Poison the Well – You Come Before You

Ich führe ungern Listen der hundert besten Wasauchimmer. Ich presse nicht gerne Dinge in eine starre Form, wenn sie kaum vergleichbar sind. Nehmen wir aber mal an, ich führte Listen. Zum Beispiel über die besten Alben, die mir so untergekommen sind. Wenn ich der Typ wäre, der Musik in hierarchischer Gliederung ordnen will, dann wäre ein Album auf der Liste. Mitte 2003 brachten Poison the Well ein Album heraus, das für mich den Hardcore umkrempelte.

Zehn Jahre ist es jetzt her, dass You Come Before You erschien. Und noch immer wirkt nach, wie sehr es den Post-Hardcore für mich prägte. Es nahm ein bretthartes, starres Genre und zog es auf links. Und zehn Jahre später hat es seine Wirkung noch immer. Sie brachen alle Formeln ihrer vorherigen Alben The Opposite of December und Tear from the Red auf, an den Sollbruchstellen ließen sie für fremde Klänge und Strukturen einfließen. Für Puristen des Hardcore war das Album ein Schock; für mich war es eine Offenbarung, den nahezu perfekten Hardcore nun facettenreicher erleben zu können. Wie in der Zeit konserviert steht sein klarer Sound noch immer mitten im Kopf, bricht sich von dort Bahn.

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