Task – Etwas mehr als ein Klon

Was ist mit Clear los, habe ich mein Theme umgestellt? Dieser erste Eindruck drängt sich bei dem Aufgabenplaner Task förmlich auf, denn die App muss in denselben Zaubertrank gefallen sein.

Was ist mit Clear los, habe ich mein Theme umgestellt? Dieser erste Eindruck drängt sich bei dem Aufgabenplaner Task förmlich auf, denn die App muss in denselben Zaubertrank gefallen sein.

Wie Task genutzt wird, ist letztlich für alle einfach, die Clear haben. Die App besteht im Kern aus einer endlosen Liste, in der alle Aufgaben und Termine chronologisch angeordnet sind, keine Unterlisten (bis auf eine, dazu komme ich später) oder Menüs, die Verwirrung stiften. Die Aufgaben im Strom der Zeitleiste sind dabei etwas mehr als die Listeneinträge in Clear, sie können mit Erinnerungen versehen und als wichtig markiert werden. Der Unterschied, der wesentliche zumindest, ist also die Kalender- und Erinnerungsfunktion.

Wenn man schon klont, dann wie bei Task mit sinnvollen Ergänzungen und ordentlicher Umsetzung. Wie Clear ist auch Task ein Vorbild an lupenreiner Benutzerführung. Lediglich die Liste für erledigte oder in der Vergangenheit liegende Termine wurde umständlich versteckt, das ist besonders irritierend, scheinen unerledigt verstrichene Aufgaben doch urplötzlich ins Nichts zu wandern, bevor sie in der ominösen, nicht auf Anhieb ersichtlichen Vergangenheitsliste einsehbar sind.

Anfangs dachte ich, mich zwischen beiden Apps entscheiden zu müssen, mittlerweile verwende ich sie ergänzend zueinander. Fraglich bleibt aber, ob sich Task bei mir dauerhaft als To-Do-Liste durchsetzen kann, ich vermisse die Möglichkeit zur Aufgabenwiederholung derzeit zu sehr. Andererseits ist die Anwendung so überzeugend einfach und elegant, ich möchte sie nicht leichtfertig abschreiben.

Droplist

20121115-165434.jpgSo viel sollte bekannt sein, ich brauche meine Listen. Ohne ein gewisses Maß an Ordnung komme ich nicht durch den Tag. Da es nicht nur mir so geht, ist der Markt an Apps hierfür überschwemmt mit guten Tools. Vom kleinen Helferlein bis zur ausgereiften Selbstmanagementanwendung ist alles dabei. Droplist ist im Spektrum noch nahe bei denen Apps, die durch Einfachheit glänzen.

Um genau zu sein, Droplist entlehnt einige Aspekte der Listenanwendung beim herrlich simplen Clear, klont es aber nicht. Obendrauf kommt eine grundlegende Kalenderfunktion, Listeneinträge erhalten Termine und Erinnerungen. Die Kalenderansucht ist dabei gut in die UI integriert.

Ist eine Todo-App mit etwas mehr Zeitorganisation gefragt, die im Kern aber noch aufs Wesentliche fokussiert ist, ist Droplist einen Versuch wert. Bei mir wird die App kurzfristig keines meiner Tools ablösen, da ich besonders noch die deutlich flexiblere Nutzbarkeit von Clear schätze und bei meiner Todo-Verwaltung auf Orchestra bin, das systemunabhängiger ist. Einziges echtes Manko von Droplist ist derzeit nur, dass es keinerlei Funktion zur Sicherung der Daten gibt, nicht einmal iCloud.

 

Clear: Listen ganz einfach

Seit einigen Tagen spiele ich mit Clear für iOS herum. Aus verschiedenen Gründen ist es eine Wohlfühl-App. Besonders die enorm schlichte UI, hinter der perfektes Handling steckt, beeindruckt mich. So sieht’s aus:

Eigentlich kann Clear nur eines, das aber richtig gut: Listen. Im Video ist eigentlich schon alles zu sehen. Mit intuitiven Touchgesten ist eine neue Liste angelegt. Füllt sich diese, ergibt sich aus einem graduellen Farbverlauf eine Anordnung nach Wichtigkeit. Erledigte Einträge werden schlicht weggewischt. An der gewünschten Stelle in der Liste können wir sie aufziehen, schon ist ein neuer Eintrag da. Clear fühlt sich, so bescheuert das klingt, einfach gut an.

Eine Auswahl an Themes steht bereit, von knallbunt bis elegant. Überraschenderweise ist die Gamification auch in diesen Bereich der Apps vorgedrungen. Zusätzliche Themes werden als Belohnung freigeschaltet. So etwa für die regelmäßige Benutzung der App oder auch dann, wenn andere Apps installiert sind.

Als Aufgabenplaner oder anständige ToDo-Verwaltung taugt Clear aber nicht, ist dafür auch nicht gedacht. Es ist ein Hochglanzergänzung zu umfassenderen Anwendungen. Doch bislang konnte ich nirgendwo schneller kurze Gedanken grob geordnet festhalten.

Linkgebliebenes 2

Die Katze hat mein Manuskript für den zweiten Teil von Ayn Rand Preaching gefressen, dann musste ich noch Kinder aus einem brennenden Haus retten, also folgt die Fortsetzung erst in ein paar Tagen. So ist es halt. Stattdessen gibt es Linkgebliebenes, heute einer Ausstellung zur Geschichte und Kunst des Videospiels, den Fratzen für die vier großen Buchstaben, einer feinen Leseliste zum Datenjournalismus, dem größten Anchorman der Fernsehgeschichte, Nutzungsverhalten in Ubuntu sowie ein wenig Heuchelei im Umgang mit ehemaligen Arbeiterinnen des horizontalen Gewerbes. Weiterlesen

Listiges zu Feiertagen

Vor sich hin lebend ist es nicht schwer, die Geschehnisse um einen herum als einzig möglichen Zustand der Welt wahrzunehmen. Das Faktische hat eine enorme normative Suggestionskraft, die nicht einfach überwunden werden kann. So ist es auch mit den Feiertagen, die ich mir diese Woche mal genauer ansehen wollte. Erst jetzt wird mit langsam bewusst, was alles schon an dem Begriff selbst irreführend und ungenau ist. Nun fällt mir auf, dass ich auch noch stets Feier-, Gedenk- und Aktionstage miteinander vermengt habe. Was ich meine sind aber tatsächlich Feiertage und ihre Gründe. Doch könnten einige Aktions- oder Bedenktage ebenfalls und manches mal in meiner Wahrnehmung besser als bislang bestehende (deutsche) Feiertage einen Grund zum Feiern abgeben. Weiterlesen

Serienstarts in den USA: Die Schlechten

Es ist ja kein Geheimnis, dass ein großer Teil der anspruchsvolleren Produktionen aus den USA kamen. Daher interessiert mich brennend, was in diesem Jahr den Amerikaner vorgesetzt wird. Schließlich heißt das ja auch, dass nach einiger Verzögerung ein Teil der überlebenden Serien auf deutschen Sendern zu sehen sein werden – obwohl das auch nicht immer der Fall sein muss, da man ja in Deutschland hin und wieder auf Serien trifft, die in den USA nur eine kurze Lebensspanne hatten.

Ich nehme mir jetzt einfach mal die Liste der Serienstarts in diesem Jahr vor und werde meinen fachkundigen, d. h. völlig subjektiven, Senf dazu abgeben. Die Liste ist in drei Teile untergliedert: Die Bäh-Liste, die Meh-Liste und die Liste der Serien, auf die ich kaum warten kann. Dabei konzentriere ich mich auf fiktionale Serien bzw. Dramas. Was ich meine ist, keinen Reality-TV-Schrott. Der findet für mich erst gar nicht statt.

Bäh

Charlie’s Angels (ABC): Soll man das tatsächlich ernst nehmen? Das Original hat mich nicht erreicht, zu jung dafür. Der erste Kinofilm hatte Trash-Charme – immerhin. Die Pilotfolge schien noch erträgliche Quoten zu haben, nun sackt sie kontinuierlich ab. Recht so, ich brauche die Serie auch nicht.

 

Hart of Dixie (CW): Junge, karrieristische Medizinerin aus New York zieht nach unvorhergesehen Ereignissen, die ihre Pläne durchkreuzen in die Provinz. Klingt bekannt? Doc Hollywood – das wäre ja noch zu ertragen. Doch aber mehr Everwood. Auf welchem Sender läuft es? CW. Okay, Everwood.

Mit Rachel Bilson, Summer aus The O.C. glaube ich. Dass sie Comedy durchaus kann, hat sie mit einem Gastspiel in HYMYM bewiesen. Doch in diesem Fall passe ich.

 

Last Man Standing (ABC): Ein Mann, sonst nur Frauen. Das ist schon eine Plage in der heutigen Welt. Mike Baxter steht nicht nur in der Arbeitswelt unter der Fuchtel der Weiber, sondern hat daheim auch nicht viel gegen seine Frau und die Töchter zu sagen. Ein Drama. Ehrlich, das kann doch nur ein Drama sein. Sozialkritik pur, die ABC offiziell hinter dem Label ‚Sitcom‘ versteckt. Die Wahrheit hält ja sonst kein Mensch (Mann) aus. Gut, dass man für die Hauptrolle einen Darsteller gefunden hat, dessen Lebenswerk vom Kampf gegen Femifaschismus und Schlitzpisser gezeichnet ist: Tim Allen.

 

Man Up! (ABC): Drei Kindsköpfe können alles, nur eben nicht wie Männer agieren. Mich befällt die Angst, dass hier reaktionärste Platitüden abgefeuert werden, um sie als Pointen zu verkaufen. Ehrlich, wie einfältig muss man sein. Oder habe ich überreagiert. Nein. Beweise? Die Serie kommt im Doppelpack mit Last Man Standing (s.o.) daher, nuff said.


The Playboy Club (NBC): Ha, da wollte ich gerade schreiben, was für ein durchschaubarer Versuch da von NBC unternommen wurde, auf Quotenfang zu gehen. Und da sehe ich gerade, dass die Serie nach drei Folgen abgesetzt ist. Gut, das spart Arbeit.

 

Unforgettable: Was an dem Titel der Serie gefällt mir nicht? Gibt es etwas, was dafür spricht, dass diese Serie ihrem Titel gerecht würde? Ich glaube nicht daran. Ich habe nichts gefunden, was mich an diesem Ansatz reizen sollte. Moment mal, Memento? Nur umgekehrt? Wirklich? Wieso nicht? Braucht die Welt noch eine Krimiserie mit noch einem abstrusen Aufhänger? Vielleicht – ich aber nicht.

 

Da ich von einer Erkältung befallen bin, teile ich auch diesen Artikel auf. Nächste Woche dann mehr zu den spannenderen Neulingen.