Chronicles of Inotia: Legend of Feanor

20120527-141500.jpgDann grasen wir mal weiter den AppStore nach RPGs jeder Art ab. Dabei finden sich einige iOS-Urgesteine des Genres. Einer dieser früheren Vertreter des Genres auf der Plattform ist Chronicles of Inotia: Legend of Feanor. Mit einigem guten Willen ist es gerade noch ein Action-RPG, doch müssen Fans des Genres schon einige Abstriche machen, denn es ist eine stark eingedampfte Variante eines ohnehin nicht sehr komplexen Spielprinzips. Inotia baut auf der Frühphase der Action-RPGs auf, definitv auf einer Zeit vor Diablo. Von der ausgefeilten Oberfläche und motivierenden Simplizität dieses Meilensteins ist dieses Spiel in allen Belangen weit entfernt.

Bei allem Wohlwollen, das Spiel machte es mir nicht leicht, überhaupt einen Zugang zu finden. Mit einem simplen Aufhänger wurde ich schlicht in die knallbunte Welt hinausgeworfen, begegnete einigen Elfen, die mir Quests gaben. Wofür, warum, weshalb? Darum kümmert sich in InotiasWelt niemand. So stapfte ich dann hinaus in die eintönige Welt, haderte gleich auch mit der eigenwilligen Steuerung, bei der ich keine aktive Kontrolle über jede Bewegung habe. Ich darf lediglich die Stelle markieren, an die sich die Figur mit umständlicher Wegsuche begibt. Ärgerlich ist dabei, dass Feinde auch gerne ihren Ort gewechselt haben, bevor unser kleiner Schwertschwinger dort angekommen ist. Währenddessen steckt er aber schon Schaden ein. Wehrte ich mich, dann nur durch einen Klick auf die Kreatur, den Rest erledigte das Spiel.

Ein solches Skelett von einem Spielmechanismus ist vorsintflutlich, da führt kein Weg vorbei. Dementsprechend rudimentär fällt das Leveling aus. Ist die entsprechende Erfahrung angehäuft, können vier Spezialfertigkeiten gesteigert werden. Das war es dann auch schon. Ansonsten bleiben zur Charakterentwicklung lediglich noch einige Ausrüstungsgegenstände, die sich auf die Eigenschaften auswirken.

Ich bin ja einiges gewohnt, auch gewillt, simple Mechanismen in Kauf zu nehmen. Inotia bietet mir in dieser Form allerdings kaum einen Grund, mich durch die seelenlose Welt zu schlagen, die aus aneinandergereihten Karten besteht, die mit Teleportern verbunden sind. Seelenlos, nicht leblos. Da tummelt sich eine Menge Kreaturen, die auch schleunigst respawnen. Doch das kümmerliche Gekloppe mit unspektakulären Loots kann nicht fesseln.

Aus heutiger Sicht ist der erste Teil von Inotia kaum noch der Rede wert. Die Nachfolger scheinen an Komplexität gewonnen zu haben, versprechen wesentlich mehr Vielfalt und Abwechslung. Doch kann ich nicht sagen, nach diesem ersten Teil noch an den Fortsetzungen interessiert zu sein. Vor einem Kauf sollten Rollenspielerinnen und Rollenspieler unbedingt die Lite-Version herunterladen, deren Link ich gerade nicht finde, doch meine, sie im Store gesehen zu haben.

Titel: Chronicles of Inotia: Legend of Feanor
Hersteller: com2us
Jahr: 2009
Genre: Action-RPG
Plattform: iOS
Version: 1.0.6

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