Mighty Dungeons: Helden-Queste

Ein inoffizielles HeroQuest ist es, dieses Mighty Dungeons. Womit schon wieder einmal die Nostalgie zum Antrieb wurde, das Spiel anzugehen. Tage dürften es sein, die ich in meiner Jugend in dem Brettspiel versenkt habe. Das Prinzip der denkbar einfachsten Variante von D&D: Figur durch einen auf dem Spielbrett dargestellten Dungeon jagen, alles vernichten, dann Schätze bergen.

So spielt sich das Spiel auch. Durch unzählige Quests geht es nur mit Waffengewalt. Wegen einer für Mobilspiele vergleichsweise großen Vielzahl von Ausrüstungsgegenständen macht das richtig Spaß. Ein ausgereiftes Kampfsystem oder mehr als die allernötigsten Rollenspielelemente sind nicht zu erwarten. Dennoch, Mighty Dungeon macht auf seine stumpfe Weise Spaß. Wie das Brettspiel, so der inoffizielle Verwandte. Wäre da nicht ein monströser Crash gewesen, der alle meine Spielstände vernichtete, würde ich es heute noch spielen.

Dominion: Muahahaha

Gewisse Bedenken kommen bei dem Szenario auf, denn es ist einerseits abstrahierte Menschenverachtung. Aber das ficht mich nicht an, dann strebe ich eben nach Weltherrschaft. Im Spiel, alles nur ein Spiel. Dominion ist ein Klon des Brettspiel-Klassikers Risiko, ist aber eine Spur komplexer.

Das Prinzip ist aber dasselbe. Armeen über eine Karte verschieben, fremde Länder einnehmen bis das Ziel erreicht ist. In der Basisvariante ist es die Weltherrschaft oder ein Kontinent. Dominion verfügt über eine Vielzahl an Karten, die strategisch gewisse Eigenarten haben, das Spielprinzip bleibt gleich. Anders im Modus für Fortgeschrittene, denn da gibt es zufällige Zielvorgaben. Das verlangt schon etwas mehr Planung im Wettstreit mit den sehr ordentlichen KIs oder online gegen menschliche Gegner.

Vor allem die vielen Optionen, die vor Spielbeginn gewählt werden können, machen Dominion aus. Die etwas in die Jahre gekommene Spielmechanik ist entstaubt, auftrumpfen kann sie nicht mehr. Gute Grafik oder Musik ist auch nicht zu erwarten, lediglich ein gut umgesetztes Spiel für kurze Zugfahrten oder Pausen.

Bild: iTunes

Ticket to Ride Pocket

Großartig, Ticket to Ride Pocket ist heute kostenlos für iOS zu haben. Lost Cities frisst mir noch die Zeit weg, hat mich aber auf einige weitere Brett- und Kartenspiele gebracht, die auf Smartphones ebenfalls Spaß machen könnten. Ticket to Ride Pocket stand seit letzter Woche weit oben auf meiner Liste. Das Thema von Ticket to Ride Pocket hat in diesem Fall wesentlich mehr mit der Spielausrichtung zu tun, als es bei Lost Cities der Fall ist. Auf der Karte der USA mit ihren Städten müssen die Spielerinnen und Spieler möglichst lange Wegstrecken verbinden, dabei gibt es einen Bonus für das Erreichen von Zielkarten.

Einfacher als dieses Regelwerk geht es eigentlich nicht. Binnen kürzester Zeit werden im ersten Anlauf schon Bahnlinien gegen den Computer erstellt. Die Punktehatz ist gerade wegen der einfachen Spielweise motivierend. Bevor es auffällt, ist nach dem Ende einer Spielsitzung schon wieder eine neue begonnen.

Dennoch zeigt das Spiel alle Anzeichen einer feinen Mechanik, in der viele Kniffe zu entdecken sind. In bester Brettspiel-Manier werden die Lösungswege und Strategie im Laufe der Zeit ausgefeilter werden. Im Gegensatz zum großartigen Lost Cities hat dieses Spiel noch mehr Online- wie Offline-Mehrspielervarianten zu bieten. Nicht nur ein asynchroner Modus über das Game Center ist drin, es kann auch über mehrere Apps im selben Netzwerk oder, wenn gar nichts geht, rundenbasiert an einem einzigen Gerät gespielt werden.

Titel: Ticket to Ride Pocket
Hersteller: Days of Wonder
Jahr: 2011
Genre: Brettspiel
Plattform: iOS
Version: 1.2