst verarbeiten, konnte ich ihn doch nicht gleich einordnen. So überhörte ich wieder die Antwort, es blieb männliches Murmeln.

Ein verlegenes Lachen der Person, der die Frauenstimme gehörte. „Nein, beim nächsten Mal. Ich muss hier raus.“ Ich hatte eine Weile gebraucht, doch kochte nun eine Befürchtung in mir hoch. Sie wurde stärker, als ich die Frau sagen hörte: „Wirklich, ich muss jetzt gehen. Beim nächsten Mal kannst du mich festhalten.“

Ich war überfordert. Hatte ich das richtig verstanden? Wurde sie auf dem Weg, den Zug zu verlassen, festgehalten? Eine Gedankenwelle brach tosend über mir zusammen. Ich konnte nicht sehen, was geschah. Als ich mich entschlossen umdrehen wollte, um definitiv einen Blick über die Rückenlehne werfen zu können, sah ich eine blonde Frau. Ein gefrorenes Lächeln im Gesicht, ging sie auf der Zugtür entgegen, sie schien darauf bedacht, nicht auffallen zu lassen, dass sie ihren Kopf gerade nur so weit zur Seite geneigt hatte, um noch einen Blick hinter sich werfen zu können. Es waren schnelle Schritte, die doch gebremst wirkten. Sie schien diesen Ort so schnell wie möglich verlassen zu wollen, ohne diesen Wunsch nach außen preiszugeben.

Mich bemerkte sie nicht, sie hielt nur Ausschau in die Sitzreihe hinter mir. Ich machte mich bereit aufzustehen, falls ihr jemand folgte. Ich beobachtete den Gang, in dem sie auf das Halten des Zuges wartete. Ungeduldig nutzte sie den ersten Spalt der sich öffnenden Türen, sobald die Öffnung auch nur genügend Raum versprach, zwängte sie sich hindurch. Den Bahnsteig hatte sie so schnell verlassen, dass ich es gar nicht mehr gesehen habe, in welche Richtung sie verschwand.

Kickstarter ist kein Geschäft

Kickstarter ist mit Sicherheit ein Geschäft, es will nur keines in dem Sinne sein, das man betritt, um Waren zu kaufen. Das folgt aus einem Artikel im Hausblog, der auf den Titel Kickstarter Is Not a Store hört. Zwei Änderungen in den Anforderungen an und Richtlinien für die Projektinitiatoren wurden dort angekündigt.

Fortan müssen die Initiatoren erstens in der Projektbeschreibung zwingend die möglichen Risiken und Herausforderungen schildern:

“What are the risks and challenges this project faces, and what qualifies you to overcome them?”

Mit dieser Anforderung werde für potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer die Transparenz erhöht, wie aussichtsreich eine erfolgreiche Realisierung sei.

Zweitens wurden die Richtlinien für Projekte, die aus den Gebieten Hardware oder Produktdesigns stammen, Vorgaben gemacht:

  • Product simulations are prohibited. Projects cannot simulate events to demonstrate what a product might do in the future. Products can only be shown performing actions that they’re able to perform in their current state of development.
  • Product renderings are prohibited. Product images must be photos of the prototype as it currently exists.

Es wird also die visuelle Darstellung der Projekte dahingehend geändert, nicht mit Bildern einen Projektfortschritt zu suggerieren, der tatsächlich nicht dem aktuellen Stand des Prototyps entspricht.

Damit reagiert Kickstarter spät auf die Kritik, die sich daran abarbeitete, dass Kickstarter nicht ausreichend dazu beitrage, die Seriosität der Projekte zu gewährleisten. Für meine Begriffe sind dies notwendige Maßnahmen in diese Richtung, allerdings alles andere als hinreichend. Ein Kern des Problems bleibt die laxe Genehmigungsprozedur für Projekte. Wie intransparent diese Prozedur für Außenstehende, aber Interessierte, ist, hatte ich hier schon einmal beschrieben. Daran hat sich anscheinend nichts Wesentliches geändert, wie ein kleiner Vermerk besagt:

How will Kickstarter know whether something is a simulation or rendering?

We may not know. We do only a quick review to make sure a project meets our guidelines. If an obvious simulation or photorealistic rendering is spotted during that review, that project will not be allowed to launch. If a simulation or photorealistic rendering is discovered after a project launches, that project will be canceled. Everyone should continue to use their best judgment when deciding whether or not to back a project.

Für mich heißt das speziell, dass Kickstarter nicht sehr ausführlich prüfen wird, ob die angekündigten Vorgaben umgesetzt wurden, bevor ein Projekt freigeschaltet wird. Allgemein lässt es auch den Schluss zu, dass es zum impliziten Modell Kickstarters gehört, die Projekte nur oberflächlich zu prüfen. Der letzte zitierte Satz zeigt deutlich, dass Kickstarter den Ball der Kritikerinnen und Kritiker aufnimmt und galant zurückzuspielen versucht.

WebIDE für den RPi

Das klingt doch nach einer hübschen Idee, die im Video von Limor „Ladyada“ Fried vorgestellt wird: Eine WebIDE für den Raspberry. Also ein Webserver auf dem RPi, mit dem ich mich von einem Browser aus verbinde, um wiederum allerlei Code schreiben und ausführen zu können.

Im Video ist nicht viel zu sehen, was im Detail möglich sein wird – es ist halt nur eine Vorschauf auf Dinge, die da kommen mögen. Die Videobeschreibung verheißt aber noch, dass alle Scripts in der Cloud gespeichert werden sollen. Interessant auch, es wird ein Terminal in der WebIDE geben.

[via]

Homeland – Gegen alle Klischees

Was kümmert die Vergabe von Preisen, warum ficht es mich an, wenn Homeland eben mal bei den Emmys abräumt? Es müsste mir am Allerwertesten vorbeigehen, was die Nomenklatura des schönen Scheins und der roten Teppiche für preiswürdig erachtet. Doch bei Homeland komme ich nicht drumherum. Es schüttelt mich, wenn ich daran denke, wie leicht es anscheinend ist, auf eine Serie wie diese hereinzufallen. Um nicht nur aus dem Bauch zu ranten, wird es nächste Woche an dieser Stelle meine Begründung dafür geben, warum ich Homeland für das schlechteste beste Fernsehen halte, das im vergangenen Jahr für Aufsehen sorgte.

Dennoch kann ich es mir nicht so einfach machen, auf alles und alle in der Serie einzudreschen. Homeland als bestes Drama zu küren, ist das Ergebnis naiver Augenwischerei. Claire Danes und Damian Lewis sind in diesem effekthascherischen Thrillers um einen aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten US-Soldaten, der von einer einzelnen Sicherheitsbeamtin verdächtigt wird, ein Schläfer zu sein, herausragend. Sie verdienen das Lob, nur aus anderen Gründen.

Gerade Lewis werden in der ersten Staffel unmenschliche Abgründe und Twists aufgebürdet. Es ist seiner Leistung geschuldet, aus der unglaubwürdigen Figur eine erträgliche zu machen. Der von Lewis verkörperte Nicholas Brody ist ein fragiles Konstrukt eitelster Autorenschaft, gegen die der Schauspieler mit enormer Inbrunst zu Felde zieht. Die Drehbücher sind wuselige, hektische Fluchttiere, sie rennen aus Furcht vor Monotonie in jede Richtung, die Spannung verspricht. Auf Kosten von Verstand, Logik und Sinn. Lewis, und in geringerem Umgang auch Danes, spielen dagegen an.

Und meistens gelingt es ihnen, in den überbordenden Klischees Raum für Nuancen zu finden. Bei allem Ärger über die Auszeichnung als gutes Fernsehen darf nicht untergehen, welche Leistung sie Danes, Lewis und Kolleginnen wie Kollegen hier vollbringen. Warum Homeland dennoch eine Farce ist, werde ich also in der nächsten Woche in einem hochgradig verspoilerten Artikel niederschreiben.

Kingdom Rush

Weil es gerade eben noch kostenlos ist: Mehr Tower-Defense auf’m iPhone. Macht Spaß, ist aber nichts Weltbewegendes. Die Kampagne wird bei mir noch eine Weile halten, könnte also länger dauern als ein iOS 6.

Nichts Neues? Also doch, mit Turmupgrades, die mit für die Bewältigung von Leveln erhaltenen Sternen freigeschaltet werden können. Gab’s schon? Stimmt. In-App-Store gibt’s noch. Ist aber auch schon alles bekannt. Immerhin ist die Grafik niedlich – bessere Auflösung als das durchschnittliche Kartenmaterial der neuen Karten-App. Dann sagen wir es doch so: Wären alle Neuerungen in iOS 6 so solide wie die x-te Tower-Defense-Variante Kingdom Rush, wäre keine einzige Überraschung dabei, und doch liefe alles einwandfrei. Hauptsache: Passbook.

RPi 3 – Overclocking wird leichter

Mit dem neuen Image von wheezy raspbian kommen einige erfreuliche Neuerungen. So wird es möglich sein, die CPU auf bis zu 1GHz zu übertakten. Ohne damit die Garantie hinfällig werden zu lassen. Anscheinend ist das Overclocking auch ganz leicht in der raspi-config möglich, wobei die Übertaktung wieder zurückgefahren wird, sobald die CPU zu heiß wird. Nicht weniger freue ich mich darüber, dass nun auch WLAN bessere Unterstützung findet.

Neben vielen anderen kleinen Neuerungen, die alle im verlinkten Artikel eingesehen werden können, sorgt es bei mir ordentlich für Vorfreude, mir den RPi am Wochenende endlich wieder vornehmen zu können. Dann werde ich mich aller Voraussicht nach mal an der Einrichtung der SSH-Verbindung versuchen und gleich das neue Image ausprobieren.

Gaslight Anthem – Handwritten

Mehrere Wochen habe ich Handwritten gegeben. Ich kann nicht sagen, mich gezwungen zu haben, dem Album noch eine weitere Chance zu geben, wenn es nach einem weiteren Durchhören nicht haften blieb. Gerne schmiss ich es wieder an. Wippte mit den Fingern, nickte mit dem Kopf, glücklich wurde ich damit nicht. So begehe ich jetzt die Todsünde.

Die Todsünde ist, einen nicht-offiziellen Song von der Deluxe-Ausgabe herauszupicken, an dem ich mein Problem mit dem Album festmache. Auch noch ein Cover. Sliver ist ein stupides, hingerotztes Brett aus der Frühphase Nirvanas. Bei Gaslight Anthem wird daraus ein domestiziertes Liedchen, das beiläufig konsumiert werden kann. Bei Cobain lag immerhin noch dessen Verzweiflung in der Stimme, Fallon ebnet es im Cover ein.

Für mich ist das repräsentativ für das gesamte Album, das sich nach lustlos heruntergespulter Nostalgie anhört. Dann wollen Gaslight Anthem eben Heartland Rock, kein Problem damit. Aber warum schimmert in den besten Momenten dann der ebenfalls gecoverte Tom Petty durch, warum grüßt Springsteen aus der Ferne? Und warum sollte ich nicht deren beste Alben einfach wieder auflegen, stattdessen Handwritten hören? Das Album gibt darauf keine Antworten. Womöglich soll es auch nur ein Echo des guten alten, handgemachten Rocks sein, der die amerikanische Seele atmet. Immerhin ist es nicht schlechter als die Vorbilder, nur auch nicht besser.

iKeePass

Es ist kein Geheimnis, ich nutze KeePass, wo es nur geht. Auch unterwegs ergeben sich Situationen, in denen ich auf meine Datenbanken zugreifen muss, weil ich nicht alle Passwörter mit einem nachvollziehbaren System erstellen kann. Hierzu gibt es auf iOS einige Apps, die Zugriff auf KeePass-Datenbanken ermöglichen. Der einfachste Weg ist, die Datenbank in einer Dropbox vorzuhalten, mit der die App dann synchronisiert. iKeePass* ist eine dieser Apps.

Bedauerlicherweise habe ich mit iKeePass mehrere Probleme. Eigentlich hat die App alles, was ich mir für einen reibungslosen Einsatz vorstelle: Dropbox-Synchronisierung, Unterstützung der Datenbankformate von KeePass 1.x und 2.x, einen Passwortgenerator und viele Funktionen mehr.

Die Probleme fangen aber schon beim UI-Design der App an. Wäge ich Zweckdienlichkeit und Optik gegeneinander ab, gewinnt im Zweifel Ersteres. Daher kann ich die angestaubte Optik, die steinzeitliche Elemente der iOS-UI nutzt, verschmerzen. Dass aber auf dem iPhone ein wesentlicher Teil des Bildschirms an eine Seitenleiste verloren wird, ist für mich auf Anhieb unangenehm. Die Usability wird dadurch eingeengt. Generell steuert sich die App durch unzählige Menüs und Untermenüs, wird je nach Aufgabe, die ich erledige, zur Klickorgie. Dabei entstehen gelegentlich störende Glitches in der Suche nach Einträgen.

Wesentlich für meine Enttäuschung ist aber die in meiner Version unzuverlässige Dropbox-Synchronisierung. Mehrere Male war die Integrität der in der Dropbox liegenden Datenbank gestört. Die Datenbank war in dieser Form unbrauchbar geworden. Damit geht mein Vertrauen in diese App völlig verloren. Auch die Hilfe gibt da wenig Anlass, das Vertrauen wiederherzustellen:

You can access and restore previous version of your database using your dropbox web interface. See dropbox faq here: https://www.dropbox.com/help/11/en

Die Sicherung der Daten soll also von einem externen Dienst gewährleistet werden. Das ist mir zu wenig. Denn im Falle der Wiederherstellung alter Backups in der Dropbox verliere ich im Zweifel auch einige Einträge. Doch die Datenbank habe ich ja gerade, um mir deren Inhalte nicht mehr merken zu müssen. Das Zutrauen zu iKeePass‘ ordentlichem Umgang mit meinen Datenbanken ist damit grundlegend gestört.

*Die von mir benutzte Version ist 2.5.3. Das Video ist für eine Testversion von 2.4. Optisch sind beide aber noch vergleichbar.

Revenge

Die personifizierte Vergeltung in Revenge heißt Emily Thorne. Unter diesem Namen kehrt Amanda Clarke in die noblen Hamptons zurück, um im Schutze der neuen Identität Rache an den Upperclass-Einwohnern der Siedlungen an der Ostküste der USA zu nehmen. Besonders an der Matriarchin des Grayson-Clans, den Emily bzw. Amanda für die unverschuldete Inhaftierung ihres Vaters und damit den Untergang ihrer Familie verantwortlich macht. Auf ABC läuft die Serie seit letztem Herbst mit einigem Erfolg, was nicht zuletzt daran liegt, dass ihr Aufhänger so simpel und urmenschlich ist wie das Motiv der Protagonistin.

Es gibt einen klaren Unterschied zwischen Kompromiss und Konsens, Revenge ist ohne jeden Zweifel Letzteres. Gutes, geradliniges Fernsehen, das sich nicht um Tiefe bemüht und zugleich oberflächliche Schablonen scheut. Es wird ein mittlerer Weg gefunden, das Publikum an die Figuren zu binden, ohne auf schematische Konstellationen zu bauen. Emily/Amanda dringt mit ihrem Gespür für die Schwächen ihrer Mitmenschen weit in die oberen Zirkel ein, es gelingt ihr sogar, sich mit dem ältesten Sohn der Graysons zu verloben, womit sie direkten Zugriff auf die Familie hat, die sie zerstören will. Sie will unerbittlich vorgehen, das gelingt ihr aber nicht, da der Blick hinter den Schein des Familienidylls ihre Empathie weckt. Revenge erzählt nicht bloß von der Rache, auch von der Schwierigkeit, sie konsequent auszuüben.

Der angesprochene Konsens besteht also gerade darin, eine alte Idee nicht innovativ, aber packend umgesetzt zu haben. Grundsätzlich als Thriller angelegt, offenbaren sich in den Folgen Stück um Stück Hintergründe. Ein Mittel, das auch schon der Vorgänger auf dem Sendeplatz, Lost, einsetzte. In Rückblenden werden Emilys Beweggründe und ihre minutiöse Vorbereitung deutlich. Genug, um von Folge zu Folge Spannung zu schaffen. Worin aber auch das größte Risiko besteht. Mit dem kontinuierlichen Verweis auf vergangene Ereignisse, die nur in Bruchstücken aufgedeckt werden, droht mit der Zeit lästiges Retrofitting. Die Figuren, die noch sehr glaubhaft und schlüssig aufgebaut werden, könnten mit allzu großem Ballast der Vergangenheit beladen werden. Damit würde leicht neue Spannung kreiert, die psychologische Glaubwürdigkeit der Figuren allerdings geopfert. Solange aber Revenge nur diese Gefahr in sich trägt, ihr aber weiterhin gut aus dem Weg geht, ist sie im besten Sinne kurzweilige Unterhaltung.

Titel: Revenge
Jahr: 2011
Land: USA
Genre: Thriller, Soap
Produktion: Mike Kelley u.a.
Darsteller: Madeleine Stowe, Emily VanCamp u.a.

Sid Meier’s Pirates!

Jedes Computerspiel ist eine Reihe vorgefertigter, von Entwicklern bereiteter Aufgaben. Es gibt keine spielerische Autonomie, die nicht vorher erdacht und wissentlich gestattet wurde. Gut, es gibt die Freiheiten durch Bugs und Glitches. Einen Patch entfernt, ist sie aber wieder verloren. Einigen wir uns darauf, ein Spiel will und muss Grenzen setzen. Es braucht einen Raum, innerhalb dessen Spielerinnen und Spieler sich sinnvoll bewegen sollen. Wie viel Raum ihnen gegeben wird, hängt vom Genre, aber auch der Kreativität der Entwickler ab.

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