Serienstarts in den USA im Herbst 2011: Meh, könnte aber doch was dabei sein.

Meh

Wie auch immer, letzte Woche waren die Serien dran, denen ich nicht einmal im Ansatz etwas abgewinnen konnte. Diese Woche also die Serien, die mich reizen könnten – aus irgendeinem Grund dann doch nicht völlig begeistert warten lassen.

 

2 Broke Girls: (CBS): Und noch einmal Comedy. Dazu lässt sich fast dasselbe sagen, wie zu Free Agents. Nur dieses Mal ist das einzige, halbwegs bekannte Gesicht Kat Dennings. Talent ist ihr nicht völlig abzusprechen, doch schauen wir doch auch hier auf die Synopse:

Set in the New York Cityborough of Brooklyn, the series chronicles the lives of two waitresses in their twenties—Max (Kat Dennings), who comes from a poor working-class family (and works an additional job as a nanny to a Manhattan socialite), and Caroline (Beth Behrs), who was born rich but is now disgraced and penniless due to her father being caught operating a Bernard Madoff-esque Ponzi scheme—working together at a Brooklyn restaurant. The two become fast friends and build their dream of one day opening a cupcake shop (for which they need to raise $250,000), although they can barely afford anything with the pay they receive at work, and must continually find ways to make ends meet. Among those working with them at the restaurant are their boss, Han Lee (Matthew Moy); Oleg (Jonathan Kite), an upbeat Russian cook; and Earl (Garrett Morris), the cashier. At the end of each episode, a tally shows how much of the $250,000 goal they have earned so far.

Brauche ich nicht.

Enlightened (HBO): So nichtssagend wie diese Serie kam kaum eine in dieser Saison daher. Die Beschreibungen auf Wikipedia sind ja nun nicht dafür bekannt, sehr lebendig zu sein. Aber diese hier lässt einen Zombie erwarten:

Enlightened follows the story of Amy Jellicoe, a self-destructive executive, who, after a very public breakdown and a subsequent philosophical awakening in rehabilitation, tries to get her life back together.

Grandios, da bleibt doch kein Auge trocken, wenn man das so liest. Warum ich dennoch etwas von der Serie für möglich halte, liegt an den Beteiligten. Allen voran Laura Dern und Luke Wilson könnten schon etwas Unterhaltsames schaffen.

Free Agents (NBC): Ein US-Remake einer völlig an mir vorübergegangenen britischen Comedy, die in Deutschland auf wohl ZDFneo lief. Hat jemand’s gesehen, hat’s jemanden interessiert? Es lief auf ZDFneo, wahrscheinlich also niemanden. Okay, was hat die US-Serie zu bieten? Hank Azaria. Nicht schlecht, aber ob das zugkräftig genug ist. Azaria als Lead? Könnte mich nicht daran erinnern, das schon einmal erlebt zu haben. Er ist sicherlich ein großartiger Nebendarsteller in vielen guten und auch miserablen Komödien. Seine Arbeit als Sprecher in den Simpsons ist über jeden Zweifel erhaben. Aber das reicht nicht, um mich zu locken. Reicht der Plot?

The series follows the lives of two public relations executives at an advertising firm set in Portland, Oregon: a recently divorced man (Hank Azaria) and a woman (Kathryn Hahn) trying to move on after the death of her fiance. They discover that they seem to have an attraction for each other, and have a drunken one-night stand, but try to stay professional at work, where their friends will do anything to get them to re-enter the dating scene.

Simple Antwort: Nope. Wüsste nicht, was ich daran finden sollte. Ich bin dann doch nicht der einzige, der nicht so richtig warm wurde mit dem Konzept. Irgendwo habe ich dann doch gehört, dass die Serie auch abgesetzt wurde.

Grimm (NBC): Was für ein Wortspiel. Selten so gelacht. Ein moderne Blick auf die Brüder Grimm, in den USA? Wer’s glaubt.

Set in present-day Portland, Oregon, the series puts a new twist on the stories of the Brothers Grimm in which a homicide detective learns that he is a descendent of a group of hunters known as „Grimms“, who fight to keep humanity safe from the supernatural creatures of the world. Upon learning of his destiny and that he is the last of his kind, he has to protect every living soul from the sinister storybook characters that have infiltrated the real world.

Da an der Serie auch Macher von Buffy beteiligt sind, kriegen sie einen schönen Vorschuss an Vertrauen auf einen trashigen Spaß. Diese Serie hätte aber auch schon letzte Woche vorgestellt werden können, da ich mir hier am wenigsten sicher war, was mich erwartet.

New Girl (FOX): Das ganze Konzept klingt nach Indie-Comedy-Fest, das vor Jahren wahrscheinlich alle hätte aufhorchen lassen: Und Zooey Deschanel ist dabei? Krass, die ist so niedlich. Deschanel hat sich tatsächlich in einer eigenen Nische des Quirky-Indie-Zuckerwatten-Plüsch-Ramsches eingerichtet. Ist es da ein gradueller Abstieg, dass sie es mit ihrer Masche nun im Fernsehen versucht?

The series stars Zooey Deschanel as Jessica „Jess“ Day, a well-liked, bubbly woman in her late 20s who is trying to get over her breakup with her boyfriend after he cheats on her. She eventually finds a new place to stay when she moves in with three single guys: Nick, a bartender; Schmidt, a professional and modern-day Casanova; and Coach, a former athlete turned trainer. Rounding out this unlikely bunch is Jessica’s street-smart model friend Cece. Together, this group of friends try to help Jess learn a lot about love, life and mostly about herself, while at the same time learn a lot about themselves.

Das ganze Unterfangen steht und fällt damit, wie die Macher ein geeignetes Umfeld um Deschanel herum aufbauen, in dem ihre Girlie-Tour ihre Stärken ausspielen kann – und die negativen Seiten nicht unangenehm auffallen. Ich neige dazu, eher nicht daran zu glauben, dass sich das Prinzip der Sendung auf Dauer halten kann. Dennoch bleibt es ein passabler Versuch.

Revenge (ABC): Eine TV-Adaption von Dumas‘ Graf von Monte Cristo. Ich werde schläfrig. Auch hier scheint nicht viel falsch zu sein, aber auch nicht viel richtig. Es ist das reine Bauchgefühl. Doch ist es aus betriebswirtschaftlicher Sicht clever, ein bekannter Stoff in neuem Gewand. Was mich dann doch aufhorchen lässt ist, dass man nicht auf die Historienschiene setzt, die derzeit im US-TV zu laufen scheint. Nein, hier wird es anscheinend in die Gegenwart verfrachtet und da zieht aus meiner Sicht der Ansatz des ausgefeilten, hinterlistigen Racheplans dann möglicherweise doch. Benefit of the doubt.

Ringer (CW): Sarah Michelle Gellar in einer Doppelrolle in einer Neo-Noir-Serie. Das Pendel kann in beide Richtungen schwingen, aber ich habe irgendwie doch eine gewisse Vorfreude darauf, mir mal anzuschauen, was diese Serie kann.

Twin sisters Bridget and Siobhan (both played by Gellar) have been estranged for the last six years and find that their lives are both unraveling at the same time. Bridget, a recovering addict and ex-stripper, is on the run from the mob after witnessing a murder. She flees to her twin sister Siobhan’s home. The sisters seem to be repairing their broken relationship until Siobhan mysteriously disappears overboard during a boat trip the sisters take together. Bridget soon discovers her sister’s seemingly perfect life is full of secrets after she is attacked in Siobhan’s future apartment.

Grimm hätte aus dieser Liste nach unten rutschen können, Ringer genauso gut auch nach oben. Ich weiß nicht, es kann extrem übel ausgehen, aber irgendetwas an dieser Serie klingt in meinen Ohren doch vielversprechend.

Terra Nova (FOX):

Terra Nova is an American science fiction drama television series that airs on Fox on Monday nights. It premiered September 26, 2011 with a two-hour episode. It follows the Shannon family as they go 85 million years into the past to save humanity.

Die Prämisse hört sich ja ganz gut an, doch kann ich nicht anders. Dieses Ding klingt für mich aufgrund der Köpfe hinter der Serie nun wirklich nicht prächtig. Steven Spielberg hat sich im SF-Bereich im TV nun wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert und Brannon Braga hat zwar durchaus ordentliche SF-Kost mit Star Trek Voyager und Entreprise abgeliefert. Aber das Desaster namens Fast Forward zeigte, Braga versteht sich darin, eine gute Prämisse in den Ruin zu treiben. Also, meine Erwartungshaltung ist gering.

 

Nächste Woche dann das Finale mit den aus meiner Sicht anstehenden Highlights dieser Saison.

 

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