Dropbox – Die Einschläge kommen näher

Unter den Cloud-Storage-Anbietern wird Dropbox wohl noch einige Zeit der Platzhirsch bleiben. Als das Unternehmen 2007 an den Start ging, war die Konkurrenz nicht sehr groß für den praktischen Dienst, dessen denkbar einfacher Ansatz zur plattform- und rechnerübergreifenden Synchronisation von Dateien unschlagbar war. Fünf Jahre später werden die Angriffe auf Dropbox und das Geschäftsmodell schärfer. Wie lange der Clouddienst also noch seine Position halten kann, ohne Änderungen am eigenen Angebot anzubieten, bleibt offen.Dropbox hat einiges, was für den Dienst spricht. Die simple Oberfläche ist eines, besonders aber die Plattformunabhängigkeit halten mich. Der Speicher in der kostenlosen Version, die ich nutze, ist mit 2GB nicht gerade umfangreich. Diese geringe Zahl lässt sich zwar auch kostenlos bis um die 26GB ausbauen, doch ist dies an einige Voraussetzungen und Aktionen geknüpft. Für mich sind die 4GB, die ich habe, derzeit noch völlig ausreichend. Ich nutze Dropbox lediglich für die Synchronisation der wichtigsten Dokumente, die ich auf allen Rechnern haben wollte.

Mittlerweile wird die Luft dünner. Google hat mit dem offensichtlichen Klon Drive vor einigen Wochen einen ordentlichen Dienst gestartet. Drive hat bei mir allerdings noch kaum Verwendung gefunden. Zwar spendiert Google in der kostenlosen Variante die mittlerweile üblichen 5GB Speicherplatz in der Cloud. Doch vermisse ich einige liebgewonnene Funktionen, besonders aber eine anständige App für iOS und noch wichtiger einen Client für Linux. Die Weboberfläche reicht da nicht aus. Auch scheint Drive derzeit noch nicht wie der Klassenprimus in der Lage, Änderungen in TrueCrypt-Containern effizient zu synchronisieren.

Ubuntu One hingegen unterstützt selbstverständlich das besagte Betriebssystem, konnte mich aber auch noch nicht überzeugen. Es gibt einen Windows-Client, daran liegt es nicht. Doch gefiel mir die Integration auf mobilen Geräten nicht besonders. Daran scheiterte es bislang, weshalb ich den Dienst nicht weiter in Augenschein nahm.

Seit dieser Woche wagt sich aber wohl demnächst noch ein weiterer alter Bekannter gegen Dropbox vor. Einige durften schon den neuen Client von Box ausprobieren, den ich auch nur allzu gern in die Finger kriegen würde. Auch hier wird ein ernstzunehmender Versuch unternommen, wenn ich den Beschreibungen glauben darf. Einen Versuch würde ich riskieren, auch wenn wohl keine Client für Linux in Aussicht steht. Reizvoll ist Box für mich, da ich dort durch eine Aktion immerhin 50GB zur kostenlosen Nutzung erhalten habe. Die Dateigrößenbegrenzung von 100MB schreckt mich nicht.

Vermutlich bräuchte es aber noch einige Argumente mehr, um mich bei Dropbox abspringen zu lassen. Aus meiner Sicht kann Dropbox nicht mehr lange in Starre verharren. Die Konkurrenten schlafen nicht.

 

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