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Artikel mit dem Tag ‘games’

Linkgebliebenes 18

24 Apr

Was wählt der Doctorow auch den Namen einer schlechten Serie.

Quotenjungs…

…in Herrenclubs

Sind Polizisten als Berufsgruppe eigentlich beleidigungsfähig? Macht euch mal schlau.

Ein soziopathisches Arschloch zu sein, macht noch keinen Steve Jobs. Und selbst dieser muss unerträglich gewesen sein.

o_O:

Aber emanzipiert ist sie selber. Passt alles unter einen Hut? Sollte dieser Bericht wahr sein, ist das ein Schlag ins Gesicht all derer, für die sie ihres Amtes wegen eigentlich besondere Verpflichtungen hat.

Wenn Sie bitte mal schauen wollen.

Es ist nur eine Meinung, es ist nur eine Meinung, es ist nur eine Meinung…Ich will nicht, dass es so ist oder kommt.

Lesebefehl für alle Startup-Evangelisten-Spacken, denen mal Sinn und Zweck der Superlative erläutert werden sollte. Eure Videos sind am doofsten. Etwas ausführlicher geht es auch noch.

Börsenmanipulation für Hacker 101:

Vor Jahren machte ein Video zum Fraudster, der Wünschelruten-"Technik" als günstige Alternative zu wirksamen Detektoren in Krisengebiete verkaufte. Wie sich herausstellte, hat er auch noch Hilfe der Wirtschaftsförderung erhalten. Weitere Kommentare würden in justiziable Beleidigungen abdriften.

 
 

Linkgebliebenes 14

20 Mrz

Als empirischen Begriff halte ich rape culture für überladen und irritierend, ich sehe meine rein theoretischen Widerstände mit jedem Tag bröckeln. Der Geschlechterkrieg wird klammheimlich mit den Mitteln der Systemadministration geführt. Die Remote-Anwendungen haben ihre Daseinsberechtigung, wie sie allerdings zur heimlichen Überwachung, Nötigung und Erpressung von Frauen eingesetzt werden ist bezeichnend. Nicht Männer werden hier in ihrem Alltag überwacht, sondern Frauen. Von Spannern.

Und auf emotionaler Ebene kann ich schon lange keine Einwände mehr vorbringen. In dieser Woche hat die Verzweiflung aber einen neuen Namen erhalten. Der Abgrund heißt nun Steubenville. Eine junge Frau, die bis zur Reglosigkeit betrunken ist, wird von High-School-Footballern von Party zu Party gefahren. Aber sie wird von den Vorzeigesportlern und -schülern nicht nur vorgeführt und vergewaltigt, via Social Media prahlen sie auch noch mit ihrem Opfer. Und was befürchtet ein Teil der Presse und der Gesellschaft, der Mainstream? Dass da die vielversprechenden Karrieren der Jungen durch den Schuldspruch ruiniert werden könnten. Was das Opfer wiederum einem Strom aus Drohungen, Beleidigungen und Erniedrigungen aussetzt. Kaum. Noch. Auszuhalten.

Da verblassen alle anderen Themen doch deutlich:

 

Tropes vs Women: Help me! Save me! Please!

08 Mrz

Und vor diesem Video musste die Welt geschützt werden? Es bedurfte nur eines Blicks auf eines der vielen Videos bei feministfrequency, um zu wissen, wie wenig Anita Sarkeesian daran liegt, Filme, Serien oder eben auch Spiele in Grund und Boden zu analysieren, selbst wenn einige Aspekte in ihnen für kritikwürdig hält. Ein Haufen hysterischer* Gamer musste dennoch intellektuellen Unflat in Kübeln über ihr ausgießen, in der Hoffnung, es würde etwas an ihr haften. Dann bedrohten sie ihr Ansehen und ihr Leben, in der Hoffnung, Sarkeesian ließe sich durch Einschüchterung mundtot machen.

Da haben sie die Rechnung aber ohne Sarkeesian gemacht, die ganz im Gegensatz zum Thema ihres ersten Teils aus der Serie Tropes vs Women in Video Games eben nicht allein und hilflos auf Rettung wartet. Dieses Video zur Damsel in Distress in Videospielen zeigt einleuchtend das weit verbreitete Klischee des entführten, misshandelten, wehrlosen weiblichen Objekts, das dem Helden des Spiels ‘gestohlen’ wurde. Sarkeesian vernichtet die Klassiker um Mario und Link nicht, sie ist nur nicht blind für die rollenspezifische Schlagseite zugunsten der Protagonisten gegenüber den Statistinnen. Was an diesem Video bringt die Kultur des Gamens in Gefahr? Ich sehe es nicht, ganz im Gegenteil.

Und Ocarina of Time wurde ernsthaft mit "Willst thou get the girl? Or play like one?" beworben? Das ist 1998 rausgekommen. Ganz langsam: 1 – 9 – 9 – 8. Und ein Mediengigant macht solch eine Werbung? Wartet, wir haben 2013 und immer noch Clips mit seltsamen Duftsprays und um Astronauten drapierten Frauen. Gibt es da tatsächlich noch ernsthaft Zweifel, ob wir Tropes vs Women brauchen?

* Ich verwende das Wort mal ganz bewusst in Bezug auf eine überwiegend von Männern dominierte Subkultur, nennen wir es doch einen Versuch in ausgleichender historischer Gerechtigkeit.

 
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Playdek-Serie: Intermezzo

08 Feb

Eine Sache noch, sie ist im Artikel zu den Gemeinsamkeiten der Playdek-Spiele etwas zu kurz gekommen, um nicht zu sagen unterschlagen worden. Die Grafik der Spiele, die reine Optik, die nichts oder kaum etwas mit dem Design der Benutzeroberfläche zu tun hat, sondern allein Stimmung vermitteln soll, sie ist für mich nicht sonderlich wichtig. Playdek wandelt lizensierte Tabletop- und Kartenspiele in iOS-Ableger um.

Aus verschiedenen Gründen sind das Aussehen und die Aufmachung der Spiele von ihren Vorlagen geprägt, so weit ich sehen kann übernimmt Playdek die bildliche Identität der Lizenzen, fügt nur wenige Elemente in Menüs hinzu, wo die Vorlagen keine Bilder hatten. Auch spielt dabei das Genre eine Rolle, Kartenspiele bzw. Würfelspiele bieten kaum Gelegenheit mit grafischer Opulenz zu punkten.

Das Gefälle bei den Spielen in der Serie ist wie zu erwarten war groß. Da gibt es ein Can’t Stop, das beim besten Willen als Würfelspiel mit einem einfachen Spielbrett kaum etwas bieten kann. Da das Spiel seine Wurzeln tief in den 1960ern hat, spendiert Playdek einen im modischen braun gehaltenen Hintergrund, vor dem psychedelisch kreisende Seifenblasen tanzen. Alles aus einem der schlechteren Trips von Timothy Leary.

Einen feuchten Kehricht kümmert sich auch Fluxx um Schauwerte, die neongrellen Farben beißen sich fleißig, tun dem diffusen Spaß aber auch keinen Abbruch. Schon besser geht es da bei den anderen Titeln zu: Nightfall hat ordentlich gemachte Kartengrafiken aus dem Horrorgenre, Penny Arcade ergeht sich in Anspielungen auf Cartoons, streut dabei Stile wild durcheinander, wobei die überdrehte Geekerei manchmal bizarre Züge annimmt. Aber in Sachen Animationen hält sich Playdek zurück, es sind Kartenspiele, anderes liegt im Fokus.

Positiv sticht allein Food Fight hervor, dessen Thematik die Fast-Food-Gerichte auf den Karten mit martialischer Überspitzung als muskelpackte Steaks mit Stahlhelm darstellt. Es ist auch drin, Bomben tragenden Schaschlikspießen zu begegnen, einer meiner Favoriten ist aber noch immer das feixende Sushi – vollautomatisches Gewehr im Anschlag. Food Fight ist wirklich in den Zaubertrank gefallen, derb infantil, und dabei in sich stimmig. Die grafische Detailliebe deckt sich da auch mit der übrigen Spielgestaltung.

Aber kein Spiel im Katalog von Playdek hat grafische Highlights zu bieten, sie überzeugen auf anderen, viel bedeutsameren Gebieten. Die Spiele sind mal funktional, dann aber auch mal etwas witziger ausgefallen. Sonst nicht mehr.

Alle Artikel der Serie:

 
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Linkgebliebenes 6

03 Jan

Der erste Link stammt noch aus der vorweihnachtlichen Zeit,  es ist die Fortsetzung eines journalistischen Versuchs, sich an die Armut von unten heranzutasten. Ist nur ein anekdotisches Verfahren, aber hübsch zu lesen.

Thomas Thielemann hat die Keule ausgepackt und anlässlich des Zeitungssterbens einmal der neoliberalen Attitüde der Medienlandschaft eine übergezogen. Da klingt vielleicht doch eine soziale Kälte und Mitleidlosigkeit gegenüber nun geschassten Redakteuren und Redakteurinnen mit, doch liegt sein Argument nicht so fern, dass sie nun unter den Geistern der Marktfreiheit zu leiden hätten, die sie selbst beschworen haben.

Kommen wir zu Seichterem. Nein, doch nicht. Auch im Gaming-Sektor sieht es noch immer düster aus, wenn es um die Gleichstellung und -behandlung der Geschlechter geht. Katherine Cross blickt zurück auf ein Jahr, in dem die sexistischen Muster in der Spieleszene deutlich und in aller Hässlichkeit ans Tageslicht kamen. Einerseits schon ein Vorteil, da nun immerhin Problembewusstsein entstehen kann. Eine Lösung ist allerdings noch fern.

Ich brauche eine Ablenkung. Wäre es nicht eine herrliche Gedankenspielerei, sich populäre Spiele der Gegenwart als Textadventure vorzustellen? Christopher Livingston hat’s mit Dishonored gemacht.

Es ist trotzdem nicht genug Ablenkung. Warum? Weil man bei Rochus Wolff nachlesen kann, wie es um die Lernfähigkeit mancher (meist männlicher) Mitmenschen steht. Das Argument, dass der Feminismus, die gewandelten Rollenbilder und Frauen ganz allgemein schuld seien an den negativen Auswüchsen, geht nicht unter. Obwohl es so dämlich und auch einfach ist, dieses Argument als den haltlosen Unfug nachzuweisen, der er ist. Wolff nimmt die Begründung noch einmal auf sich. Ob’s bei der Gegenseite ankommt?

Gut, dann eben zur Kinderliteratur. Da kann mir nichts passieren, oder? Da war doch was? Anatol Stefanowitsch wird von mir diese Woche eigentlich komplett verlinkt, hier noch ein Artikel von ihm, der sich mit Kristina Schröders vom Feuilleton geschmähter Wortwahl für das Geschlecht übernatürlicher Wesen auseinandersetzt und zugleich noch darauf eingeht, warum selbstverständlich manche Kulturprodukte sich im Sinne des kulturellen Wandels auch verändern müssten, ohne dass dies wieder als politische Korrektheit niedergeschrien wird.

Ich muss hier raus. Wo lande ich? Beim Sarrazin. Thilo Sarrazin machte sich auch weiterhin um die Integration von Andersdenkenden, Andersglaubenden und Andersaussehenden verdient. Emina Benalia hat da eine Geschichte auf Lager, die mich einfach nur zu absoluter Bewunderung verleitet. Nicht für Sarrazins Inhalte wohlgemerkt, aber wegen seiner Selbstsicherheit, mit der dieser feine Herr plumpe Meinungen als Fakten verkauft. Ich könnte ebenso große Taten vollbringen wie Sarrazin, ebenso groß wie die Entdeckung der selektiven Menschenrechte.

Mich macht das jetzt allerdings nur müde. Sehr müde.

 

Minecraft: The Story of Mojang

24 Dez

Ein vorweihnachtliches Geschenk? Eher eine realistische Einschätzung der Zielgruppe, die ohnehin den für sie gefühlt natürlichen Weg über die üblichen illegitimen Kanäle gehen würde. Und außerdem traue ich dem Braten derzeit noch nicht: Nur weil sich jemand in der Piratenbucht mit Username und in der Beschreibung als 2 Player Productions ausgibt, heißt es noch lange nicht, die Indie-Dokumentation über das herausragende Phänomen Minecraft ist sauber und kostenlos zu haben.

Indirekt wurde Kotaku vom Vertrieb des Films wohl bestätigt, dass es sich tatsächlich um eine inoffiziell-offizielle Veröffentlichung des Films handelt. Wirklich befriedigend ist diese Auskuft aus meiner Sicht noch nicht.

Ich habe den Film noch nicht gesehen, werde wegen der Unsicherheiten wohl auch auf den sicheren Weg zurückgreifen, den Film gegen kleines Geld auf dessen offizieller Webseite zu kaufen.

 
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Roads of Rome iPhone

18 Mai

Um die Liebe zwischen seiner Tochter und einem seiner erfolgreichsten Untergebenen, Victorius, zu verhindern, sendet der Caesar Victorius ins Römische Reich aus. Straßen, die wohl alle nach Rom führen sollen, soll der junge Victorius für den Herrscher errichten. Und so weiter und so fort. Warum manche Spiele in ein plumpes Handlungskorsett gezwungen werden, das wissen wohl nur die Hersteller selbst. In Roads of Rome, einem Aufbau- und Zeitmanagementspiel für das iPhone, ist dieser erzählerische Rahmen erfreulicherweise auch schon der einzige Schwachpunkt. mehr »

 
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Pocket RPG (iOS, 2011)

30 Apr

Wie würde die Spielewelt wohl aussehen, hätte es Diablo und vor allem auch den hervorragenden Nachfolger ausgesehen. Für Rollenspieler ist die Frage nicht leicht zu beantworten. Diablo hauchte dem totgeglaubtem Genre neues Leben ein, dies aber auf Kosten der Spieltiefe. Charakterentwicklung war nun schlicht auf Levelups begrenzt, jede spielerische und erzählerische Note, die actiongeladene Kämpfe aufgehalten hätte, wurde ausgemerzt. Es entstanden aalglatte, aber hervorragend designte Hack&Slays oder Action-RPGs, wie auch immer man es nennen will. Diablos simples Konzept des ständigen Lootens nach verbesserten Waffen war die kleinste gemeinsame Nenner dessen, was noch als Rollenspiel bezeichnet werden kann. Und dennoch waren es hervorragende, motivierende Games, die ihren Ruf als Klassiker mehr als verdient haben. Nun steht der dritte Teil der Reihe kurz bevor, immerhin mehr als eine Dekade nach dem zweiten Teil. Vielen dürfte es in den Fingern jucken, sich wieder stoisch durch zufallsgenerierte Dungeons zu kloppen. So geht es auch mir. Um die Wartezeit zu verkürzen, suchte ich mir für unterwegs einen kleinen Diablo-Klon. mehr »

 
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PvZ: Vasenbrecher

23 Apr

20120422-145649.jpgDas iOS-Update vom Donnerstag brachte einen Spielmodus. Grund genug, das Spiel aus der Mottenkiste zu holen. Prinzipiell kostenlos sind zwar nur einige Neuerungen, doch mit ausreichend In-Game-Währung können alle weiteren ebenfalls freigeschaltet werden. Die aus dem Story-Modus bekannte Kniffelei wurde nun als Vasenbrecher unter den Rätseln hinzugefügt und hat die gewohnte Qualität. Allen voran Vasenbrecher (Endlos) stellt eine harte Nuss dar. Deshalb mal einige Gedanken dazu, wie dieses Rätsel angegangen werden kann, um das Achievement zu erhalten.

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Monochrome Nostalgie

02 Mrz

Tief vergraben in meiner Erinnerung schlummerten verblassende Bilder von einem Spiel, das eines der ersten war, das ich je gespielt habe. So lang ist es schon her, dass ich nicht mehr wusste, auf welchem Rechner ich es denn gespielt habe. War es der Schneider PC1 oder doch auf dem C64? Lang genug ist die lebendige Erinnerung an diese Computer her, mir blieben nur noch die mentalen Polaroids. Der Plural ist gerade noch so erlaubt, es sind nur noch zwei Bilder. Der Titelbildschirm, auf dem ich die Figuren unter dem Schriftzug erkennen konnte, aber wie das Spiel hieß, das war weg. Das zweite Bild in den Archiven war ein lose Anhäufung von klobigen Pixeln, die grell orange auf schwarzem Grund stehen. Die schwächelnde Erinnerung wollte sie nicht zu einem Ganzen zusammenfügen. Wann immer ich an einer Stelle ein klareres Bild erhielt, verschoben sich die anderen zu einem wilden Haufen, den ich wieder aufbauen musste. Auf Kosten der zuvor restaurierten Teilstücke. Alles, was blieb, war der Eindruck, das es eine Hofszene war. Mit Katzen? Auf jeden Fall viele Tiere. mehr »

 
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