Avatare mit Schleifchen dran

Diese Woche kam das bislang beste *Tropes vs. Women" raus. Dass es mir so geht, kann auch an der vergleichsweise allgegenwärtigen Diskussion des Themas der bisherigen drei Videos liegen. Die Ms.-Male-Charaktere aber sind thematisch noch ‚frischer‘.

Anita Sarkeesian braucht eigentlich kaum mehr machen, als ein kleinwenig Spielegeschichte, so offenkundig ist, dass männliche Figuren als Norm auftreten und weibliche Rollen allein anhand ihres Geschlechts – wenn überhaupt – als Ergänzung. Männlichkeit muss nicht gesondert markiert werden, Weiblichkeit dagegen ist Männlichkeit mit einer pinken Schleife im Haar und rotem Lippenstift. Männliche Figuren haben Charakter und weibliche, nun ja, sie haben eine pinke Schleife im Haar. Männliche oder als männlich markierte Figuren sind individualisierte Typen, ihre ‚umgeschminkten‘ weiblich markierten Gegenstücke verlieren mit der Schleife auf magische Weise alle anderen Charaktereigenschaften. Da wirkt ein deutliches gesellschaftliches Prinzip in und auf Spielen durch, das Männlichkeit normalisiert und Weiblichkeit quantitativ und qualitativ abschwächt.

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