Linkgebliebenes 4

Heute gibt es eine Warnung, warum alte Liebe in Sachen Diablo 3 schmerzhaft sein kann. Der Kampf ums Urheberrecht geht unvermeidlich eine Runde weiter – jetzt plakativ mit Eingeweiden. Wie Innovation im Internet auf Touren gebracht wird. Wenn Gezwitscher zur Überwachung führt und wie dies verhindert werden kann. Eine analoge Hochzeit der Kopimisten darf auch nicht fehlen. Und ab dafür.

Mit Gore und nackter Haut machte sich ein ‚Syndikat‘ von Urhebern für den Schutz des Urheberrechts stark. Dabei schossen sie ein wenig über das Ziel hinaus. Beim literatucafe setzt sich David Gray mit dieser brachialen und simplifizierten Stellungnahme auseinander. Er vergisst auch nicht, die dümmliche Reaktion von ‚Anonymous‘ zu erwähnen, bei der ein virtueller Pranger für andersdenkende Urheberinnen und Urheber geschaffen wurde. Bei allem Wirbel und nutzlosen Emotionalität um die notwendige digitale Wende in den Medien, sind beide Aktionen wenig hilfreich.

Hoffentlich sind sich beide Seiten immerhin einig, die erste kopimistische Hochzeit auf der Share2-Konferenz Ende April in Belgrad für eine gute Sache zu halten. Über die Umstände und Rechtsgültigkeit weiß ich herzlich wenig (ein bißchen mehr gibt es hier), allerdings stört es kaum. Auch ein symbolischer Akt, wenn es ein solcher war, hat seinen Wert.

Kickstarter ist zwar außerhalb der USA nur mit Schwierigkeiten zu nutzen, um eigene Projekte anzukurbeln. Alles Geld der gesamten Welt nehmen sie aber gerne. Dafür können so aber auch Hardware-Innovationen angeschoben werden, die auf herkömmliche Weise nicht genug Unterstützung fanden. Zwar sind dies derzeit Nischenprodukte wie smarte Armbanduhren oder iPhone-Docks, doch könnte etwas dran sein. Gadgets sind zwar nicht lebensnotwendig, doch unpraktisch sind sie auch nicht. Und wenn Kickstarter dazu führt, dass auch die Produkte entstehen, hinter denen kein finanzstarkes Unternehmen steckt, aber eine machbare Idee, wird Crowdfunding mehr als Spielerei.

Netzwerke, Netzwerke, Netzwerke. Und alle wollen unser Vertrauen, sie gingen mit den gewonnenen Informationen sorgsam um. Auch Twitter hat aber einen Datenhunger, den Dustin Curtis mit einem recht simplen Verfahren zu stillen sucht:

Basically, every time you visit a site that has a follow button, a “tweet this” button, or a hovercard, Twitter is recording your behavior. It is transparently watching your movements and storing them somewhere for later use. Right now, that data will make better suggestions for accounts you might want to follow. But what other things can it be used for? The privacy implications of such behavior by a company so large are sweeping and absolute.

Derzeit übersteigt es meine Fähigkeiten und meine Zeitressourcen, genau nachzuvollziehen, was da laut Curtis geschehen soll. Doch ist die Methode, über Cookies auch das gesamte Nutzungsverhalten auf Seiten zu protokollieren, die Badges oder ähnliches der Netzwerke eingebunden haben, nicht unbekannt. Auch gibt es Gründe dafür, Curtis nennt einige. Doch hat er recht, dass ein solches Verfahren nicht opt-out sein sollte. Gerade dann nicht, wenn Nutzerinnen und Nutzer die Existenz solcher Datenerhebung womöglich gar nicht bewusst wahrnehmen.

Und wie war das mit Diablo 3?

Ich komme derzeit eh nicht zu dem Spiel, also habe ich solche Probleme nicht.

Ein Gedanke zu „Linkgebliebenes 4

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.