Linkgebliebenes 11

Der goldene Preis für allgemeine Großartigkeit geht an: Connie Britton.

Ein Pokal für die abstruseste Fleißarbeit an: Pornographiestudien.

Die andere Seite der Ausbeutungsgedenkmedaille gibt es in Sachen Amazon, die Dokumentation und die ganze Wahrheit.

Die Auszeichnung mit der bleiernen Budgetschere geht an die Sendungen mit originellsten Produktionsbedingungen für Kandidatinnen und Kandidaten.

Die goldenen Pferdehufe für das reinste Gewissen gehen an alle fleischverzehrenden Menschen der Republik.

Für die traurigste Nachricht geht die gläserne Träne an 1UP, die nicht immer die beste Gamingseite waren, aber zu den ambitioniertesten gehörten, und nun nach zähem Ringen nicht mehr sind.

Daher und weil es allmählich wirklich überfällig war, wird Deutschland endgültig zur Expertokratie, wenn wir uns alle selbst unseren Doktorgrad verleihen.

Die Wrintheit: Fragen-Buffer-Overflow

Da geht sie hin, diese chaotische, manchmal ärgerliche, aber immer unterhaltsame Antworten-Revue auf Fragen aus der immer ferner liegenden Vergangenheit. Nicolas, der feine Herr Semak, begründet das wie folgt:

[…] doch letztlich erreichten uns auch Fragen zu Themen, über die man lieber erstmal nachdenkt, bevor man seine Meinung hierzu öffentlich verbreitet. Es fällt mir schwer im Moment einer spontanen Aufnahme immer zu wissen, dass alles was ich zu einem Thema sage, theoretisch für jeden hörbar archiviert im Internet bereit steht.

Keine Kapitulation vor den Fragen, nur vor den Umständen der Beantwortung. Nachvollziehbar, und doch wurde genau dafür der meines Wissens rechtlich völlig unzweifelhafte Terminus der Wrintheit entwickelt, die eigene Position von Beginn an als spontane Reaktion – bestenfalls in Abwesenheit von Sach- und Fachkenntnis – zu kennzeichnen. Es hätte so schön bleiben können, dann war es eben schön. Schade trotzdem. Heißt aber auch, dass diese Format wieder zu haben ist, oder?