RPi: Mehr RAM für’s gleiche Geld

Es ist eine eigentlich kleine Neuerung, ich muss es trotzdem hier loswerden: Das Model B des Raspberry Pi wird ab sofort mit 512 MB Arbeitsspeicher ausgeliefert. Und das gilt bei gleichbleibenden Preis von 35 US-Dollar. Was das bringt, ist einfach:

One of the most common suggestions we’ve heard since launch is that we should produce a more expensive “Model C” version of Raspberry Pi with extra RAM. This would be useful for people who want to use the Pi as a general-purpose computer, with multiple large applications running concurrently, and would enable some interesting embedded use cases (particularly using Java) which are slightly too heavyweight to fit comfortably in 256MB.

Der RPi wird damit nur attraktiver.

WebIDE für den RPi

Das klingt doch nach einer hübschen Idee, die im Video von Limor „Ladyada“ Fried vorgestellt wird: Eine WebIDE für den Raspberry. Also ein Webserver auf dem RPi, mit dem ich mich von einem Browser aus verbinde, um wiederum allerlei Code schreiben und ausführen zu können.

Im Video ist nicht viel zu sehen, was im Detail möglich sein wird – es ist halt nur eine Vorschauf auf Dinge, die da kommen mögen. Die Videobeschreibung verheißt aber noch, dass alle Scripts in der Cloud gespeichert werden sollen. Interessant auch, es wird ein Terminal in der WebIDE geben.

[via]

Raspberry Pi (2) – Den RPi grundlegend einrichten

Der Raspberry Pi ist also am Start. Noch während des Bootens schossen mir die nächsten Fragen durch den Kopf. Die erste Hürde, nämlich den Rechner anzuschließen und erfolgreich zu Booten, war ja augenscheinlich genommen, nun aber musste es ja irgendwie weitergehen. Was mache ich jetzt? Wie gingen noch einmal die Shell-Befehle zum Ändern des Passworts? Das Benutzerpasswort sollte ich ja ändern. Wo schlage ich das noch mal nach?

So ein Pi kommt ohne viel Erklärung daher, wenn er geliefert wird. Ganz allein stand ich aber nie da. Erstens gibt es das Wiki, zweitens wurden viele der Fragen auch gleich nach dem Ende des Bootvorgangs geklärt. Völlig ohne weitere Unterstützung sollte ich nicht sein.

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Raspberry Pi (1) – Den RPi zum Laufen bringen

Quelle: Cowjuice/Palosirkka (CC-BY-SA 3.0 Unported)

Ehrlich gesagt, ich habe mir nicht viel dabei gedacht, als ich den Raspberry Pi bestellt habe. Weder hatte ich einen Plan, was ich damit vorhabe, noch davon, ob ich damit überhaupt klarkommen werde. Der kleine Junge in mir wollte aber einen haben. Und angesichts des wirklich geringen Preise schien es kein großer Verlust zu sein, sollte ich mit dem kleinen Rechner überhaupt nicht auskommen oder ihn ruinieren.

Jetzt liegt er hier vor mir und die erste Aufgabe für mich Hardware-Noob ist es, den Rechner mit allem zu versorgen, das er benötigt, um in Wallung zu kommen. Dementsprechend taste ich mich Schritt für Schritt voran und halte hier jetzt und in Zukunft meine Erfahrungen und – hoffentlich auch – Fortschritte fest. Wäre doch gelacht, wenn ich das Teil nicht zu irgendetwas gebrauchen könnte. Den eigentlichen Sinn, den die Entwickler dem Rasberry Pi mit auf den Weg gaben, hat er bei mir schon erfüllt: Ich habe Lust darauf, ein wenig mehr von der Hardware zu erfahren, die in Rechnern steckt, und habe schon allein durch den Kauf die Furcht vor der Hardware verloren. Sonst hätte den Pi erst gar nicht gekauft.

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Raspberry Pi

Das Paket liegt hier, öffnen werde ich es nur noch nicht. Mit Sicherheit ist es aber der sehnlichst erwartete Raspberry Pi. Die Nummer wird groß, auch wenn ich noch lange nicht genau weiß, was ich damit anstellen werde.

Bevor ich aber genau weiß, was ich damit frickeln werde, muss ich mich ohnehin noch mit diesem Ding vertraut machen. Es wird zwar immer von kreditkartengroß geschrieben, mich haut aber derzeit schon um, dass dies tatsächlich hinkommt. Auch die Stromzufuhr habe ich noch nicht sichergestellt. Ein USB-A-an-Micro-USB-B-Kabel müsste hier auf jeden Fall noch rumfliegen, sodass ich schon mal damit anfangen kann, wenn es am USB-Port des Rechners hängt. Aber die SD-Karte, auf die ich die geschrumpfte Linux-Distro installieren will, muss ich wohl noch holen. Alle hier rumfliegenden sind in Gebrauch.

Sonst brauche ich für den Anfang nicht mehr. Hoffe ich. In den nächsten Wochen werden mit der gesammelten Erfahrung dann doch mehr Artikel dazu aufschlagen, was ich mit dem kleinen Teil so anstellen werde oder anzustellen gedenke. Hoffentlich habe ich dabei noch Zeit für mein anderes Projekt, das seit dieser Woche rapide wächst. Darüber werde ich aber frühestens Freitag schreiben.

Gadgets: Will haben

Clevere Hardware-Ideen finden derzeit, ich hatte es ja schon einmal angesprochen, bei kickstarter ihre Unterstützer. Oft ist es nur Schnickschnack und dennoch juckt es mir in den Fingern, diese Gadgets zu erhalten. Da wäre zum Beispiel pebble:

Brauche ich die smarte Uhr? Nicht wirklich. Will ich sie haben? Unbedingt. Eine Uhr, die per Bluetooth mit dem Smartphone Verbindung aufnimmt, das klingt doch reizvoll. Zudem sieht sie nicht einmal schlecht aus. Kein Wunder, dass pebble schon längst weit über das eigentliche finanzielle Ziel hinausgeschossen ist. Vieles hängt von den Apps ab, mit denen die Uhr an Mehrwert gewinnen kann. Die Aufmerksamkeit, die auf pebble gerichtet ist, könnte aber locker dafür reichen, gute Entwickler mit dem SDK spielen zu lassen. Wann habe ich das letze Mal eine Armbanduhr getragen?

Noch mehr Spielerei ist MaKey MaKey. Aber was für eine. Neben dem Gadget braucht es nur elektrisch leitfähige Gegenstände, einen Rechner mit USB-Anschluss und jede Menge Kreativität. Das Video sagt eigentlich schon alles.

Das ist Hardware, die sogar ich verstehe. Muss unbedingt eines davon bestellen. Krokodilklemmen, los!

Linkgebliebenes 4

Heute gibt es eine Warnung, warum alte Liebe in Sachen Diablo 3 schmerzhaft sein kann. Der Kampf ums Urheberrecht geht unvermeidlich eine Runde weiter – jetzt plakativ mit Eingeweiden. Wie Innovation im Internet auf Touren gebracht wird. Wenn Gezwitscher zur Überwachung führt und wie dies verhindert werden kann. Eine analoge Hochzeit der Kopimisten darf auch nicht fehlen. Und ab dafür. Weiterlesen

SATA wird alles besser

Alles fing mit der eindeutig zu alten Festplatte in meinem Rechner an. Viele Neuerungen hat das treue Gehäuse schon gesehen, die Platte blieb doch in ihm verwachsen. Acht Jahre alt ist die Platte, IDE und 80 GB groß, beherbergte sie zwei Betriebssysteme – der Rest lief nur unter reichlicher Zuhilfenahme externer Platten. Im Nachhinein war es ein lächerliches Jonglieren von Daten, das ich etabliert hatte. An was man sich alles gewöhnt, wenn man unmerklich hineinwächst.

Mit dem Tag, an dem die Flut kam und nach ihr die steigenden Preise, machte sich der Lesekopf bemerkbar. Er surrte sanft, stotterte trotzig, quietschte laut, ganz so wie im danach war. Anfangs hatte es noch einen gewissen Reiz, die LED für die Rechnerlast war ausgefallen, da kam es gerade recht, wenn immerhin die Platte einen deutlichen Indikator der Belastung darstellte. Vielleicht redete ich es mir auch nur schön, in der Hoffnung, die Platte würde noch tun, bis die Preise wieder auf bezahlbares Niveau gesunken waren.

So ging es noch einige Monate gut. Am Montag war Schluss, es musste was Neues her. Mittlerweile auch halbwegs erschwinglich, ein Blick auf das Preisniveau im Sommer des letzten Jahres wage ich trotz allem nicht. Wenn ich geahnt hätte, was ich mir mit dem Plattentausch eingehandelt hatte, wäre die altgediente Platte wohl heute noch die primäre im Gehäuse. Ich veranschlagte etwa eine Stunde, um alles abzuschließen. Einbau, Platte klonen und fertig.

Nichts da, das Klonen lief prächtig, Clonezilla sei Dank. Doch der Klon zickte unter GParted und anderen Programmen mächtig herum, da ich mir bei dem ganzen Dual-Boot-Getue auf verschiedenen Partitionen derselben Platte ein stattlich verzweigtes Gehege zusammenpartitioniert hatte. Hier eine primäre Partition, mehrere logische, noch ein primäre und so weiter. Schlussendlich war es ein Akt, alles zurechtzubiegen, dass es in der Theorie ordentlich aussah. Es war nicht einfach, den neuen Platz des nun verfügbaren Terabytes zu verteilen, zumal besonders die Win-7-Partition mit 4 GB aus dem letzten Loch pfiff. Und wenn es dann aber doch mal gut aussah, fand entweder GRUB oder der Windows-Bootloader sich doch nicht zurecht.

Da war dann schon der Montag flöten. Die Lösung war doch radikaler, notwendig, aber hart. Viel zu spät entdeckte ich, dass ich nur die 32-bit-Windows-Variante installiert hatte. Dreck, also alles neu. Hilft ja nichts. Daten sichern, Einstellungen kopieren und dann war da ja noch Ubuntu drauf. Egal, das wurde abgeschossen. Erst heute Nachmittag war alles wieder so, wie ich es haben will. Obwohl, die Updates sind noch nicht fertig.

Am Montag dann vielleicht wieder ein Linux. Aber auf die alte Platte. Die tut noch. Mal sehen, wie lange noch. Für die Zukunft merke ich mir: Mehr Ordnung auf den Platten. Spart Zeit.

Bild: Smial unter CC-BY-SA-Lizenz