Penny Arcade the Game: Gamers vs. Evil: Langnamig, kurzweilig (Playdek-Serie Teil 6)

Das nenne ich mal einen Titel, der leicht von der Zunge geht: Penny Arcade The Game: Gamers vs. Evil. Ja, ne, is klar. Geht das auch einfacher? Schauen wir mal auf den gestrigen Beitrag, da findet sich die Antwort. Nein, unter einem Zungenverdreher darf es anscheinend kein Lizenztitel für Penny Arcade machen zu dürfen. Also greife ich auch hier auf das bewährte Hausmittel der Abkürzung zurück, denn PAtG:GvE ist so viel handlicher.

Da dies aber der sechste Teil meiner kleinen Serie zu den iOS-Spielen von Playdek ist, muss das Spiel etwas an sich haben, um es an die Spitze geschafft zu haben. Und ja, es ist ein blendendes Kartenspiel, taktisch fordernd und facettenreicher als geahnt. Dabei sind die Regeln dieses Deck-Builders deutlich schneller gelernt, als es am Anfang vielleicht erscheint. Glücklicherweise übernimmt das folgende Video die Aufgabe, die Regeln zu vermitteln, ich kann much danach dann auf’s Wesentliche konzentrieren.

Viele Deck-Builder kennen bei der Kartenvergabe nur verdecktes Ziehen oder die Teilauswahl, damit ist langfristiges Taktieren dem Zufall untergeordnet. Nicht so in PAtG:GvE. Die vierzehn Kartenstapel des regulären Decks sind für alle beteiligten Spielerinnen und Spieler zu jeder Zeit ersichtlich, was aus taktischer Perspektive deutlich mehr Kontrolle über das eigene Deck erlaubt. Die Erfahrung zeigt schnell, dass zwar noch immer der Zufall den Ausschlag zu geben scheint, welche Karten in die Hand gespielt werden. Mit vorausschauendem Denken kann die Wahrscheinlichkeit innerhalb des Decks drastisch beeinflusst werden, schließlich wiegt die Frage, wie das Deck von unnützen Karten befreit, mit sinnvollen Ergänzungen bestückt und das Kartenziehen beschleunigt werden kann, schwerer. Es gibt viele Wege zum Erfolg, selbstverständlich auch starke Kartenkombinationen, keine der Kombinationen ist in dem austarierten Set allen anderen überlegen.

Auch hat die Vorlage, die Playdek für iOS aufgegriffen hat, die skurrile Welt der Penny-Arcade-Geekerei um Tycho und Gabe herrlich umgesetzt. Dass Karten als wehrhaftes Skrotum daherkommen, oder auch mal ein Bat’leth geschwungen wird, verwundert nicht. Bis in die Spielmechanik reicht das Geektum auch, zwei Kartenstapel sind fürBoss-Gegner reserviert, die erstaunliche Fähigkeiten haben und dabei Segen und Fluch auch gerne mal mit einem D20 verteilen.

Gerade online haben Partien gegen erfahrene Gegnerinnen und Gegner meine Spielweise stark zum Besseren beeinflusst. Doch auch die dreistufige KI bietet Herausforderung genug. PAtG:GvE ist rundum kurzweilig, und immer fordernd. Schon seit Wochen spiele ich mehrere Partien am Tag, noch immer kann ich nicht genug davon kriegen.

Ohne Frage, PAtG:GvE ist als Mobilspiel wahnsinnig motivierend und hält auch langfristig die Spannung hoch, immer wieder fallen neue Facetten bei Karten auf, die bis dahin als viel zu schwach erschienen. Oder im Multiplayer drückt ein Spieler oder eine Spielerin alle anderen aus vermeintlich verlorenem Posten an die Wand. Nicht mit Glück, eine undurchschaubare Taktik ist es dann oft gewesen. Mit Erfahrung ist aus jedem Deck etwas zu holen, mit dem Zufall manch anderer Kartenspiele hat das überhaupt nichts mehr zu tun. PAtG:GvE bietet für einen vergleichsweise kleinen Preis eine enorme Tiefe.

Alle Artikel der Serie:

3 Gedanken zu „Penny Arcade the Game: Gamers vs. Evil: Langnamig, kurzweilig (Playdek-Serie Teil 6)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.