Cubby – Dropboxfunktionalität und P2P-Synchronisation

Cubby ist ein weiterer Clouddienst, der Dateien verschiedener Rechner synchronisiert und in der Cloud sichert. Wieso sollte mich neben Dropbox,Google Drive oderbox.netein weiterer Anbieter interessieren?

Cubby bietet 5GB kostenlosen Onlinespeicherplatz und Peer-to-peer-Synchronisation. Ersteres ist kein Alleinstellungsmerkmal, nur der übliche Speicherplatz, den die Konkurrenz von Dropbox standardmäßig anbietet. Damit allein wird Cubby nicht punkten können. Mit der zweitgenannten Funktion doch schon eher.

Cubby ermöglicht das direkte Synchronisieren zwischen verbundenen Rechner. Für versierte Anwender ist dies zwar keine Herausforderung, also auch keine Erleichterung, für Unbedarfte schon. Cubby macht es einfach, eigene Ordner und Dateien gepflegt zu verteilen. Hier an einem Worddokument gearbeitet, wird es – abhängig von der Größe der Datei – auf allen verbundenen Geräten aktualisiert. Wird bei der Synchronisation der Cloudspeicher ausgeschlossen, ist das Datenvolumen sogar unbegrenzt, denn die reine P2P-Synchronisation wird nicht auf den kostenlosen Onlinespeicher angerechnet.

Damit allein kann Cubby schon Boden gutmachen, die hervorragende Umsetzung der von Dropbox etablierten Synchrofunktionalität ist dennoch der Rede wert. Die Entwickler sparen sich allen grafischen Firlefanz und setzen auf intuitive Oberflächen. Im Unterschied zu Dropbox, das optional selektive Ordnersynchronisation zulässt, aber in der Regel von einem Stammverzeichnis aus synchronisiert, geht Cubby nicht den zentralisierten Weg. Ein einzelnes Verzeichnis auf Rechner A kann mit einem beliebigen Verzeichnis auf Rechner B abgeglichen werden. Dabei müssen diese auf unterschiedlichen Rechnern nicht denselben Pfad haben, wo die Daten abgelegt werden.

In meinen ersten Versuchen funktionierte dies nicht nur fehlerlos, vor allem auch zügig. In Windeseile waren einige Dokumente vom PC auf das Netbook übertragen. Daher bin ich reichlich beeindruckt von Cubbys robuster Arbeit. Dennoch fehlt mir derzeit ein – vage angekündigter – Client für Linux. Mac und Windows werden derzeit unterstützt, unterwegs sind die Daten der Cloud per Android- oder iOS-App verfügbar.

So begeistert ich bin, ich werde derzeit noch Dropbox und Cubby parallel nutzen. Im Gegensatz zum recht uninspirierten Klon Google Drive ist Cubby eine Herausforderung für die Konkurrenten.

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