Was im Internet alles wuchert, erstaunt mich noch immer. Selbst nach beinahe fünfzehn Jahren habe ich noch immer nicht recht in den Kopf gekriegt, dass man nicht kreativ genug sein kann, um die eigenen Ideen für singulär und eigenständig zu halten. Im Internet gibt es auf jede Frage, jede Idee, jeden Gedanken eine Antwort. Sie lässt sich stets finden, sofern man nur die Suchmaschinen korrekt mit Stichwörtern stopft. Sogar auf Antworten, die man hat, wird es Fragen geben, die das Internet stellt.
So auch in diesem Fall: Was war mein Problem? Einen Chat zu simulieren. Was war die naheliegende Lösung, auch wenn ich zuvor darüber nachgedacht hatte, dies händisch in Gimp zu lösen. Wie dumm ich mich fühlte, als nach einer kurzen Suche in der Suchmaschine meiner Wahl folgende Generatoren aufpoppten: Fakebook Quotes, Fake Convos und Fake iPhone Text sind nur einige der ersten Ergebnisse, ohne dass ich sagen kann, ob es nicht noch bessere gibt.
Gibt es eine Erweiterung der Rule 34, die besagt, dass nicht nur pornographisches Material aus allem erstellt wird, sondern, dass alles, was man erdenken kann, im Internet schon erdacht, besser gemacht oder nur nicht gefunden wurde, wenn man glaubt, es existiere tatsächlich noch keine Entsprechung der eigenen Ideen im Internet?
So gibt es dann also auch Generatoren, um Konversation auf beliebigen Netzwerken und Medien fälschen zu können. Wahrheit ist auch nicht mehr das, was sie mal war.