Fantastical 2: Bleibt an der Spitze

Auch in seiner jüngsten Inkarnation hat Fantastical gegenüber anderen Kalenderanwendungen auf iOS die Nase vorn.

Äußerlich hat sich die App nun iOS 7 angepasst, aber auch unter der flachen Haube gibt es genug Änderungen. Nun gibt es nämlich auch noch Erinnerungen, womit der Terminkalender seine Funktionalität noch deutlich ausweitet. Im Herzen schlägt aber immer noch Fantasticals Parser. So schnell und einfach in natürlicher Sprache kann ich sonst kaum irgendwo meine Termine und Aufgaben eingeben. Fantastical lässt sich dabei auch noch von anderen Apps über ein URL-Schema fernsteuern, weshalb ich mit meiner Kommandozentrale Drafts es noch einfacher habe, meine Termine zu strukturieren.

Task – Etwas mehr als ein Klon

Was ist mit Clear los, habe ich mein Theme umgestellt? Dieser erste Eindruck drängt sich bei dem Aufgabenplaner Task förmlich auf, denn die App muss in denselben Zaubertrank gefallen sein.

Was ist mit Clear los, habe ich mein Theme umgestellt? Dieser erste Eindruck drängt sich bei dem Aufgabenplaner Task förmlich auf, denn die App muss in denselben Zaubertrank gefallen sein.

Wie Task genutzt wird, ist letztlich für alle einfach, die Clear haben. Die App besteht im Kern aus einer endlosen Liste, in der alle Aufgaben und Termine chronologisch angeordnet sind, keine Unterlisten (bis auf eine, dazu komme ich später) oder Menüs, die Verwirrung stiften. Die Aufgaben im Strom der Zeitleiste sind dabei etwas mehr als die Listeneinträge in Clear, sie können mit Erinnerungen versehen und als wichtig markiert werden. Der Unterschied, der wesentliche zumindest, ist also die Kalender- und Erinnerungsfunktion.

Wenn man schon klont, dann wie bei Task mit sinnvollen Ergänzungen und ordentlicher Umsetzung. Wie Clear ist auch Task ein Vorbild an lupenreiner Benutzerführung. Lediglich die Liste für erledigte oder in der Vergangenheit liegende Termine wurde umständlich versteckt, das ist besonders irritierend, scheinen unerledigt verstrichene Aufgaben doch urplötzlich ins Nichts zu wandern, bevor sie in der ominösen, nicht auf Anhieb ersichtlichen Vergangenheitsliste einsehbar sind.

Anfangs dachte ich, mich zwischen beiden Apps entscheiden zu müssen, mittlerweile verwende ich sie ergänzend zueinander. Fraglich bleibt aber, ob sich Task bei mir dauerhaft als To-Do-Liste durchsetzen kann, ich vermisse die Möglichkeit zur Aufgabenwiederholung derzeit zu sehr. Andererseits ist die Anwendung so überzeugend einfach und elegant, ich möchte sie nicht leichtfertig abschreiben.