Der No-go-Serien dritter Teil. Das bedarf keiner weiteren Erläuterungen. Mittenrein ins Getümmel.
Chicago Fire
Muskelgestählte junge Männer drücken ihre Stimme tief bis zu ihrem Skrotum runter, pressen markige Sprüche heraus, denn sie stürzen sich als Helden des Alltags ins Feuer. Währenddessen dürfen sich die stets gut geschminkten, doch von Selbstzweifeln geplagten Notärztinnen um die aus den Flammen Geretteten kümmern. “Don’t think. Just do it.” Die Keyboard-Streicher kleistern falsche Bedeutung über das Nichts.
In diesem Trailer zu NBCs neuem Feuerwehr-Drama quillt das Pathos zu allen Seiten aus. Selbst Harald Glööckler dürfte dies eine Spur zu pompös sein. Feuerwehr scheint nicht zu besonnen erzählter, realistischer Beschreibung einzuladen. Wann widerstehen Autoren endlich dem kläglichsten aller phallischen Symbole? Nach diesem Trailer also eine klare Null mit Feuerwehrhelm. Schade eigentlich.
The Neighbors
“Na-Nu Na-Nu.” Dan Fogelman kommt mit dieser Serie um die Ecke. Jetzt bitte schnell noch einmal auf die Systemuhr am Rechner schauen, Uhrzeit und Datum notieren. Nun erst das Video abspielen.
Wer musste nun ungläubig auf die Notizen starren, um sich des gegenwärtigen Datums zu versichern? Fogelman schrieb schon die Drehbücher für die weniger gelungenen Cars-Filme von Pixar, dass er aber im Jahre 2012 mit solch rabiat-unkomischen Außerirdischen daherkommt, hätte ich ihm nicht zugetraut. Altbacken ist noch eine harmlose Bezeichnung. Fremdscham lässt mein schmerzverzerrtes Gesicht gewohnheitsgemäß zur Zimmerdecke wandern, diese gut abgehangenen ‘Gags’ sind aber spätestens seit Mork & Mindy dem Tod geweiht. So hatte ich dann auch noch Tränen in den Augen. Fogelman kann gerne wieder auf seinen Heimatplaneten zurück.
Next Caller
Vorurteile sind, da stimme ich noch zu, in der Regel schädlich. Sie aber für vollends nutzlos zu halten, dem entgegne ich: Manchmal, nur manchmal, dienen sie auch zum Schutz der eigenen körperlichen Unversehrtheit oder der seelischen Balance. Eines meiner derart zum Selbstschutz deklarierten Vorurteile betrifft Dane Cook. Dieser Mann ist nicht lustig – und wie Dirk nicht in Seattle ist (Egal, ob das Lied alt ist, es ist großartig!) – wird Cook wohl auch nie mit Absicht Lacher hervorrufen.
NBC gibt Cook nun also eine halbstündige Sitcom, in der er als Radio-DJ unverschämterweise in seiner Sendung nicht mehr allein moderieren soll. Dass es auch noch eine Frau ist, die ihm da vorgesetzt wird, macht es nur schlimmer. Und bei diesem Szenario in Verbindung mit Cooks zumindest körperlicher Anwesenheit im Bild ist Schlimmes zu befürchten. War dieser Aufhänger in seiner verkehrten Fassung in 30 Rock noch eine großartige Anspielung auf quotengesteuerte Besetzungsfragen, wurde da doch aus The Girlie Show schnell TGS with Tracy Jordan, ist es kaum vorstellbar, dass Next Caller diese Problematik auf hintergründige Weise reflektiert. Eher sind derbe sexistische Zoten zu erwarten. Will ich diese aber? Zumal es sie schon in nahezu perfekter Form und mit einem Augenzwinkern in Anchorman gibt? Nein.