Diet Diary Calories: Quantified Speck

Vor einiger Zeit habe ich mir das Rauchen abgewöhnt. Es ist immerhin so viel Zeit vergangen, dass ich behaupten kann, nicht nur vorübergehend aufgehört zu haben. Es musste sein. Deswegen hatte ich keine der gängigen Suchtausreden gelten lassen. Zu den bescheuertsten, aber doch irgendwie plausibel erscheinenden Gründen, nicht mit dem Rauchen aufzuhören, zählt ja die Sorge um das Gewicht. Fünf Kilo, zehn Kilo, wie auch immer. Das kann doch nicht gesund sein. Diese verdrehte Logik, nur um bei den Zigaretten zu bleiben, habe ich ausgehebelt. Dann nehme ich eben zu, sagte ich mir.

Bis jetzt hat es also gut geklappt, ich habe keine Lust mehr auf die Kippen. Zugenommen habe ich aber auch. Nicht viel, es ist also nicht tragisch. Aber spürbar. Im Winter war das sogar ganz angenehm, jetzt aber wird es Zeit, etwas darauf zu achten, was und wie viel ich täglich zu mir nehme. Um dann allmählich meine Ernährung umzustellen, dass dauerhaft etwas weniger auf den Hüften bleibt.

Unter dem Wust der Apps für Kalorienzähler habe ich mich für Diet Diary – Calories entschieden. Der Funktionsumfang schien mir ausreichend und die Optik immerhin angemessen. Anfangs schaufelte ich erst einmal alle vorgegeben Werte der mitgelieferten Nahrungsmitteldatenbank beiseite. Die Datenbank war auf Englisch, womit ich mich nicht anfreunden wollte. Das Löschen der einzelnen Datentabellen dauerte quälend lange, aber danach war die App genau das, was ich mir erhofft hatte.

Ich wollte ein Kalorientagebuch, in dem ich vergleichsweise schnell alle Nahrungsmittel eingeben konnte, ohne alles immer wiederholen zu müssen. Diet Diary bindet die Datenbank ordentlich ein und rechnet mir gespeicherte Nahrungsmittel schön zurecht, wenn mal unterschiedliche Mengen anfallen. Auch Rezepte aus verschiedenen Zutaten hatte ich schnell aus zusammengestellt. Obendrein bietet die Datenbank auch eine Positivliste für Aktivitäten, die Kalorien verbrauchen. Am Anfang musste ich also einige Hausmeistertätigkeiten erledigen, um die Datenbank auf meine Leibspeisen und Gewohnheiten zu individualisieren, danach hatte ich einzelne Mahlzeiten immer recht schnell eingeben können.

Die Auswertung in Diagrammen ist auch recht nützlich, wenn auch wie der Rest der App nicht überaus schick. Anscheinend hat es sich unter den Kalorienzähler-Apps nicht etabliert, Daten auch exportieren zu können. So ist auch Diet Diary in dieser Hinsicht sehr sparsam. Gerade eine personalisierte Datenbank würde ich gerne exportieren können, muss sie aber mühsam vom iPhone kratzen, anstatt sie aus der App heraus versenden zu können.

Miso Project

Beim Guardian machen sie Ernst, den offenen Datenjournalismus fördern und vorantreiben zu wollen. Der nächste Schritt ist das Miso Project, in dem die Entwickler des Guardian und einige Unterstützer einen Werkzeugkasten zur Ver- und Bearbeitung von Daten zur späteren Visualisierung zur Verfügung stellen. Pionier unter den Tools des Projekts ist Dataset. Eine klitzekleine JavaScript-Bibliothek zur clientseitigen Bearbeitung von kommaseparierten Daten. Weiterlesen

Yahoo Pipes: Informationsautonomie

Es ist unfassbar, aber RSS scheint nicht mehr richtig abheben zu können. Warum, dafür habe ich eigentlich keine geeignete Erklärung. Der Nutzen ist doch eigentlich viel zu groß, wenn man nur bedenkt, wie einfach es ist, die Nachrichten unzähliger Seiten mittels eines Aggregators übersichtlich darstellen zu können. Da RSS schon wenig bekannt und durchgesetzt ist es auch kaum verwunderlich, dass eines der nützlichsten Tools zur weiteren Bearbeitung und Manipulation von RSS-Feeds in Deutschland anscheinend kaum bis gar nicht bekannt ist. Als Beweis für die Anklage bitte ich das hohe Gericht Beweisstück A zur Kenntnis zu nehmen. Das hohe Gericht versuche fürderhin bitte, einen deutschsprachigen Artikel zu finden. Die Anklage schließt ihre Beweisführung ab. RSS gibt es praktisch seit 1999, Yahoo Pipes immerhin schon seit 2007. Da sollte doch immerhin mehr Bekanntheit für RSS und Yahoo Pipes hervorgebracht haben1. Finde ich. Also hier mein Beitrag dazu. Weiterlesen