Serienstarts Fall Season 2012 – Meh (5/5)

Die letzte Woche der Trailershow ist angebrochen. Die Liste der soliden Serien findet ihr Ende, übergibt dann pflichtgemäß den Stab an die womöglichen Highlights der Fall Season.

The Mob Doctor

Familienschulden sind ein Problem, Schulden bei der Famile umso mehr. Da der Bruder der erfolgreichen Chirurgin Grace Devlin beim Mob in der Kreide steht, wird Grace in die Sache hineingezogen.

So muss Grace die Versehrten der Unterwelt flicken oder gegebenenfalls auch die Gegner und Verräter ins Jenseits befördern, wenn es nach den Gangstern geht. Irritierend wirkt auf mich noch, dass der Trailer anfangs noch humorvolle Töne anschlägt, im Verlauf der wenigen Minuten mehr und mehr ins Dunkel abdriftet. Damit ist mir kaum geholfen, die Gangart der Serie erkennen zu können, weswegen ich noch zurückhaltend bin.

Save Me

Wo will NBC mit dieser Serie hin? Hausfrau springt bei einem Unfall dem Tod knapp von der Schippe. Darauf meint sie, eine direkte Verbindung zu Gott zu haben.

Meine Damen und Herren, wir präsentieren den heißesten Kandidaten für den nichtssagendsten Trailer der Saison. Wer hat NBC geritten, wenn sie in diesem Fall überhaupt von irgendetwas geritten wurden, solch eine Nullnummer von einem Werbefilmchen zu produzieren. Wollen sie Hipster und Evangelikale abholen? Versuchen sie irgendwie den Ton zwischen frech und fromm zu halten?

Da moniere ich die Effekthascherei der Trailer, den Einheitsbrei des Getöses, da kommt nun ein ruhiger Trailer ganz unscheinbar daher – und es gefällt mir auch nicht. Ich wüsste in diesem Fall nun aber wirklich gern, wo die Reise hingeht. Comedy, Drama, Dramedy? Göttliche Komödie? Dieser Schnipsel überfordert meine Vorstellungskraft zusehends. Sollte die Serie aber wirklich darauf hinauswollen, all diejenigen abzuholen, die sich per App jeden Tag eine Auswahl der feinsten Psalmen auf ihr Smartphone schicken lassen, die sie dann bei einem feinen Latte andächtig in der U-Bahn lesen, steige ich an der nächsten Haltestelle laut fluchend aus. Ich mag Latte nicht, auch nicht in transparenten Plastikbechern, die nach geschwollenem Penis aussehen, und Gottesbeweise, seien sie noch so modisch aufgepeppt, im Film schon gar nicht.

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