Ticket to Ride Pocket

Großartig, Ticket to Ride Pocket ist heute kostenlos für iOS zu haben. Lost Cities frisst mir noch die Zeit weg, hat mich aber auf einige weitere Brett- und Kartenspiele gebracht, die auf Smartphones ebenfalls Spaß machen könnten. Ticket to Ride Pocket stand seit letzter Woche weit oben auf meiner Liste. Das Thema von Ticket to Ride Pocket hat in diesem Fall wesentlich mehr mit der Spielausrichtung zu tun, als es bei Lost Cities der Fall ist. Auf der Karte der USA mit ihren Städten müssen die Spielerinnen und Spieler möglichst lange Wegstrecken verbinden, dabei gibt es einen Bonus für das Erreichen von Zielkarten.

Einfacher als dieses Regelwerk geht es eigentlich nicht. Binnen kürzester Zeit werden im ersten Anlauf schon Bahnlinien gegen den Computer erstellt. Die Punktehatz ist gerade wegen der einfachen Spielweise motivierend. Bevor es auffällt, ist nach dem Ende einer Spielsitzung schon wieder eine neue begonnen.

Dennoch zeigt das Spiel alle Anzeichen einer feinen Mechanik, in der viele Kniffe zu entdecken sind. In bester Brettspiel-Manier werden die Lösungswege und Strategie im Laufe der Zeit ausgefeilter werden. Im Gegensatz zum großartigen Lost Cities hat dieses Spiel noch mehr Online- wie Offline-Mehrspielervarianten zu bieten. Nicht nur ein asynchroner Modus über das Game Center ist drin, es kann auch über mehrere Apps im selben Netzwerk oder, wenn gar nichts geht, rundenbasiert an einem einzigen Gerät gespielt werden.

Titel: Ticket to Ride Pocket
Hersteller: Days of Wonder
Jahr: 2011
Genre: Brettspiel
Plattform: iOS
Version: 1.2

Jsfiddle und sqlfiddle

Wenn ich mal mit SQL oder JavaScript rumspiele, wird es meist eine umständliche Bastelei, weil ich meine Editoren nicht wirklich darauf ausgerichtet habe. Hätte ich früher mal daran gedacht, nach Umgebungen im Netz zu suchen, in denen ich mich ausprobieren kann. Mir wäre einiger Frust entgangen.

Für JavaScript gibt es jsfiddle. Und mit JS rumspielen kann man dort sehr gut. JS, CSS und HTML können parallel im Editor eingetragen werden. Im vierten Fenster tauchen dann Ergebnisse auf. Da es nicht so ganz mein Metier ist, weiß ich nicht, ob die angebotenen Frameworks repräsentativ sind. Mir reicht es auf jeden Fall.

Ähnlich aufgebaut ist sqlfiddle. Von SQL habe ich noch weniger Ahnung, werde dem Thema Datenbanken aber nicht mehr lange aus dem Weg gehen können. Da kommt eine solche Umgebung, in der ich mich gefahrlos einarbeiten kann, sehr gelegen.

Linkgebliebenes 5

Meine eigenen Ansichten zu den Problemen, die bei Kickstarter-Projekten anfallen können, habe ich schon einmal angesprochen. Bei Mashable gibt es hierzu erneut grundlegende Informationen zum Scheitern von eigentlich ordnungsgemäß zustandegekommenen Projekten. Auf netzwertig geht es auch darum, wie es zu nicht eingehaltenen Versprechungen kommen kann und was dann geschieht.

Das technische Verständnis von Frauen ist dem gängigen Glauben entsprechend völlig unzureichend, gut, dass dem nun abgeholfen werden kann. Durch Beseitigung aller technischen Einzelheiten. Herauskommt dann beispielsweise in der französischen ‚For Dummies‘-Reihe [via] ein Ableger speziell für Frauen. Da werden dann etwa der Mac oder das Internet hübsch aufbereitet, das heißt, es gibt zu allererst einen pinken Rahmen auf dem Cover.

Sonst gab es noch ein Interview mit einem schwulen Fußballprofi über das mediale Doppelleben, schwule Kollegen und die mit dem Outing verbundenen Sorgen. Angesichts der in diesem Jahr zu beobachtbaren Aggressionen des bis zur Nötigung und Körperverletzung leidenschaftlichen Fans sind seine Ansichten nicht zu vernachlässigen.

PvZ: Das letzte Gefecht Endlos

Es gibt wieder ein Update von Pflanzen gegen Zombies auf iOS, mit dem ein neuer Spielmodus eingeführt wird. Im Gegensatz zum unsäglichen Glücksspiel Vasenbrecher istDas letzte Gefecht durch eine klare Strategie lösbar. Der schwierigste Teil des neuen Rätselmodus ist mal wieder die Endlos-Variante. Ich werde hier mal beschreiben, worauf es ankommt, um die für ein Achievement nötigen mindestens fünfzehn Runden relativ schadlos zu überstehen.

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Restaurator Popper

Die, deren Namen ich hier für eine Weile nicht mehr nennen will, allein schon, um ihren Eintrag in der Tagcloud nicht weiter aufzublasen, scheiterte schon an geringen Hürden der erkenntnistheoretischen Grundlagenarbeit. Der Flurschaden, den sie anrichtete, ist enorm. Die von ihr gerissenen Schneisen müssen schleunigst wieder mit begrünt werden. Und wer könnte besser geeignet sein als Karl Popper, die objektivistische Verwüstung mit klarer, nüchterner Argumentation einzudämmen und für die Zukunft zu entkräften?

Popper macht nicht viel Aufhebens um seine Erkenntnistheorie, im ersten Aufsatz des Sammelbandes Alles Leben ist Problemlösen geht es um die innere Logik der wissenschaftlichen Beweisführung:

Meine Hauptthese ist also, daß das Neue, das die Wissenschaft und die wissenschaftliche Methode von der Vorwissenschaft und der vorwissenschaftlichen Einstellung unterscheidet, die bewußt kritische Einstellung zu den Lösungsversuchen ist; es ist also die aktive Teilnahme an der Elimination, die aktiven Eliminationsversuche, die Versuche, zu kritisieren, das heißt, zu falsifizieren.

Mit dieser schlichten, aber folgenreichen Argumentation bildet Popper die Antithese zur objektivistischen Empörungshaltung. Auffällig ist, wie viel Wert Popper der Objektivität beimisst. Einer Objektivität allerdings, die für Forscher – aber im allgemeinen alle Menschen – nur schwer zu erreichen ist. Da Objektivität in der Erkenntnis notwendig ist, müssten sich die Methode des Erkenntnisgewinns anpassen. Popper sieht keinen anderen Weg, als den, die eigenen Hypothesen ständig zu falsifizieren. Was bislang nicht falsifiziert werden, in sich aber einen stimmigen Erklärgehalt hat, muss bis zur Falsifizierung Geltung beanspruchen können.

Wahrheit ist für Popper ein fernes Ziel, deshalb aber umso wichtiger. Und eben darum müssen die eigenen Methoden, die den Weg zur Wahrheit ebnen sollen, dauernd hinterfragt, geprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Die eigenen Erkenntnisse unter ständiger Beobachtung zu halten. Diese Erkenntnistheorie nutzt Objektivität gänzlich anders als der lauthals schreiende Objektivismus. Bei Popper ist Objektivität ein Ziel, im Objektivismus ist eine zur Objektivität erhobene subjektive Wahrnehmung Ausgangspunkt einer zur Wahrheit stilisierten Individualposition.

Konformismus in Walled Gardens

Solange wir uns auf fremdem Terrain bewegen, haben wir uns an die dort geltenden Regeln zu halten. So einfach ist das – und dann doch wieder nicht. Hausrecht ist Hausrecht, damit könnte jede Diskussion um Walled Gardens beendet werden. Ginge es um einen wahrhaftigen Garten, einen mit hübscher, doch hoher Mauer rundherum, ist die Frage schnell geklärt, wer den Garten betreten darf. Rechtspositivistisch gesprochen. Was aber, wenn im grünen Garten Diskussionveranstaltungen stattfinden? Auch hier bleibt das Hausrecht klar. Wer es hat, bestimmt, wer sich äußern darf. Ist aber nur ein loses, schwammig formuliertes Regelwerk dafür zuständig, Zulass für Rednerinnen und Redner zu bestimmen, was dann? Natürlich, das Hausrecht bleibt bestehen. Auch wenn es eine Quasi-Öffentlichkeit im idyllischen Gehege. Rechtspositivistisch betrachtet. Mit Rechtspositivismus sind wir also auf der sicheren Seite? Bleibt nicht doch die Frage, ob sich ein Hausherr des Walled Gardens unglaubwürdig macht?

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Lost Cities

Quelle: The Coding Monkeys

Meine Sammlung an Brett- und Kartenspielen ist überschaubar. Irgendwo in irgendeinem Schrank, in der hintersten Ecke, liegen einige rum, die ich mal gespielt habe. Meist hält meine Begeisterung für die Spiele, so gut sie auch sein mögen, nur einige Tage an, bevor die Kartons in besagtem Schrank verschwinden.

Erscheint mit Lost Cities im AppStore die Umsetzung des gleichnamigen Spiels von Reiner Knizia, sorgt es bei mir nicht für Jubel. Ich wusste nicht davon, es war also nicht einmal Gleichgültigkeit. So fiel die Reaktion dann eher aus: Lost Cities was? Reiner wer? Muss mir das was sagen? Aller Ignoranz zum Trotz landete das Spiel doch auf meinem iPhone. Und was für ein Glück für mich.

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