NodeBox – Datenvisualisierungsbaukasten

Seien wir ehrlich, im Hausgebrauch gibt es meist nur einen Weg, Daten grafisch darzustellen. Das Ding nennt sich Excel-Diagramm und sieht in der Regel nach gar nichts aus. Außerdem ist die Darstellung von Daten mit Excel handwerklich immer noch ein Plage, das Ergebnis immer dürftig. Nur weil wir uns daran gewöhnt haben, sollten wir es nicht schönreden. Die Tools, die das Office-Paket von Microsoft mitbringt, zwingen auch noch feste Formen auf. Die Gedanken sind frei, wie wir sie darstellen aber nicht – wenn es nach Redmond geht.

Ich zumindest bin mit den bunten Klecksen, die da in jeder PowerPoint-Präsentation hausen, mittlerweile auf Kriegsfuß. Noch komme ich ohne sie nicht aus, der Tag aber wird kommen, an dem ich sie völlig hinter mir lassen kann. Mit NodeBox bin ich da schon einen Schritt weiter.

Noch hatte ich nicht viel Zeit damit, es reicht aber für einen ersten Ausblick. NodeBox verspricht wirklich einiges. Zuallererst die erwünschte Freiheit, auch wenn sie mit den Kosten verbunden ist, anfangs ein wenig mehr Aufwand betreiben zu müssen, um sich daran zu gewöhnen. Doch das Baukastenprinzip, mit dem die Daten und die Aufbereitung dieser Daten in Knoten organisiert ist, ist zugänglich genug.

Schon das erste Tutorial macht klar, hier behalten Anwenderinnen und Anwender die volle Kontrolle über die Daten. Die Schranken zur guten Visualisierung bestehen nur noch in den eigenen Fertigkeiten. Nichts ist mehr mit dem seltsamen faulen Zauber, der in Excel im Hintergrund waltet. Vorgeblich soll es einem in Excel ja leicht gemacht werden, doch sobald man auch nur komplexere Zusammenhänge darstellen will, stellt sich heraus, Excel nimmt einem nicht nur das Denken ab, es führt eine Lobotomie aus.

NodeBox verlangt etwas mehr Eigenleistung, das ist der Preis, der sich aber, so mein Eindruck nach wenigen Probesitzungen, langfristig bezahlt macht.

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