Dungelot: Kacheltippen für die Schätze

Heute ziehe ich einen Freitags-Artikel vor, da mir zur Biffy Clyro noch die Worte fehlen*. Verliese auf iOS stürmen ist weniger leicht, als es sich anhört, es gibt eine ordentliche Auswahl, aber nicht viele Spiele überzeugen. Dungelot sticht nicht hervor, entwickelt aber einen Reiz zum Looten, den andere so nicht hinkriegen.

Es ist Dungelots unprätentiöser Drang zum Einfachen, diese Haltung, ein Spieprinzip für mobile Plattformen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu bringen, dabei den Blick für Spaß nicht zu verlieren. Komplexität ist anderer Spiele Sache, die mit den beschränkten Mitteln mobiler Systeme oft nur zu Verdruss führen, also muss aller Ballast abgeworfen werden.

Es gibt kein Leveldesign, nur eine 6×5-Matrix, deren Felder verdeckt sind, somit ist also jeder Dungeon ein Rechteck voller Ungewissheit. Unter den Kacheln der Matrix warten Schätze oder Monster, manchmal einfach nichts. Als Rogue-like gibt es nur einen Tod für unseren Avatar, danach sind alle Items und erworbenen Zauber verloren. Mit neuem Spiel tritt ein neuer Avatar aus einer der fünf Klassen an.

Charakterentwicklung gibt es also nicht auf Dauer in Dungelot, dafür nahezu ungetrübtes, pausenloses Looten. Dungelots größter Pluspunkt ist die Leichtigkeit, sich durch einen Dungeon zu klicken, dabei keinen Avatar bewegen zu können, nur Kacheln antippen, das reicht schon. Dungelot versteht es, ausreichend Befriedigung zu spendieren, dabei so casual wie möglich zu sein. Aus fünf Minuten werden schnell zwanzig, aus einem Level zehn. Manchmal reicht das schon, um zu unterhalten.

* Was leider nicht heißt, ihr neues Album Opposites mache sprachlos, eher fehlen mir an mancher Stelle gesittete Worte.

3 Gedanken zu „Dungelot: Kacheltippen für die Schätze

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