Ein vergleichsweise neues deutsches Startup – mal nicht aus Berlin. Jetzt habe ich im Titel schon einiges angedeutet, obwohl die Konnotation nicht wirklich eine gute ist. Was soll ich sagen, mir fällt kein besserer Titel ein. Und andererseits weiß ich auch noch nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Ich will Couchfunk nichts Böses, ganz im Gegenteilt. Damit es aber zu einer dauerhaften Freundschaft zwischen uns kommt, muss sich noch einiges tun.
Was ist denn so schlimm an Couchfunk?
Nichts, ganz klar. Es ist eine saubere App, die dort auf die Beine gestellt wurde. Auch gegen die Webanwendung gibt es keine Einwände. Die Frage ist also mehr: Was ist so gut an Couchfunk? Und da wird es dann kompliziert. Couchfunk nimmt sich vor, so etwas wie eine Social-Fernsehzeitung zu sein. Auch das klingt auf Anhieb eher despektierlich. Doch so ist es, mir geht auf jeden Fall die Kreativität aus, der Sache einen positiveren Spin zu geben.
Es hapert für mich vor allem an zwei Dingen: Für den ersten Stolperstein können die Jungs hinter Couchfunk nichts. Ist nicht ihre Schuld, dass es im deutschen Fernsehen kaum etwas gibt, dass sich zu verfolgen lohnt. Und wenn es dann schon mal ein einigermaßen erträgliches Ereignis gibt, dann redet kaum jemand darüber. Das erste Problem ist also mehr eines, das mit mir und meinem Geschmack zu tun hat.
Über die Events, wobei wir mal den Begriff sehr locker verwenden, wird auf Couchfunk schon ordentlich gezwitschert. Und das ist Problem Nummer zwei. Derzeit geriert sich der Social-Networking-Aspekt von Couchfunk doch reichlich als reiner Twitter-Aggregator zu Hashtags der einzelnen Shows. Darüber hinaus habe ich noch keinen eigenständigen Mehrwert entdecken können.
Wat nu?
So gern ich hier konstruktive Kritik äußern würde, mir fällt nur wenig ein, was Couchfunk etwas auflockern und für mich attraktiver machen könnte. Ich kann mir zu den Sendungen, die mich interessieren nun auch einfach die Hashtags bei Twitter antun. Wie man da noch mehr Stoff hineinkriegt, ist jetzt wirklich schwer.
Aber, wie gesagt, es ist auch keine grundsätzlich schlechte oder unattraktive Idee. Damit es nicht untergeht, sollte auch noch einmal betont werden, dass es auch nicht an der Umsetzung liegt. Das ist alles so, wie ich es mir von einer solchen (Web-)App wünschen würde. Das gewisse Etwas fehlt. Da geht noch was. Dementsprechend gebe ich die Hoffnung noch nicht auf. Haut mich aus den Socken, wenn ich diesen bescheidenen Wunsch äußern darf. Oder fegt mich von der Couch. Egal.
UPDATE: @couchfunk und @couchfunker haben sich als satisfaktionsfähig erwiesen und die Herausforderung angenommen. Es werden Updates und damit einhergehende Neuerungen für die App angekündigt.