Konformismus in Walled Gardens

Solange wir uns auf fremdem Terrain bewegen, haben wir uns an die dort geltenden Regeln zu halten. So einfach ist das – und dann doch wieder nicht. Hausrecht ist Hausrecht, damit könnte jede Diskussion um Walled Gardens beendet werden. Ginge es um einen wahrhaftigen Garten, einen mit hübscher, doch hoher Mauer rundherum, ist die Frage schnell geklärt, wer den Garten betreten darf. Rechtspositivistisch gesprochen. Was aber, wenn im grünen Garten Diskussionveranstaltungen stattfinden? Auch hier bleibt das Hausrecht klar. Wer es hat, bestimmt, wer sich äußern darf. Ist aber nur ein loses, schwammig formuliertes Regelwerk dafür zuständig, Zulass für Rednerinnen und Redner zu bestimmen, was dann? Natürlich, das Hausrecht bleibt bestehen. Auch wenn es eine Quasi-Öffentlichkeit im idyllischen Gehege. Rechtspositivistisch betrachtet. Mit Rechtspositivismus sind wir also auf der sicheren Seite? Bleibt nicht doch die Frage, ob sich ein Hausherr des Walled Gardens unglaubwürdig macht?

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