Serienstarts Fall Season 2012 – Meh (3/5)

Hier habe ich noch ein paar Serien von der Stange. Konzepte können schon gebraucht sein, sind aber noch in gutem Zustand.

Go On

Matthew Perry. Zurück bei NBC. Dort war er in der gigantisch erfolgreichen Sitcom Friends, ja genau die. Und nun wieder in den vertrauten Gefilden.

Nun ja, ich will die Therapie nicht stören. Wo ist die Selbsthilfegruppe für von harmlosen Sitcoms gelangweilte Snobs?

The Goodwin Games

How I Met Your Mother beruht auf einem Gimmick, das den Serienmachern Carter Bays und Craig Thomas nur als Vorwand dient, die klassische Erzählstruktur der Sitcom zu sprengen. Sieben Staffeln lang, auch wenn langsam die Puste ausgeht, warfen sie wild mit Erzählebenen um sich, schlugen dramaturgische Haken und stellten die Lebensgeschichten der Figuren immer wieder durch größtenteils stimmige Volten auf den Kopf. So holten sie aus dem narrativ stagnierenden Format mehr heraus, als bis dahin noch zu erwarten war. Nun also eine weitere Sitcom der beiden auf Fox.

Der Reiz von How I Met Your Mother ist noch immer die emotionale Erdung der liebgewonnen Protagonisten. Diese kann nicht in den wenige Minuten langen Trailern übertragen werden, womit ich schon bei meinem Problem mit dem Trailer wäre. Ausgehend von den auf gewollte Heiterkeit getrimmten Versatzstücken ist noch nicht zu sagen, wohin die Serie gehen wird. Der Ansatz dreier unterschiedlicher Geschwister, die nach dem Tod des Vaters um dessen Vermögen streiten, wobei der entscheidende Haken in einem Trivial-Pursuit-Wettstreit über ihr Wissen um die eigene Familie besteht, ist genauso voraussetzungsreich wie die Prämisse von How I Met Your Mother. Diese liefert in How I Met Your Mother lediglich den Rahmen für die von Bays und Thomas so geschickt eingesetzte Mixtur von Humor und Sentimentalität. Ob aber The Goodwin Games ähnlich erfolgreich, sprich unterhaltsam, sein wird, steht noch lange nicht fest.

How to Live with Your Parents (for the Rest of Your Life)

Und noch mehr sozialer Wandel, der sich in augenscheinlich schmerzhaft mittelmäßigem Humor niederschlägt. Jetzt für den Muttertag. Alleinerziehende Mutter zieht nach gescheiterter Beziehung wieder zu ihrer Mutter und deren neuen Gatten.

Sich um Lacher bemühen und diese zu erhalten sind zwei grundverschiedene Angelegenheiten. Im Trailer zu How to Live with Your Parents (for the Rest of Your Life) schlägt das Pendel viel zu oft in Richtung des reinen Bemühens aus. Bemüht vor allem darum, die sexuellen Eskapaden der Mutter in kantiger Form darzustellen. Da muss doch glatt mal zensiert werden, so verrucht geht es hier zu. Im Unterschied zum überaus dilettantisch wirkenden Humor von Guys with Kids halten sich die Schmerzen bei diesem Trailer aber noch in Grenzen. Sarah Chalkes Masche, mit überbordenden Grimassen zu emotionalisieren, passte noch gut in das Konzept vom träumerisch-comichaften Scrubs, hat sich hier in der vermeintlich harten Realität des amerikanischen Bürgertums aber doch schon überholt. Sentimental und erfunden wie Muttertag, bringt trotzdem mal Blumen mit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.