Data Visualization

Alles, was ich derzeit mache, kommt nur in inkrementellen Schritten voran. Da mache ich hier was mit Tierrecht. Na, da konnte ich wenigstens noch Synergien erzeugen, indem ich das jetzt auch an der Uni einbringe. Dann schreibe ich ja hier über allerlei Sachen. Mein kleines Projekt mit den Fernsehproduktionen etwa. Man erkennt ja schon an den Einträgen dort, dass ich täglich nicht immer viel Zeit dafür habe. Aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, es geht voran. Wenn ich dann noch an die ganzen Projekte denke, die ich Kopf habe oder in ganz frühen Phasen, dann müsste mir eigentlich schwindelig werden. Bei all dem Kuddelmuddel fiel mir auf, wäre es nicht eigentlich sinnvoll, mal zu schauen, womit sich denn die Daten, die alle auf mich einprasseln oder die ich erstelle, anschaulicher darstellen lassen. Gesagt, getan. Aber – das musste ja jetzt kommen – die Suche ist schon wieder nur in kleinen Schritten zu machen. Hier also mal der Suchprozess.

Wie heißt das eigentlich, was ich suche?

Ehrlich, ich hatte keine Ahnung. Ich fing an mit simplen und naiven suchen zu Stichworten wie Design, Information, Grafik, Software. So allgemein, wie das ist, konnte dabei nicht viel rauskommen. Also noch weiter im Netz rumgestochert, bis ich auf die Idee kam, die Suche einzugrenzen, indem ich die Begriffe nicht gleich über dem Netz ausgieße. Es reicht doch schon in der Wikipedia. Und siehe da, es fiel mir auf, was ich suche: Data Visualization oder auch Information Visualization. Na, das war doch schon mal was. Füttere ich doch mal Google damit. Was kommt raus?

Was gibt es denn so, wenn man nur mal kurz nach Data oder Information Visualization sucht?

Wie immer, wenn man mit so breiten Stichworten sucht, immer noch viel Schrott. Aber es blieb auch schon einiges hängen. Wie etwa eine schöne Seite, auf der man allerlei allgemeine Informationen, aber auch schon unter Tools viele schöne Anwendungen findet. Hey, dachte ich mir, das fängt ja doch langsam an mit den anständigen Seiten. Fröhlich weiter gesucht, stand ich bald bei vuvox auf der Matte, das ist jetzt wahrscheinlich nicht das, was man unter Information Visualization versteht, aber eine schöne Seite, um sehr anständige Präsentationen zu erstellen, womit man also auch Informationen schön aufbereiten können sollte. Dann der Kracher aus meiner Sicht. Warum hatte ich die Suche eigentlich nicht noch nach Open-Source eingeschränkt. Irgendwo muss man ja anfangen. Die Simile Widgets tauchten auf. Da ist das grundlegende Rüstzeug da, um Informationen visuell aufzubereiten. Etwa Timeline, Timeplots und auch ein schönes Menü kann man erstellen, das so ähnlich funktioniert, wie die Albumansicht in Media Playern. Aber ich war noch nicht befriedigt. Was gibt es denn noch? Many Eyes! Großartiges Zeug, in das IBM wohl mal ein wenig Zeit gesteckt hat. Und noch mehr? Wie wäre es mit Gapminder? Das ist jetzt auch Desktop-Software. Die anderen bauten mehr auf Netztechniken und -anwendungen auf. Immer her damit. Aber, ich merkte schon, das war nur ein Ausschnitt aus dem reichen Schatz an Tools, den das Internet nun immer freigiebiger preisgab.

Was ist denn das mit diesen Timelines?

Schaue ich doch einfach mal nach Timelines. Dann gibt es vielleicht doch mehr Konturen. Denkste! Die Suchergebnisse quollen über. Die ganzen Freemium-Webapps sind nicht mein Fall, was will ich denn drei Timelines erstellen können, um dann für weitere zahlen zu müssen. Dipity und Tiki Toki sehen zwar toll aus und lassen sich sicherlich auch schön anpassen, aber ich habe ja schon geschrieben, dass ich bei solchen Dingen mit Freemium nicht klarkomme. Aber die Simile Timeline taugt doch auch schon. Die ist zwar bei weitem nicht so hübsch anzuschauen, aber ich kann damit machen, was ich will. Also auch ohne Probleme in eigene Projekte einbinden. Für WordPress gibt es sogar schöne Plugins, von denen WP Simile Timeline nur eines ist. Da kann man aber auch gleich eine ausführliche Timeline in WordPress selbst aufsetzen. Und als ich mir alles so ansah, was da alleine schon im Bereich des Open-Source kreuchte und fleuchte, fiel mir wieder auf, dass ich an die basale Möglichkeit nicht gedacht hatte, einfach nur Daten irgendwie in HTML abzubilden, um das dann in CSS einfach nur aufzuhübschen. Für Tabellen sollte das ein Kinderspiel sein. Aha, war klar. Und Inspiration findet sich überall, um auch was in CSS machen zu können. Hier, oder hier.

Was kam also heraus?

Neben Kopfschmerzen? Und der Erkenntnis, dass es immer mehr gibt, als man finden will? Jede Menge gute Ansätze. Man kann also damit rechnen, dass ich irgendwann anfangen werde, alles – und ich meine ALLES! – zu visualisieren. Selbst dort, wo es nichts nützt. Auch wenn ich es nicht kann, als nur Dreck dabei rauskommt – optisch, ästhetisch wie inhaltlich. Ich hänge mich dahinter. Mit kleinen Schritten.

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