Serienstarts in den USA im Herbst 2011: Will ich sehen

Herrje, sind das noch viele Serien, die ich hier vor mir habe. Als ich mit der Aufstellung der Serien begonnen hatte, war mein Eindruck, dieses Jahr wäre nicht viel los. Diese Ansicht muss ich anhand der verbliebenen Serien revidieren. Es ist zwar mit Sicherheit kein Muss dabei, das sich förmlich aufdrängt, wie im Vorjahr etwa The Walking Dead oder Boardwalk Empire. Auch wüsste ich nicht, was einen Geheimtipp darstellen könnte, wie das oft gelobte Community. Aber es versprechen doch eine stattliche Zahl von Serien, gute und bisweilen auch anspruchsvolle Serienkost zu werden. Rechnet man also die üblichen Versager und leeren Versprechungen raus, sollte diese Jahr doch mehr drin sein, als ich anfangs dachte. Deshalb gibt es heute auch zu jeder Serie einen passenden Trailer. Let’s go.

 

A Gifted Man (CBS)

A Gifted Man is an American television series about a talented but self-absorbed surgeon (Patrick Wilson) who starts questioning his purpose in life when he is visited by the spirit of his deceased ex-wife (Jennifer Ehle). [Wikipedia]

Was soll an dieser eigentlich ebenfalls recht nichtssagenden Voraussetzung so interessant sein? Ich weiß es nicht, aber mein Bauch sagt mir, dass bei dieser Serie etwas mehr drin sein könnte, als es zunächst scheint. Die Besetzung gefällt mir auf Anhieb. Und auch der ausführende Produzent, Jonathan Demme, deutet für mich auf eine mehr als nur gefällige Drama-Serie hin. Es könnte vom Tonfall her existenzialistischer werden, was durch aus nicht so falsch wäre. Ich verspreche mir viel davon, kann aber auch maßlos enttäuscht werden.

 

American Horror Story (FX)

American Horror Story is a horror-drama television series created and produced by Ryan Murphy and Brad Falchuk. The series centers on the Harmon family, Ben, Vivien and their daughter Violet, who move from Boston to Los Angeles after Ben has an affair and Vivien has a miscarriage. They move into a restored mansion, unaware that the home is haunted. [Wikipedia]

Eine gute Horror-Serie, die für ordentlich Schauer- und Gruselatmosphäre sorgt, kann gerne jedes Jahr dabei sein. Mit The Walking Dead setzte man letztes Jahr ja schon an. Ich würde mich freuen, wenn dieses Jahr eine Horror-Serie mit klassischem Ansatz für Spannung sorgt. Die obige Beschreibung enthält ja nun alle Versatzstücke des klassischen Horrors. Und Connie Britton muss man nach ihrer perfekten Leistung in Friday Night Lights ja nun jeden Erfolg gönnen.

 

Homeland (Showtime)

Homeland is an American psychological thriller television series developed by Howard Gordon and Alex Gansa, based on the Israeli series Hatufim (Prisoners of War) created by Gideon Raff. The series stars Claire Danes as Carrie Mathison, a CIA operations officer who has come to believe that an American Marine, who was held captive by Al-Qaeda as a prisoner of war, was turned by the enemy and now poses a significant risk to national security. [Wikipedia]

Claire Danes goes full circle. Wie hieß noch einmal diese seltsame Serie Ende der Neunziger mit ihr, in der Jared Leto ihr Serien- und unter den pubertierenden Zuschauerinnen allgemein zum Mädchenschwarm wurde. Jetzt also für Showtime – oder wie man diesen Sender nennen sollte: Dexter-Sender – in einer Serie, an der auch 24-Macher beteiligt sind. Dass man hier eigentlich nur ein leicht variiertes 24 mit Einlagen vom Manchurian Candidate serviert, drosselt meine Vorfreude. Aber nach der wirklich tollen ersten Staffel von 24 und dem rasanten Einstieg bei Prison Break, lechze ich nach einem ordentlichen Thriller. Homeland ist trotz aller Bedenken im Prinzip dennoch nah dran und bringt eigentlich alles mit. Also abwarten.

 

Once Upon a Time (ABC)

On the wedding day of Snow White (Ginnifer Goodwin), and Prince Charming (Joshua Dallas), the Evil Queen (Lana Parrilla) arrives and delivers an ominous threat about a powerful curse she intends to release upon them. Some time later, a pregnant Snow White is worried about the curse and visits Rumplestiltskin (Robert Carlyle) who issues a prophecy that the Queen’s curse will take them all someplace terrible where there will be no happy endings, except for her. He also reveals that Snow White’s unborn daughter, Emma, will return when she is 28 years old to rescue them, thus beginning the final battle with the Queen. On advice from the Blue Fairy, Geppetto (Tony Amendola) and Pinocchio fashion a cupboard from a magical tree which will allow one person to escape the Queen’s curse. On the day Snow White gives birth to her daughter, the Queen’s curse strikes. Prince Charming places their daughter in the magic cupboard, but is mortally wounded battling the Queen’s henchmen. The Queen stands triumphantly over Snow White and Prince Charming as the curse takes them to „someplace horrible“. [Wikipedia]

Ehrlich, danach geht es dann irgendwie in die Gegenwart. Grimm scheint ja noch so ein Versuch zu sein, mit Märchen zu punkten. Ich finde, diese Serie verspricht besser zu sein. Das ist der alleinige Grund, warum ich sie sehen will. Wenn ich daneben liege: sue me. Ist mir auch nicht so wichtig.

 

Pan Am (ABC)

Pan Am is a television series centered around the iconic airline Pan American World Airways during the early 1960s. The period drama, from writer Jack Orman (ER) and director Thomas Schlamme (The West Wing), has a storyline that begins in 1963 and focuses on the pilots and stewardesses working for the world-famous airline. [Wikipedia]

Und der diesjährige Preis für den potenziell besten Mad-Men-Klon geht an diese Serie. Das kann Gutes wie Schlechtes heißen. Ich glaube aber insgesamt an das Potenzial der Serie. ABC hat Lost gemacht und damit bewiesen, dass sie es Serienmachern erlauben, ihren Zuschauern etwas zuzutrauen, selbst wenn im Falle von Lost am Ende ein wenig mehr Stringenz doch besser gewesen wäre. Nimmt man auf der Produktionsseite das Personal dazu, kann das hier schon was sein. Zudem scheint es augenscheinlich zunächst auch nicht am Budget zu hapern.

 

Person of Interest (CBS)

Mr. Finch (Michael Emerson), a mysterious billionaire, has developed a computer program that predicts the identity of people connected to violent crimes that will take place in the future. However, the program has its limitations; for example, it does not transmit whether the person will be a victim, perpetrator, or witness, nor when or where the crime will take place. Unable to stop the crimes on his own, Finch hires John Reese (Jim Caviezel), a former Green Beret and CIA field officer who is presumed dead, to help stop the crimes from taking place. [Wikipedia]

Okay, das hier ist eigentlich eine sichere Wette. Die Serie kommt aus, sagen wir einfach mal, „Stall“ von Jim Abrams. Man kann von ihm halten, was man will, der Großteil der von ihm produzierten Serien ist immerhin tauglich bis großartig. Nimmt man noch den verkannten Bruder von Christopher Nolan hinzu, der aber immerhin an den meisten Drehbüchern der Filme seines Bruders beteiligt war, kann gar nicht mehr viel schiefgehen. Besetzung ist auch nicht ohne, zumal Abrams nach dem Ende von Lost noch immer an seine Gefährten denkt, weshalb Michael Emerson wohl feststand, bevor seine Rolle überhaupt klar umrissen war. Viele werden bei dem Plot an Minority Effect denken, mich erinnert es eher an diese süße Mittneunziger Serie Early Edition (hieß hier Allein gegen die Zukunft – ich weiß, ich fand’s niedlich) mit Kyle Chandler (das wird heute ein Friday-Night-Lights-Graduiertenkolleg, auch wenn Chandler, leider, nicht in Person of Interest mitspielt). Anscheinend legt es die Serie wohl auf klassische Serienkost an, weshalb wohl pro Folge jeweils ein Fall abgefrühstückt wird. Aber bei Abrams muss zwangsläufig ein übergeordneter Erzählfaden einfließen, der kann nicht anders, das ist doch seine Neurose.

 

Prime Suspect (NBC)

Prime Suspect is an American police procedural television drama series that premiered on NBC on September 22, 2011. It stars Maria Bello as Detective Jane Timoney. The series is a „re-imagining“ of the British series by the same name.The series was created by Lynda La Plante and was redeveloped by Alexandra Cunningham who also serves as executive producer and writer. Peter Berg serves as executive producer and director. [Wikipedia]

Okay, der Sender ist nun dafür bekannt, Serien häufiger abzuschießen, als im Friday Night Lights Football gespielt wird. Peter Berg als EP auch nicht gerade hervorragend, wenn man an seine Regiearbeit (Hancock, und in naher Zukunft, kein Scheiß Schiffe versenken – mit Aliens, haha!) denkt. Aber hat er nicht? Ja, er hat! Ich meine: Er hat, tada, Friday Night Lights produziert. Mittlerweile sollte man wissen, was das in meinen Augen wert ist. Oh, fast vergessen: Maria Bello. So oberflächlich, bin ich dann doch.

 

Up all night (NBC)

 The series follows Reagan (Christina Applegate), a producer on her best friend Ava’s (Maya Rudolph) talk show, and Chris (Will Arnett), Reagan’s supportive, stay-at-home husband, as they try to adjust to life with their new born baby Amy.  [Wikipedia]

Ich brauche etwas zum Lachen, diese Serie könnte es liefern. Da sehe ich gerne über Christina Applegate hinweg. Ist wie beim Quartett: Ein Will Arnett schlägt Applegate in allen Kategorien. Maya Rudolph ist auch witzig. Unterm Strich steht also ein Plus für Up All Night. Da der Ansatz mir ein wenig spießbürgerlich wirkt, ist es kein dickes Plus. Aber es ist eins.

 

Das war’s dann. Bleibt mir zum Abschied nur noch zu sagen: Friday Night Lights. Kann man nicht oft genug sagen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.