Käuferrechte: Nur weil mir der Datenträger gehört, gehört mir nicht der Inhalt.

Die Endbenutzerlizenzen, Nutzungsverträge, Digitalknebel, all diese rechtlichen Bestimmungen und Kontrakte, klicke ich – wie vermutlich die meisten anderen Nutzerinnen und Nutzer digitaler Güter – weg. Es ist eine erlernte Reaktion auf einen rechtlich wie menschlich für juristische Laien nicht zu bewältigenden Akt der Abstraktion. Es ist Teil meiner medialien Sozialisation, diesen Bestimmungen weder Glauben noch Gehör zu schenken. In Zeiten der Downloads noch weniger. Auf spiel-gekauft.de werden wichtige Informationen zur Rechtslage gesammelt. Denn schon die Laienannahme, der Kauf eines Datenträgers entspreche dem Kauf der Software, wird von Produzenten und Verkäufern der Software in den untergeschobenen, unübersichtlichen Bestimmungen bestritten.

Die positive Seite des Digitalen schlägt dabei oft ins Gegenteil um, wenn Anwenderinnen und Anwender in wesentlichen Bereichen im Umgang mit ihrer Erwerbung beschnitten werden. Datenschutz, Sicherungskopien und der Weiterverkauf sind für die Softwarehersteller oftmals ein von geringer Priorität oder ihnen sogar ein Dorn im Auge. Durch die rechtliche Verklausulierung werden diese aus der analogen Welt selbstverständlich erscheinenden Nutzerrechte – bewusst oder nicht – beschnitten und bestritten. Selten werden diese Beschneidungen aber eingepreist.

Daher halte ich es für wichtig, sich der rechtlichen Grundlagen und ihrer Folgen bewusst zu sein, um mündige Kaufentscheidungen zu treffen.