Gangstar Rio: City of Saints

Von einem Klon der grandios überzeichneten Grand Theft Autos erwarte ich nicht viel, weshalb ich mir auch Zeit ließ, mal einen Teil anzuspielen. Doch Gameloft machte es mir nicht einmal leicht, über die ersten Missionen zu kommen. Gangstar Rio zeigt, wie simple digitale Organtransplantationen einen seelenlosen Zombie hervorbringen.

Und es ist nicht einmal etwas so harmloses wie die Sandbox in der Nussschale, die mir die Laune verdarb. Gangstar Rio ist ein so abgrundtief widerwärtiges Spiel, das alle Rassismen, Sexismen und gewaltpornographischen Exzesse unreflektiert widerkäut, die an GTA kritisiert werden. Dabei bricht GTA die Regeln der Gewaltverherrlichung als soziale Groteske. So ausgeklügelt ist Gangstar Rio nicht. Weit entfernt davon reproduziert es die Gewalt um ihrer Verherrlichung wegen.

Grand Theft Auto III – 10 Year Anniversary

20120219-142905.jpgDa war ich anfangs doch irritiert. Erstens wegen des 10-jährigen Jubiläums von Grand Theft Auto III im Oktober 2011, der zweite Grund war, dass anlässlich dieses Jubiläums eine Version von für das iOS erschien.

Der zweite Grund war bei näherem Hinsehen doch nicht so erstaunlich. Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Die Systemvoraussetzungen des ursprünglichen Spiels sind nicht sonderlich hoch, sodass ein heutiges Smartphone wie das iPhone (ab iPhone 4 wird das Spiel unterstützt) nicht vor große Herausforderungen gestellt wird.

GTA III hatte ich, das war die Ursache der ersten Verwunderung, erst weit nach Veröffentlichung gespielt. Wenn ich mich recht entsinne, war Vice City sogar mein Einstieg in die dreidimensionalen Ableger der Reihe. Erst im Anschluss machte ich mich an den Urvater der neueren GTA-Reihe.

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