Spendee: Farbenprächtiges Haushaltsbuch

Mich bringt Spendee in die Bredouille, mich wohl von dem ebenfalls tollen Next zu verabschieden. Next ist eine tolle App, die sich in der letzten Zeit noch deutlich verbessert hat. Für Spendee spricht eine Menge an kleinen Punkten, die für mich den Ausschlag geben.

Einzig beim Erfassen einer Ausgabe ist Next einen Klick schneller, denn in Spendee muss ich erst den Betrag bestätigen, bevor ich ihn einer Kategorie zuordnen kann. Danach hat aber Spendee die Nase vorn. Wie auch in Next kann ich die Ausgabe mit Notizen versehen, zudem aber noch wiederkehrende Ausgaben und Erinnerungen anlegen. Im Zweifel kann ich auch noch ein Bild anhängen, sofern ich mir davon einen Nutzen verspreche. Da ich auch noch Einnahmen in eigenen Kategorien erfassen und planen kann, ist Spendee besser als umfassendes Haushaltsbuch geeignet.

Vor allem bestechen Spendees Auswertungen. Diese lassen sich deutlich einfacher skalieren und geben dann auch noch gut gestaffelt Auskunft, wohin mein Geld im gewählten Zeitraum fließt. Spendee stellt auch gleich einen Vergleich mit dem Vormonat an oder stellt die teuersten Ausgaben heraus. Die Daten sind übersichtlich und hübsch dargestellt, wobei ich sagen muss, dass in diesem Falle das Auge mit spart. Next ist keinesfalls ein Schmerz in den Augen, Spendee ist aber noch gefälliger in seinen feinen Farben und flachen Formen.

Einer der wichtigsten Punkte ist eine Exportfunktion für meine Daten, damit sie auch wirklich meine sind. Next hätte ich die Daten umständlich aus dem Verzeichnis reißen müssen. Spendee verwöhnt mich mit einem bequemen Export per Mail oder Google Drive, bei dem ich zwischen einem Excel- oder CSV-Format entscheiden kann. Hinzu kommt eine Sicherung in iCloud, die ich nicht nutze, anderen aber vielleicht doch willkommen ist.

Spendee hat also alle Stärken von Next, setzt aber noch deutlich an Funktionalität obendrauf. Lediglich bei den Kategorien hätte ich mir. och mehr Freiheit gewünscht. Im Gegensatz zu Next kann ich den meisten Kategorien auch einen eigenen Titel geben, wobei die Standardkategorien nicht änderbar und auch noch auf Englisch sind. Das ist zwar noch immer flexibler als in Next, kommt mir aber immer noch etwas stur vor.

Es fiel mir also doch nicht so schwer, Spendee den Vorzug zu geben, selbst wenn Next eine tolle App bleibt. Spendee ist noch immer einfach genug, fährt aber noch mehr sinnvolle Funktionen auf, mit denen ich doch deutlich besser die Kontrolle meiner Einnahmen und Ausgaben vornehmen kann.

Next – Expense Tracking

Meine kleine App-Perle der Woche ist mal wieder aus der Kategorie Nützliches für den Alltag. Mit wird von einigen Stimmen immer wieder eingetrichtert, mal genauer anzuschauen, wo ich denn mein Geld so versickern lasse. Ich schaue keine Person konkret an, die mir ins Gewissen redet, gebe also schlicht bekannt, mir Next – Expense Tracking zugelegt zu haben.

Next geht von der mit absolut sympathischen Annahme aus, dass es reichen sollte, nur grobe Kategorien zu haben, für diese Werte einzutragen und sich dann wieder ums Leben zu kümmern. Bis auf eine einfache, aber übersichtliche Auswertung über Wochen, Monate oder Jahre bietet die App keine weitere Ablenkung von dem Ziel, eine Ausgabenübersicht zu haben. Next ist kein Haushaltsbuch und auch keine Budgetverwaltung, Next dpart sich sogar die Worte. Die Kategorien sind lediglich Buttons mit ikonographischen Darstellungen, die frei umherbewegt werden können.

Wie gesagt, mir ist dieser Ansatz zutiefst sympathisch, da diese Ausgabenkontrolle mir so wenig wie möglich in die Parade fährt. Ausgaben zu erfassen ist so einfach geworden, denn die App startet immer in die Kategorienübersicht, kein Splash-Screen hält vom eigentlichen Ziel ab. Nach ein paar Sekunden habe ich eine Summe verbucht und kann mich wieder wichtigeren Dingen zuwenden.

Mag sein, dass es einigen Leuten deutlich zu unterkomplex ist, denn auch mir fällt mitunter schwer zu unterscheiden, welche Kategorien ich für welche Kostenarten verwende. Das wäre dann auch schon meine einzige, zaghafte Klage; ansonsten fehlt mir nur eine Möglichkeit zum Export der Daten zum absoluten Glück. Nicht weil ich den Export zwingend brauche, aber doch, weil ich es für einen guten Umgang halte, mit meinen Daten machen zu können, was ich will.