GoodReads

Mir gehen noch lange nicht die Ideen aus, was ich alles lesen könnte. Dennoch nutze ich in letzter Zeit immer öfter auch mal Aggregatoren, um mich leiten zu lassen. Zu den besten in diesem Bereich zählt goodreads. Die einzige Einschränkung ist dabei vorneweg, der englischsprachige Fokus. Mich hält das nicht ab, nur ein Hinweis.

Für diesen Sprachraum deckt es aber die ganze Palette ab. Es gibt dort keine Überraschungen, was den Service angeht. Es werden weite Teile der Literatur erfasst, die Nutzerinnen und Nutzer notieren, bewerten und besprechen können. Es wird ganz auf die Community gesetzt, um den Datenbestand für die Suche zu bestücken. Bei der Suche kann goodreads helfen, anhand simpler quantitativer Metrik, neue Bücher zu entdecken: Dir gefällt das, dann eventuell auch das.

Goodreads steht und fällt mit der Community. Die ist dort sehr breit vorhanden. Der offensichtliche Vorteil ist, dass sich mit Leichtigkeit Nutzerinnen und Nutzer finden lassen, die einen ähnlichen Geschmack haben. Auf der Jagd nach neuem Stoff sind schnell Weggefährten gefunden. Doch der Nachteil ist ebenso schon zu erkennen. Goodreads ist nicht überrannt, hat aber eine Masse erreicht, die an den Amazon-Store erinnert. Die Verlässlichkeit ist also nicht mehr sofort gegeben, da mittlerweile auch dort schon Interessen bestehen, Meinungen und Urteile zu manipulieren. Ebenso ist es nicht wirklich möglich, nach Exoten und Mauerblümchen zu suchen. Die Zentripetalkraft der Blockbuster zieht auch hier. Ich habe keine Zahlen, doch der Eindruck drängt sich auf, dass sich eine Mehrzahl dort mit den immer gleichen Büchern beschäftigt. Goodreads hat noch keinen Weg gefunden, gezielt die Peripherie des Geschmacks in der Form zugänglich zu machen, dass man sie leicht findet.

Es gibt eine schön integrierte App (iOS, Android) mit integriertem Reader, der auf Wunsch auch gleich den aktuellen Lesestand im Profil erfasst.

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