Linkgebliebenes 17

Doktortitel werden erschlichen, Zeugnisse gefälscht, alles für die Karriere übernommen. Deutschland ist ein Schein-Land, in dem Expertise auf einer Urkunde stehen muss, um zu zählen. Ein exemplarischer Fall zu den Abgründen dieser "Leistungsgesellschaft".

Was soll ich dazu schreiben? Es fallen mir Worte ein wie journalistische Eitelkeit, Armutspornographie, aber auch Leid und Tod. Das beste Wort ist aber – traurig:

Dann kann ich Mendeley jetzt ja auch zu den Akten legen. Nun, da der Leviathan der Wissenschaftsverlage sich das Startup einverleibte, ist es mit einem Schlag unglaubwürdig und unsympathisch:

Es gibt eine Grenze des Anstands, sicherlich. Dennoch ist gerade beim Tod von Politikerinnen und Politikern falsch verstandene Pietät überhaupt nicht angemessen:

So schnell ist der Weg von einem biertrunkenen Post in die Psychiatrie?

Spricht für sich selbst:

Es vergeht keine Woche ohne Berichte über Sexismus in der Games-Szene. Aber es gibt auch Gründe, dort zu arbeiten. Als Frau:

Meta, meta, meta, alles meta. Auch ich schaue ab und zu auf diese Rankings und frage mich, was die Zahlen mir sagen sollen?

Es gibt sie diese schönen Geschichten über gestohlene Laptops und die Rache der Bestohlenen. Realistischer und komplexer ist es dann aber in der Regel wohl doch:

Die brachiale Rhetorik vieler Atheisten geht mir gegen den Strich, sie ecken bewusst an. Da fangen sie sich – mal mit Recht, mal ohne – unschöne Vorwürfe ein:

Einfach eine sympathische Idee. Webseiten werden von Menschen gemacht:

Die Frage der externen Kosten des digitalen Lebens ist ohnehin spannend. Wie sieht es mit dem Goldrausch um Bitcoins aus?

Reichtumsschere der Welt mal visualisiert. Aber keine Sorge, alles bestens:

In der Piratenpartei gab es hässliche Auswüchse der Sprachpflege und auch sonst das allgemeine rüpelhafte Verhalten einiger Schreihälse und Maskulisten. Das hatte bedauerliche Folgen:

Tjaha, Excel ist halt aus verschiedenen Gründen eine Plage:

Linkgebliebenes 11

Der goldene Preis für allgemeine Großartigkeit geht an: Connie Britton.

Ein Pokal für die abstruseste Fleißarbeit an: Pornographiestudien.

Die andere Seite der Ausbeutungsgedenkmedaille gibt es in Sachen Amazon, die Dokumentation und die ganze Wahrheit.

Die Auszeichnung mit der bleiernen Budgetschere geht an die Sendungen mit originellsten Produktionsbedingungen für Kandidatinnen und Kandidaten.

Die goldenen Pferdehufe für das reinste Gewissen gehen an alle fleischverzehrenden Menschen der Republik.

Für die traurigste Nachricht geht die gläserne Träne an 1UP, die nicht immer die beste Gamingseite waren, aber zu den ambitioniertesten gehörten, und nun nach zähem Ringen nicht mehr sind.

Daher und weil es allmählich wirklich überfällig war, wird Deutschland endgültig zur Expertokratie, wenn wir uns alle selbst unseren Doktorgrad verleihen.

PJ20 Preaching to the Choir

Offene Enden und Stränge gehören anscheinend zu den täglichen Einträgen. Eine Ankündigung kann ich hier aber erfüllen: Ich habe mir sowohl die Doku als auch kurz das dazugehörige Doppelalbum zu Gemüte geführt. Eines ist sicher, ich bin nicht der Typ für solche Projekte. Cameron Crowe liefert erstaunlich wenig ab, wenn man berücksichtigt, dass er enge Kontakte zur Band und Szene in Seattle hat.

Weiterlesen