Wie konnte ich nur gerade jetzt in die Piratenpartei eintreten?

Gestern Abend saßen wir nach der Fraktionssitzung der Piraten in Friedrichshain-Kreuzberg noch beieinander, da kam zur Sprache, wie leicht es doch eigentlich ist, die Piratenpartei mit einem gewaltigen Knall zu verlassen. Ihr auf ähnliche Weise beizutreten, so schien es uns, ist aber hingegen schwer bis unmöglich. Denn wer nicht an einem messianischen Rettersyndrom, also gelinde gesagt übersteigertem Ego, leidet, kann nicht mit Fanfaren in die Partei einmarschieren wie andere sich aus ihr verabschieden. Es braucht diese Fanfaren auch nicht, sondern nur eine rein subjektive, persönliche Beschreibung eines Neupiraten, warum er oder sie zu einer Zeit eingetreten ist, als Andere nur noch Rauchschwaden über einem Trümmerfeld aufsteigen sehen.

Ein Eintritt und die ersten zaghaften Schritte in der Piratenpartei sind ein längerer Prozess, der nicht explosionsartig geschieht. Hier also der Versuch, zu beschreiben, warum ich Ende letzten Jahres eingetreten bin, wie ich die Piraten bisher im Alltag erlebt habe, warum ich bleiben werde und warum ich die Berichte über das vorzeitige Ableben der Piratenpartei für maßlos übertrieben halte.

Motivation

Seitdem es die Piratenpartei gibt sympathisiere ich mit ihr in nahezu allen Bereichen. Aber vor allem imponiert mir, dass es eine Partei mit leidenschaftlichen Menschen ist. Menschen, die auf ihre individuelle Art anders sind, als diejenigen, die ich sonst in der Politik sehe. Kompetente Leute in einer Partei, die Kompetenz nicht an Äußerlichkeiten festmacht. Weil gute Politik eben beispielsweise auch mit bunten Haaren geht.

Dass ich erst vor kurzer Zeit Mitglied wurde und mich damit nebenbei zu Programm und Satzung bekannte, liegt an einer Fehleinschätzung: Ich hatte die verheerende Kommunikationskultur und die aggressiven Debatten weniger Lautstarker heillos überschätzt. Mich schreckte ab, wie einige wenige verbal mit Minderheiten und Minderheitenmeinungen umgingen.

Es hat also eine lange Zeit gedauert, bis ich den Schritt ging, um hinter die Wand des verbalen Furors zu schauen. Was mich hinter die Wand zog, waren nicht allein die Themen. Es waren die Menschen, die diese Themen in der Piratenpartei vorantreiben. Menschen, die ich ohne den Hauch von Neid für ihren Sachverstand und ihr Engagement bewundere. Es war nur ein Schalter in meinem Kopf und ein Schritt durch diese laute Wand. Mit dem umgelegten Schalter stellte ich mich darauf ein, den Lärm zu ignorieren, dann war der folgende Schritt ganz einfach. Denn motivierte Menschen motivieren mich.

Aktivierung

Hinter dieser Wand sah alles gleich nicht nur viel besser aus, es war es auch. Ich ging erst einmal zu einem Crewtreffen. Und wie gut das war. Vom ersten Moment an waren alle Piraten dort offen und aufgeschlossen. Nicht nur das, sondern auch aktivierend. Sie waren offen für alle Fragen und stellten mir selbst viele. Alles, was ich anfangs machen musste, war, Anwesenheit und Einsatzbereitschaft zeigen. Den Weg, wo und wie ich mich sinnvoll einbringen könnte, wiesen sie mir.

"Hast du Zeit und Lust hierbei zu helfen?" Diese Frage hörte ich immer häufiger. Statt mich zu grillen und meine Intentionen inquisitorisch in Erfahrung zu bringen, praktizierten sie ein anderes Verfahren: Sie lebten das Piratenideal der Partizipation. So kam dann auch die Idee auf, ich könnte nach drei Monaten in der Crew doch mal für vier Wochen die Urlaubsvertretung für den Kapitän machen. Ich fragte mich noch, ob es eine gute Idee sei, einen Neuling dafür zu nehmen, der die Leute und Strukturen ja gerade erst kennengelernt hatte. Die Gegenargumente aus der Crew waren so einfach wie überzeugend: 1. Wie sollen sonst Neupiraten die Strukturen kennenlernen und Verantwortung übernehmen, wenn niemand ihnen Aufgaben und Herausforderungen gibt? 2. Du kannst hier nichts kaputtmachen, was wir nicht gemeinsam wieder fixen können. 3. Mach es einfach.

Und so wurde ich ins kalte Wasser geworfen. Etwas Besseres hätte mir nicht passieren können. Ich arbeitete mich rein, las mich ein und nahm intensiver an den Debatten teil, als ich es mir nach so kurzer Zeit vorstellen konnte. Noch etwas fiel mir später auf: Ich war von allen schon lange als Pirat akzeptiert, integriert und aktiviert, da hatte ich mir selbst es noch gar nicht bewusst gemacht.

Zusammenarbeit

Dann kamen die ersten Versammlungen. Die gemütlichen Gebietsversammlungen waren ein überschaubarer Anfang. Ein absolut überzeugendes Erlebnis war aber die erste Landesmitgliederversammlung, an der ich teilnahm. Ich kam zur Tür hinein und gleich hieß es wieder: "Gut, dass du da bist. Willst du helfen?" Also half ich, wo ich konnte.

Wieder lernte ich etwas. Piraten können noch so verschieden sein, sie können ziemlich viel auf die Beine stellen. Sie kriegen es irgendwie hin, funktionierendes Internet für alle zu stemmen. Auch wenn sie es selbst als wackelig bezeichnen, ich war auf anderen Großveranstaltungen, wo so etwas ein aussichtsloses Unterfangen war. Ein Squad machte günstiges Essen für alle, während andere die Bildregie machen. Bildregie? Ja, es gab zwei verschiedene Säle, die in ständiger Verbindung standen. Einfach so, weil es geht. Und noch viel mehr.

Sah ich noch genauer hin, waren das aber auch noch Piratinnen und Piraten, bei denen ich mir sicher war, sie hatten bis gerade eben noch auf verschiedenen Kanälen das mit diesem Flügelstreit ausgefochten. Auf unterschiedlichen Seiten der Fronten. Da waren sie nun aber und reichten sich LAN-Kabel, machten Technik klar oder diskutierten Anträge. Ja, sie machten nicht nur Orga und Struktur, sie machten Inhalte. So wurde in größtenteils völlig entspannter und konzentrierter Arbeitsatmosphäre nicht nur ein neuer Landesvorstand gewählt, sondern auch das meiner Meinung nach größte und beste demokratische Experiment der letzten Jahrzehnte wurde beschlossen: die SMV. Und noch viel mehr.

Ebenso war auch die Gebietsversammlung in Friedrichshain-Kreuzberg am letzten Wochenende ein starkes Symbol für mich. Sie wurde organisiert von einer Crew, die neu ist. So neu wie viele der Piraten in der Crew. Am Ende haben sie eine tolle Versammlung gestemmt. Weil es geht, wenn Menschen sich reinhängen. Und wieder wurde miteinander gearbeitet, wenn beispielsweise aus einem inhaltlich guten, aber formal dürftigen Antrag innerhalb kurzer Zeit drei gute Alternativen entstehen. Alles möglich.

Wohin ich sehe, ich sehe Piraten, die miteinander arbeiten und Dinge bewegen, ja, sogar diese ominöse Sache mit der Politik gut raushaben.

Vertrauen

Wie gesagt, gestern nach der Fraktionssitzung saßen wir noch beisammen. Für mich war es eine besondere Sitzung. Es war die Sitzung, in der ich — wie auch zwei andere Piraten — offiziell Teil der Fraktionsversammlung wurde.

Ich war schon vorher bei Sitzungen der Fraktion. Als Gast musste ich mich mit aller Macht an die Freundlichkeit, Offenheit und Beteiligung dort gewöhnen. Erst einmal wurden mir Stimmkarten in die Hand gegeben, ich wollte sie intuitiv zurückgeben, da ich einen Irrtum vermutete. Aber nein, ganz dem Prinzip der Mitmachpartei verschrieben erhalten alle bei Fraktionssitzungen Stimmkarten. Es zählen zwar bei Abstimmungen nur die Karten der Fraktionsmitglieder, aber die Beteiligung der Gäste wird als Meinungsbild gewertet, ernstgenommen und bei Bedarf selbstverständlich thematisiert. Vor mir lagen also von Beginn an drei laminierte Karten in rot, gelb und grün. Sie bedeuteten, dass meine Meinung hier etwas wert ist, dass sie willkommen ist.

Seit gestern zählen diese Karten sogar etwas mehr, denn die Fraktion hat den Vorschlag der Gebietsversammlung angenommen und mich in die Fraktionsversammlung aufgenommen. Und auch das ist alles andere als Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Willkommenskultur in der Fraktion und bei den Piraten, denen ich begegnete. Ich wollte es langsam angehen, mich nicht aufdrängen, doch aber Hilfe und Unterstützung anbieten, wo es mir möglich ist. Und selten habe ich erlebt, dass mir für diese Einstellung so viel Dankbarkeit und Ermutigung entgegengebracht wurde. Der Eindruck war klar: Meine Meinung wird geschätzt. Auch meine Einsatzbereitschaft. Und es war auch klar, dass ich als Neupirat noch nicht alle Kompetenzen und Kenntnisse über die Prozesse mitbringen könne. Doch es wurde sofort deutlich, wie sehr mir zugetraut wurde, mir das alles schon aneignen zu können. Denn jede Hilfe und Unterstützung, die ich leisten kann, ist schon etwas. Allein aus diesem Grund war es gestern ein besonderer Tag für mich Neupirat: Politische Arbeit und Beteiligung als Pirat wurden wieder mal schneller konkret, als ich es mir hätte vorstellen können. Und mir wird noch immer von allen Seiten das Vertrauen eingeimpft, meinen Teil zur richtig guten Arbeit dieser Fraktion beitragen zu können.

Probiert es aus, Vertrauen fühlt sich richtig gut an und ist ein ziemlich starker sozialer Motor. Dafür bin ich dankbar.

Diversität

Ich bin nicht so naiv, wie das vielleicht bislang klingt. Ich sehe auch, nicht alles ist rosig. Hier sind Menschen am Werk, also sind auch Reibungspunkte und Konflikte auf verschiedenen Ebenen vorhanden. Und am Ende des Tages ist es auch vor allem Arbeit. Ich will und werde aber keine Karteileiche sein, also ist Arbeit Teil meines Plans. Harte Arbeit ist genau das, was ich erlebt habe. Arbeit von und mit diversen Menschen. Ich mache mir nichts vor, die Fraktionen, die Crews, die Bezirke, sie alle sind verschieden. Dieser Landesverband ist nicht homogen, die ganze Partei ist es nicht. Muss sie doch auch gar nicht sein.

Ich will auch nicht den Fehler machen, den ich gestern angesprochen habe, mir diese Partei sprachlich und mental anzueignen, Besitz von ihr zu ergreifen, um damit den Weg zur eigenen Frustration zu pflastern. Es ist nicht meine Partei, sie gehört mir nicht, ich suche mir aber bewusst die Teile, die meinen Kenntnissen und Interessen liegen. Ich habe ein Auge auf die anderen Teile, die ich vernachlässigen muss, und ich trage dazu bei, die Konturen dieser Partei inhaltlich, ideell und, ja, ideologisch mit Leben zu füllen. Ich begegnete Menschen, die anderer Meinung waren, aber wie ich an offenem und ehrlichem Austausch interessiert sind, um gemeinsame Wege zu gehen.

All meine Erfahrungen im persönlichen Kontakt überstrahlen jedes Gate. Die Rauschwaden sind allerhöchstens ein schwacher Dunst. Lautstärke ist nicht alles, nicht mal wirklich wichtig. Die Verschiedenheit ist es aber, gerade wenn sie als Stärke interpretiert wird. Denn eine Partei benötigt nicht eine einzige Stimme, mit der sie spricht. Und wo verschiedene Meinungen sind, muss nicht Wirrwarr entstehen, sondern einfach Diskurs. So habe ich es hier persönlich erlebt, so leben es mir die Piraten im Alltag vor. All die Linken, die Liberalen, die Freifunker, die Queers, die Antifas, die Kernies, die Feministinnen, die Alten, die Jungen, die Datenschützer und wer oder was sie nicht alle sind. Alle sind vielschichtige und fast alle tolerante Menschen mit dennoch großen Gemeinsamkeiten und tollen politischen Ideen, selbst wenn ich sie nicht sofort teile.

Ich nehme mir die toleranten Piraten zum Vorbild. Wenn ich mal groß bin, will ich so sein wie sie.

Erkenntnis

Seit fünf Monaten bin ich Pirat. Ich lese Twitter, ich höre Mumble. Allein, ich kann es nicht glauben. Außerhalb davon, in direkter Interaktion, bereue ich meinen Eintritt überhaupt nicht. Alles andere als das. Auch ich ärgere mich, habe Unverständnis, bin manchmal bis zur Verunsicherung irritiert. Dann gehe ich unter Piraten außerhalb der enthemmten Medien und vieles davon löst sich sofort auf. Über den Rest diskutieren wir leidenschaftlich, hitzig, meist fair.

Das kann nicht nur mir so gehen. Denn ich habe eines gelernt in meiner kurzen Zeit als Pirat: Wir verstehen viel von technischen Netzwerken und akzeptieren deren Schwächen, arbeiten mit und an ihnen; wir haben aber noch nicht gut genug realisiert, was für ein gutes soziales Netzwerk wir eigentlich sind. Und wie gut und noch besser dies sein kann. Wir sollten auch dessen Schwächen akzeptieren und an ihnen arbeiten. Ich habe dieses soziale Netzwerk namens Piratenpartei erlebt. Es funktioniert aus meiner Sicht sogar trotz allem, kaum zu fassen. Deshalb habe ich eben dieses Wort benutzt, das mir in meiner bisherigen Zeit vorgelebt wurde, wenn es ernsthaft um Politik ging: Wir.

18 thoughts on “Wie konnte ich nur gerade jetzt in die Piratenpartei eintreten?

  1. Danke für diesen wunderbaren Post, der mir schon vor dem Frühstück ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat! 🙂

    Genau so erlebe ich die Arbeit mit „meinen“ Piraten vor Ort auch – und das schon seit 2009.

  2. Ich habe in Münster (Westf.) sehr ähnliche Erfahrungen gemacht und aus den Gründen auch seit 2009 im Maximum meiner Zeit dabei. Die Piraten sind sicher nicht perfekt, in der Außenkommunikation gehen sie zu oft davon aus, dass man sie schon richtig verstehen werde – was in der Regel nach Hinten losgeht. ABER: Wenn die ‚Etablierten‘ so offen und ehrlich eine aktive Bürgerpolitik machen würden … bräuchte es uns nicht. Aktuell werden wir aber mehr den je gebraucht. Und es ist wirklich ein cooles Gefühl, mit ebenfalls motivierten Menschen etwas Gemeinsames und Wichtiges auf die Beine zu stellen, das über Eigennutz deutlich hinaus geht.

  3. na dann viel spass beim reiten des toten pferds und viel vergnügen in den reihen der „Linken, die Liberalen, die Freifunker, die Queers, die Antifas, die Kernies, die Feministinnen“. das sind die jenigen, die für den status quo der partei verantwortlich sind.

  4. Du bist sehr schnell u.begeistert zum Insider geworden und auch ich sehe die Vielen, die kreativ und gut arbeiten.
    Die Sicht von „Außen“ – ob neutral, böse oder verständnisvoll – ist aber eine ganz andere.
    In kleinen Kommunen, wo erlebbar gute Arbeit gemacht wird,oder im Großen, die Wähler – oder einfach nur die Menschen im Land – merken, dass wir nicht leben, was wir fordern.
    Da ist das undifferenzierte *WIR, das wir als Partei nun einmal sind.
    Die Presse schreibt das äußerlich Sichtbare, das was wir ‚darstellen‘ und der Eindruck von einst: Aufbruch, Ändern, ist längst verblasst.
    Wir werden nicht von mehr als gerade noch knapp 2% gewählt!
    Ich bin ein Optimist: Wir können das beenden.
    Dafür müssen wir aber mehr tun bzw.lassen!
    Wer immer es ist, die Hetzer, die Schreihälse, die Aufpeitscher mit der Gefolgschaft aus politisch Ungebildeten, sie schaden uns mehr als die Anderen wieder reparieren können.
    Ich gehöre nicht zu jenen, die gleich so genau wissen, dass es Gute und Böse gibt.
    Ich glaube eher, dass das Umsichschmeißen mit nie hinterfragten Begriffen mehr kaputt macht.
    Ich wünsche dir, dass du dazu beitragen kannst, diese Luft-getränkt von Verleumbdungen u.Unterstellungen – zu reinigen.
    Gemeinsam könnten wir wieder stark sein.
    Ich freue mich, dich irgendwann kennen zu lernen.
    LG.Samy

    1. Danke dir. Wie gesagt, ich halte die Galle und das Gift, das wenige spucken, für übertrieben und überrepräsentiert. Wir müssen nach außen auch zeigen, dass es mehr als das gibt. Deswegen mein Artikel. Was bleibt uns sonst übrig?

      Ich mache Politik nicht für mein Ego allein. Wenn ich Ziele erreiche und die Presse trotzdem nur über Selbstzerfleischung schreibt, dann ist das eben so. Schade. Solange ich das Ziel erreiche, ist das wichtiger. Auf Fremdwahrnehmung bleibt unser aller Einfluss halt gering. Ist so, ändert sich nicht, wenn wir lamentieren.

      Deswegen schlage ich mich zu den Optimisten. Würde mich auch über ein Treffen freuen. 😀

  5. Ja, ich gebe dir Recht… genauso ist es. ich bin seit 2009 Pirat, habe das Glück hier im Kreis Unna genauso arbeiten zu können. Klar gibt es auch intern immer mal wieder Störfeuer von Einzelnen, aber bisher sind die nie geblieben. ansonsten viel Arbeit, gerade jetzt vor der Kommunalwahl, manchmal Frust, und meistens das Gefühl politisch auch was zu bewegen. Seit 2009 gabs immer das eine oder andere Gate *schulterzuck*, hat mich in meiner Arbeit aber nie ernsthaft tangiert.

  6. Das ist alles schön und gut, aber doch nur durch die Brille eines Insiders gesehen. Ich habe leider nicht die Zeit und inzwischen auch nicht mehr die Lust, mich zu engagieren und bin damit Teil von >95% der Gesellschaft. Doch unterscheidet mich, dass es mir wichtig ist, was mit unserem Land geschieht. Deshalb bin ich eine ganze Weile auch Sympathisant der Piraten gewesen. Wenn Ihr es aber nicht einmal schafft, mich, der ich mir jeden Blog, jeden Artikel und jeden Bericht von und über Euch durchlese, zu überzeugen, wie wollt Ihr dann Akzeptanz bei der breiten Bevölkerung finden? Da nützen schöne Worte eines einzelnen Insiders herzlich wenig. Die Bevölkerung nimmt nur wahr, was plakativ und einfach zu verstehen ist, und Negativschlagzeilen sind meist beides. Vor zwei Jahren wäre ich beinahe mal Mitglied geworden, doch ich weiß genau, dass ich mich nur geärgert hätte. Denn solange die Piraten in ihrer eigenen Welt leben – und davon zeugt in meinen Augen auch dieser Blog – wird ihnen die breite Akzeptanz verwehrt bleiben. Denn ich sehe die Welt zunächst aus der Sicht des Normalbürgers, und den erreicht Ihr nicht, indem Ihr nur davon sprecht, wie toll es doch bei den Piraten ist. Sorry für den Roman, aber das war mir jetzt einfach mal ein Bedürfnis ;-).

    1. Du musst dich für Romane nicht entschuldigen. 😉
      Wie beschrieben, es ist anders, als man denkt. Ich stehe dir gerne Rede und Antwort, wenn du Fragen hast. Überzeugungsarbeit ist hart und Zerstörung einfacher, ich habe aber gesehen, wie wir etwas aufbauen. Auch wenn es dauert, ich glaube, wir werden nur so langfristig überzeugen können.

  7. Daaaanke, dein Beitrag ist mir mehr wert als die vielen die nur auf eine Gelegenheit gewartet haben auszutreten weil sie keine Chance mehr auf Mandate haben. Wie war das noch eintreten in eine Partei weil man meint bei den Bayern zu sein und doch nur bei der Hertha oder dem FCK spielt… aber wir lieben die Kleinen 😉

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