Linkgebliebenes 21

Solche Projekte beschämen mich, vor lauter Scham sollte ich dann solche Projekte nicht.

Ein weiteres Update zu der zweifelhaften Professionalisierung von Crowdfunding. Erst wenn es Crowdinvestments gibt, dürfte es gerechter zugehen.

Braucht es eine Entwicklung von der klassischen Open-Source-Lizenz zur No-License-License, also endgültiger Freiheit? Gute Gründe, aber Jurist werden dies schon zu verhindern wissen.

Sollte ich das auch hier auf kultprok einführen, Filme nach der Anzahl der von mir gewünschten Wiederholungen zu bewerten? Eine kindliche Idee, und deshalb gar nicht mal so schlecht. Ist streng subjektiv, also zugänglicher.

Wochenlang lief ich auch mit Ideen dazu im Kopf rum, hatte aber noch keinen pietätvollen Zugang gefunden. Das kann ich mir jetzt sparen, denn das Outsourcing der Überwachung an Netzgemeinschaften könnte ich nicht kürzer und treffender zusammenfassen.

Als wäre es nicht schon lange klar, dass jede Erziehung die Eltern vor den Kindern glorifiziert, kommen solch krankhafte Egoisten und Egoistinnen hervor. Den Schaden, den diese elitären Despoten ihrer Familien hinterlassen, räumen die aber nicht mehr auf.

Als wäre der Serienpilot auch nur ansatzweise gut genug gewesen.

Wissenschaft ist von Menschen gemacht, sie ist damit auch nicht vor sozialer Selektion gefeit und schon gar nicht frei von ethischer oder politischer Verantwortung. Gleichwohl der Artikel etwas reißerisch aufmacht, ist im Kern Obrigkeitshörigkeit auch in der Wissenschaft und Forschung fehl am Platze.

Selbst wenn an den Vorwürfen der Unterschlagung und Täuschung etwas dran wäre. Wie selbstverliebt Spielekritiker Bullying betreiben, erzeugt einen enormen Brechreiz. Folgende Links führen zu einer selten brutalen Verunglimpfung, Verfolgung, Transphobie und Selbstherrlichkeit. Destructoid ist für mich erst einmal gestorben, wenn ihr

Ja, die Topographie des Hasses. Und eine Ergänzung.

Linkgebliebenes 20

Kickstarter nimmt Stellung zur Blockbusterisierung des Crowdfundings. Mich überzeugt ihr Argument nicht. Sicherlich bringen die populären Projekte mehr Nutzerinnen und Nutzer zur Ülattform, wovon prinzipiell alle profitieren. Die Sichtbarkeit kleiner Projekte wird allerdings nicht gewährleistet.

Es häuft sich Berichterstattung über Fälle, in denen politische Devianz mit psychiatrischen und therapeutischen Mitteln kuriert werden soll. Die von Gerichten angeordneten Therapien wegen diverser "Auffälligkeiten" weichen die Klarheit und Begrenzung der Strafmaße auf.

Und so manches Mal finden sich nicht nur seltsame politische Interessen, missliebige Personen zu psychiatrieren, selbst ökonomische Gründe können in manchen Fällen dahinter stehen.

Die Administratoren des Satiremagazins The Onion haben sich entschlossen, die Phishing-Attacken zu schildern, mit denen ihre Social-Media-Accounts übernommen wurden. Neu ist nicht das vergleichsweise einfache Verfahren des Hacks, als die Offenheit, mit die Angriffe geschildert werden.

Von Bürgerschaft zu sprechen ist eine reichlich große Kanone, um auf das Problem zu schießen. Das Problem selbst ist aber auch kein handelsüblicher Spatz. Wie können Open-Source-Projekte geregelt inklusiver werden?

Nun bin ich auch unter die Androiden geraten, habe also einen wuchernden OS-Garten auf meinen Geräten, da kommt die Frage ganz recht:

Stereotypen sind vielschichtig, verworren und meist unübersichtlich. Dadurch gerade so faszinierend.

Es roch nach eitler, falscher Gewissheit, die einen anderen Menschen auf die falsche Spur führte. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass in der breiten Öffentlichkeit win Bild von Wahrheit besteht, das nicht tragbar ist. Das gilt gerade auch für Sprache, wie ein eigentlich banal erscheinender Vorfall bei Wer wird Millionär in der letzten Woche zeigte.

Von fermentierten Limonaden redet die PR gerne und lenkt in entnervendem Dummsprech von fermentierten Rollenbildern, die ja nicht beleidigend gemeint waren.

Linkgebliebenes 19

Fangen wir mit einem lange Zeit unbemerkt gebliebenen Zivilisationsfortschritt an. Sich auf Stühle zu setzen wird nie mehr sein, was es mal war.

Manchmal dringt die Spielewelt in die Realität ein. Wenn eine linux-gesteuerte Waffe auf den Markt kommt, die das Zielen (teil-)automatisiert, kriege ich ein wenig Angst. Die Verzahnung von Waffenindustrie und Videospielen geht auch andersherum, wenn beispielsweise Spielerinnen und Spieler über Linzenzgebühren für In-Game-Waffen die Rüstungsindustrie bezahlen können.

Journalismus wird nach Schnittmustern erzählt. Gegen den Formatjournalismus wäre prinzipiell nichts zu sage, wäre er nicht gewillt, die Wirklichkeit der Form unterzuordnen. Meist ist es verhängnisvoll, andere Male nur lächerlich. So in diesem Fall.

Ich mag ADN, aber längst nicht alles ist rosig, ich wünschte mir beispielsweise auch eine etwas offenere API.

Ja, die benevolente Diktatur ist als postdemokratisches Modell en vogue, auch bei Menschen, denen etwas mehr zugetraut werden könnte, als krypto-totalitäres Gewäsch.

Für manche ist es vielleicht etwas zu technisch, hier wird aber eine perfide Methode geschildert, Nutzervertrauen zu torpedieren. Findige Webentwickler, nennen wir sie Arschlöcher, haben keine Bedenken die Historie eines Tabs im Browser zu manipulieren, um beim Klicken auf den "Zurück"-Button auf Werbung umzuleiten.

Was ist schon ein Allheilmittel? Selfpublishing auf keinen Fall.

Wie sieht er eigentlich aus, der Sexismus in der Spieleszene? Dreißig Tage in Summe schon reichlich hässlich.

Lernplattformen sprießen in Hülle und Fülle, die meisten Angebote kommen mir didaktisch noch nicht sehr ausgereift daher. Aber auch gesellschaftlich befeuern sie, so die Kritik eine zentrifugale Kraft in der Bildungslandschaft. Homogenisierte Milch ist nützlich, homogenisierte Bildung eher nicht.

Der Datenschutz bestimmt weite Teile der hiesigen Auseinandersetzung um Googles neues Gadget für überwiegend weiße Männer. Die Benutzerfreundlichkeit fand wenig Beachtung, aber auch da gibt es wohl noch große Baustellen.

Ich habe ein gespaltenes Verhält is zu Kickstarter, aber auch Crowdfunding allgemein. Der eigentliche Zweck alternativer Finanzierung für unabhängige Kreative geht verloren, wenn sie von der Industrie als günstige Produktionshilfe kooptiert werden, sodass sie auch noch alle Gewinne einstecken können. Aber es gibt sie halt auch, diese Projekte, die wohl kaum genug Geld hätten sammeln können. Wie etwa eine Dokumentation über Frauen in der Spielebranche.

Einige Beispiele dafür, wie sich Sexismus strukturell gerade auch über die alltäglichen Ausgrenzungen fortsetzt, gerade weil diese Sexismen auf den ersten Blick zu klein und nichtig wirken.

Kickstarter ist kein Geschäft

Kickstarter ist mit Sicherheit ein Geschäft, es will nur keines in dem Sinne sein, das man betritt, um Waren zu kaufen. Das folgt aus einem Artikel im Hausblog, der auf den Titel Kickstarter Is Not a Store hört. Zwei Änderungen in den Anforderungen an und Richtlinien für die Projektinitiatoren wurden dort angekündigt.

Fortan müssen die Initiatoren erstens in der Projektbeschreibung zwingend die möglichen Risiken und Herausforderungen schildern:

“What are the risks and challenges this project faces, and what qualifies you to overcome them?”

Mit dieser Anforderung werde für potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer die Transparenz erhöht, wie aussichtsreich eine erfolgreiche Realisierung sei.

Zweitens wurden die Richtlinien für Projekte, die aus den Gebieten Hardware oder Produktdesigns stammen, Vorgaben gemacht:

  • Product simulations are prohibited. Projects cannot simulate events to demonstrate what a product might do in the future. Products can only be shown performing actions that they’re able to perform in their current state of development.
  • Product renderings are prohibited. Product images must be photos of the prototype as it currently exists.

Es wird also die visuelle Darstellung der Projekte dahingehend geändert, nicht mit Bildern einen Projektfortschritt zu suggerieren, der tatsächlich nicht dem aktuellen Stand des Prototyps entspricht.

Damit reagiert Kickstarter spät auf die Kritik, die sich daran abarbeitete, dass Kickstarter nicht ausreichend dazu beitrage, die Seriosität der Projekte zu gewährleisten. Für meine Begriffe sind dies notwendige Maßnahmen in diese Richtung, allerdings alles andere als hinreichend. Ein Kern des Problems bleibt die laxe Genehmigungsprozedur für Projekte. Wie intransparent diese Prozedur für Außenstehende, aber Interessierte, ist, hatte ich hier schon einmal beschrieben. Daran hat sich anscheinend nichts Wesentliches geändert, wie ein kleiner Vermerk besagt:

How will Kickstarter know whether something is a simulation or rendering?

We may not know. We do only a quick review to make sure a project meets our guidelines. If an obvious simulation or photorealistic rendering is spotted during that review, that project will not be allowed to launch. If a simulation or photorealistic rendering is discovered after a project launches, that project will be canceled. Everyone should continue to use their best judgment when deciding whether or not to back a project.

Für mich heißt das speziell, dass Kickstarter nicht sehr ausführlich prüfen wird, ob die angekündigten Vorgaben umgesetzt wurden, bevor ein Projekt freigeschaltet wird. Allgemein lässt es auch den Schluss zu, dass es zum impliziten Modell Kickstarters gehört, die Projekte nur oberflächlich zu prüfen. Der letzte zitierte Satz zeigt deutlich, dass Kickstarter den Ball der Kritikerinnen und Kritiker aufnimmt und galant zurückzuspielen versucht.

Linkgebliebenes 5

Meine eigenen Ansichten zu den Problemen, die bei Kickstarter-Projekten anfallen können, habe ich schon einmal angesprochen. Bei Mashable gibt es hierzu erneut grundlegende Informationen zum Scheitern von eigentlich ordnungsgemäß zustandegekommenen Projekten. Auf netzwertig geht es auch darum, wie es zu nicht eingehaltenen Versprechungen kommen kann und was dann geschieht.

Das technische Verständnis von Frauen ist dem gängigen Glauben entsprechend völlig unzureichend, gut, dass dem nun abgeholfen werden kann. Durch Beseitigung aller technischen Einzelheiten. Herauskommt dann beispielsweise in der französischen ‚For Dummies‘-Reihe [via] ein Ableger speziell für Frauen. Da werden dann etwa der Mac oder das Internet hübsch aufbereitet, das heißt, es gibt zu allererst einen pinken Rahmen auf dem Cover.

Sonst gab es noch ein Interview mit einem schwulen Fußballprofi über das mediale Doppelleben, schwule Kollegen und die mit dem Outing verbundenen Sorgen. Angesichts der in diesem Jahr zu beobachtbaren Aggressionen des bis zur Nötigung und Körperverletzung leidenschaftlichen Fans sind seine Ansichten nicht zu vernachlässigen.

Kickstarter gewinnt immer

Auf Kickstarter werden kreative Projekte crowdgefundet. Gadgets für Ureinwohner der digitalen Welt, unabhängige Filmprojekte, Videospiele, Kunst. Solange es kleine Projekte oder Produkte sind, ist es für Backer von Projekten noch überschaubar. Kickstarter hat seit 2008 eine beachtliche Entwicklung genommen. Nach eigenen Statistiken wurden bislang in erfolgreich unterstützten Projekten 242 Millionen US-Dollar umgesetzt. Mit diesem Erfolg wächst jedoch der Umfang mancher Projekte. Die Gefahr, dass sich Produzenten und Schöpfer an den eigenen Aussagen überheben, ebenso. Versprochene Rewards der Projektinitiatoren bleiben offen, die Backer mit leeren Händen zurück. Weiterlesen

Gadgets: Will haben

Clevere Hardware-Ideen finden derzeit, ich hatte es ja schon einmal angesprochen, bei kickstarter ihre Unterstützer. Oft ist es nur Schnickschnack und dennoch juckt es mir in den Fingern, diese Gadgets zu erhalten. Da wäre zum Beispiel pebble:

Brauche ich die smarte Uhr? Nicht wirklich. Will ich sie haben? Unbedingt. Eine Uhr, die per Bluetooth mit dem Smartphone Verbindung aufnimmt, das klingt doch reizvoll. Zudem sieht sie nicht einmal schlecht aus. Kein Wunder, dass pebble schon längst weit über das eigentliche finanzielle Ziel hinausgeschossen ist. Vieles hängt von den Apps ab, mit denen die Uhr an Mehrwert gewinnen kann. Die Aufmerksamkeit, die auf pebble gerichtet ist, könnte aber locker dafür reichen, gute Entwickler mit dem SDK spielen zu lassen. Wann habe ich das letze Mal eine Armbanduhr getragen?

Noch mehr Spielerei ist MaKey MaKey. Aber was für eine. Neben dem Gadget braucht es nur elektrisch leitfähige Gegenstände, einen Rechner mit USB-Anschluss und jede Menge Kreativität. Das Video sagt eigentlich schon alles.

Das ist Hardware, die sogar ich verstehe. Muss unbedingt eines davon bestellen. Krokodilklemmen, los!

Linkgebliebenes 4

Heute gibt es eine Warnung, warum alte Liebe in Sachen Diablo 3 schmerzhaft sein kann. Der Kampf ums Urheberrecht geht unvermeidlich eine Runde weiter – jetzt plakativ mit Eingeweiden. Wie Innovation im Internet auf Touren gebracht wird. Wenn Gezwitscher zur Überwachung führt und wie dies verhindert werden kann. Eine analoge Hochzeit der Kopimisten darf auch nicht fehlen. Und ab dafür. Weiterlesen