Probleme der In-Game-Moral

Es ist aufgrund der zunehmenden Komplexität von Computerspielen nicht verwunderlich, dass einige Genres auch versuchen, die Handlungen von Spielern in der Spielwelt selbst als nicht losgelöste Entscheidungen darzustellen. Oftmals wird sogar versucht, direkte Aussagen in Form von Ruhm, Verruf und Ansehen zu erfassen, um die dargestellte Welt lebendiger sowie die Spieler nicht von ihr getrennt abzubilden. Allerdings hat die Umsetzung bisher ein gewaltiges Problem, dass mir im Fall einer Quest bei Fallout: New Vegas aufgefallen ist, der aber auch auf die meisten vergleichbaren Situationen in der überwiegenden Mehrheit der Spiele übertragen kann. Das Problem besteht besonders darin, dass Spiele aus naheliegenden Gründen Möglichkeiten bieten, den Spielstand sichern und wieder laden zu können. Diese Wahlmöglichkeit degradiert potenziell moralische Fragen in der Spielwelt auf reine Abwägungsprozesse, die eher den homo oeconomicus ansprechen, als dass Entscheidungen und ihre Wirkungen als moralisch problematisch erkannt werden (können). Weiterlesen