WebIDE für den RPi

Das klingt doch nach einer hübschen Idee, die im Video von Limor „Ladyada“ Fried vorgestellt wird: Eine WebIDE für den Raspberry. Also ein Webserver auf dem RPi, mit dem ich mich von einem Browser aus verbinde, um wiederum allerlei Code schreiben und ausführen zu können.

Im Video ist nicht viel zu sehen, was im Detail möglich sein wird – es ist halt nur eine Vorschauf auf Dinge, die da kommen mögen. Die Videobeschreibung verheißt aber noch, dass alle Scripts in der Cloud gespeichert werden sollen. Interessant auch, es wird ein Terminal in der WebIDE geben.

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SATA wird alles besser

Alles fing mit der eindeutig zu alten Festplatte in meinem Rechner an. Viele Neuerungen hat das treue Gehäuse schon gesehen, die Platte blieb doch in ihm verwachsen. Acht Jahre alt ist die Platte, IDE und 80 GB groß, beherbergte sie zwei Betriebssysteme – der Rest lief nur unter reichlicher Zuhilfenahme externer Platten. Im Nachhinein war es ein lächerliches Jonglieren von Daten, das ich etabliert hatte. An was man sich alles gewöhnt, wenn man unmerklich hineinwächst.

Mit dem Tag, an dem die Flut kam und nach ihr die steigenden Preise, machte sich der Lesekopf bemerkbar. Er surrte sanft, stotterte trotzig, quietschte laut, ganz so wie im danach war. Anfangs hatte es noch einen gewissen Reiz, die LED für die Rechnerlast war ausgefallen, da kam es gerade recht, wenn immerhin die Platte einen deutlichen Indikator der Belastung darstellte. Vielleicht redete ich es mir auch nur schön, in der Hoffnung, die Platte würde noch tun, bis die Preise wieder auf bezahlbares Niveau gesunken waren.

So ging es noch einige Monate gut. Am Montag war Schluss, es musste was Neues her. Mittlerweile auch halbwegs erschwinglich, ein Blick auf das Preisniveau im Sommer des letzten Jahres wage ich trotz allem nicht. Wenn ich geahnt hätte, was ich mir mit dem Plattentausch eingehandelt hatte, wäre die altgediente Platte wohl heute noch die primäre im Gehäuse. Ich veranschlagte etwa eine Stunde, um alles abzuschließen. Einbau, Platte klonen und fertig.

Nichts da, das Klonen lief prächtig, Clonezilla sei Dank. Doch der Klon zickte unter GParted und anderen Programmen mächtig herum, da ich mir bei dem ganzen Dual-Boot-Getue auf verschiedenen Partitionen derselben Platte ein stattlich verzweigtes Gehege zusammenpartitioniert hatte. Hier eine primäre Partition, mehrere logische, noch ein primäre und so weiter. Schlussendlich war es ein Akt, alles zurechtzubiegen, dass es in der Theorie ordentlich aussah. Es war nicht einfach, den neuen Platz des nun verfügbaren Terabytes zu verteilen, zumal besonders die Win-7-Partition mit 4 GB aus dem letzten Loch pfiff. Und wenn es dann aber doch mal gut aussah, fand entweder GRUB oder der Windows-Bootloader sich doch nicht zurecht.

Da war dann schon der Montag flöten. Die Lösung war doch radikaler, notwendig, aber hart. Viel zu spät entdeckte ich, dass ich nur die 32-bit-Windows-Variante installiert hatte. Dreck, also alles neu. Hilft ja nichts. Daten sichern, Einstellungen kopieren und dann war da ja noch Ubuntu drauf. Egal, das wurde abgeschossen. Erst heute Nachmittag war alles wieder so, wie ich es haben will. Obwohl, die Updates sind noch nicht fertig.

Am Montag dann vielleicht wieder ein Linux. Aber auf die alte Platte. Die tut noch. Mal sehen, wie lange noch. Für die Zukunft merke ich mir: Mehr Ordnung auf den Platten. Spart Zeit.

Bild: Smial unter CC-BY-SA-Lizenz