Tropes vs Women: Help me! Save me! Please!

Und vor diesem Video musste die Welt geschützt werden? Es bedurfte nur eines Blicks auf eines der vielen Videos bei feministfrequency, um zu wissen, wie wenig Anita Sarkeesian daran liegt, Filme, Serien oder eben auch Spiele in Grund und Boden zu analysieren, selbst wenn einige Aspekte in ihnen für kritikwürdig hält. Ein Haufen hysterischer* Gamer musste dennoch intellektuellen Unflat in Kübeln über ihr ausgießen, in der Hoffnung, es würde etwas an ihr haften. Dann bedrohten sie ihr Ansehen und ihr Leben, in der Hoffnung, Sarkeesian ließe sich durch Einschüchterung mundtot machen.

Da haben sie die Rechnung aber ohne Sarkeesian gemacht, die ganz im Gegensatz zum Thema ihres ersten Teils aus der Serie Tropes vs Women in Video Games eben nicht allein und hilflos auf Rettung wartet. Dieses Video zur Damsel in Distress in Videospielen zeigt einleuchtend das weit verbreitete Klischee des entführten, misshandelten, wehrlosen weiblichen Objekts, das dem Helden des Spiels ‚gestohlen‘ wurde. Sarkeesian vernichtet die Klassiker um Mario und Link nicht, sie ist nur nicht blind für die rollenspezifische Schlagseite zugunsten der Protagonisten gegenüber den Statistinnen. Was an diesem Video bringt die Kultur des Gamens in Gefahr? Ich sehe es nicht, ganz im Gegenteil.

Und Ocarina of Time wurde ernsthaft mit "Willst thou get the girl? Or play like one?" beworben? Das ist 1998 rausgekommen. Ganz langsam: 1 – 9 – 9 – 8. Und ein Mediengigant macht solch eine Werbung? Wartet, wir haben 2013 und immer noch Clips mit seltsamen Duftsprays und um Astronauten drapierten Frauen. Gibt es da tatsächlich noch ernsthaft Zweifel, ob wir Tropes vs Women brauchen?

* Ich verwende das Wort mal ganz bewusst in Bezug auf eine überwiegend von Männern dominierte Subkultur, nennen wir es doch einen Versuch in ausgleichender historischer Gerechtigkeit.

Ein Gedanke zu „Tropes vs Women: Help me! Save me! Please!

  1. pretty langweilig. wir männer beschweren uns ja auch nicht lauthals, dass unser geschlecht in einer art sippenhaft in den medien abwertend betrachtet und beschrieben wird. wie eine störung, fehlerhaft oder am besten: als eine ungewollte abweichung.

    wo ist das problem? warum machen frauen nicht einfach ihre eigenen spiele? da können sie dann alles richtig machen.

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