Mit Kung Fu Rabbit, das nicht mit den Flashgame-Ablegern des chinesischen Kung Fu Rabbit (Tu Xia Chuan Qi) verwechselt werden sollte, ist ein weiterer Platformer in im Apple Store erschienen. Der Store quillt mittlerweile über, was sollte also der Grund sein, sich dem knuffigen Nager auf seiner Jagd nach entführten Schülern seines Dojos zuzuwenden?
Handkantenschläge sind weniger vorherrschend als der Titel dies suggeriert. Es gibt düstere Gestalten aus dem Weg zu räumen, indem ihre Schwachpunkte ausgenutzt werden. Dafür bedarf es einiger Geschicklichkeit und angemessenem Timing – rohe Gewalt ist weniger gefragt. Nicht dass angesichts der knallbunten irgendwelche Zweifel aufkommen könnten, was es mit Kung Fu Rabbit auf sich hat. Es ist ein frickeliger, teils ungemein kniffliger Titel. Kindgerecht ist so ein Attribut, das dem Spiel gerecht wird.
Doch nicht nur für Kinder ist es geeignet. Die Lernkurve steigt rapide an und ist nach den ersten zwanzig der insgesamt siebzig Level schon happig. Fortan wird die Frustrationsschwelle zusehends erreicht. Das Manko liegt an der Touch-Bedienung des iPhones. Während es vielen Genres entgegenkommt, sind Geschicklichkeitsspiele mit der lethargischen Reaktionszeit der Eingabe herausgefordert, diese technische Einschränkung auszugleichen. Bei Kung Fu Rabbit ist die richtige Balance nicht gefunden. Herausfordernd Level wechseln sich mit allzu unfairen ab. Sie sind schlicht zu anspruchsvoll auf eine präzise Steuerung und Kontrolle des Martial-Arts-Häschens ausgelegt, um noch Spaß zu machen.
Die In-App-Power-Ups sind durch die spieleigene Währung – Karotten, was sonst – zwar erschwinglich, lösen das grundlegende Problem der frustrierenden Anforderungen mancher Level nicht. Da bleibt dann ein kurzweiliges Vergnügen – unterbrochen von Wutausbrüchen.