10000000: Schlachte-drei-Monster-oder-mehr

Warum heißt 10000000 so? Simpel. Der namenlose Held des Spiels benötigt zehn Millionen Punkte. Sobald er diese in einem Retroverlies erspielt hat, kann er aus seinem Gefängnis fliehen. Hm, das reicht schon als Motivation, also her mit den Monstern.

Für manchen alteingesessenen Spieler ist die Entwicklung der mobilen Spiele ein retrograder Prozess. Fossilien der Spiele leben neu auf, werden auch noch für ihre spartanische Aufmachung gelobt. Ein Graus, für AAA-Spielesnobs. Denn es gibt so kleine Schätze. 10000000 ist so ein Spiel, das sich zwei altbekannte Muster schnappt und sie hybridisiert.

Das recht simple Konzept der Match-3-Spiele wird mit der Mechanik von Rollenspielen kombiniert. Der Held wird nich direkt gesteuert, er läuft zielstrebig durch die Gewölbe. Als Spieler müssen wir dafür sorgen, dass ihm nicht die Kraft ausgeht. Dafür hält das Match-3 her, auf dem Spielfeld sind Zeichen für Ressourcen, Angriffstechniken und das Öffnen von Schlössern verteilt. Je nach Aufgabe, der sich der Held gegenüber sieht, müssen mindestens drei der entsprechenden Felder verbunden werden, damit deren Kraft freigesetzt wird. Je länger der Held überlebt, desto näher kommt er dem Punktziel. Zwischen den einzelnen Läufen im Dungeon kann der Held die Ressourcen auch noch in kleinen Shops auf den Kopf hauen. Die Verbesserungen lassen das Ziel der zehn Millionen Punkte dann nicht mehr ganz so utopisch klingen, wie es anfangs erscheint.

Als Hybrid macht 10000000 vieles richtig. Ein gut umgesetzter Rollenspiel- und Leveling-Anteil macht jedes Spiel attraktiver; und hier ist es sehr gut umgesetzt, wenn der Fortschritt auch ein wenig zu linear verläuft. Bis das Ziel des erreicht ist, vergehen so ein paar Stunden. Überwiegend auch wie im Flug, denn nur selten kommt Langeweile auf. Dennoch bezweifle ich, dass es ein sehr langlebiges Spiel ist, denn dafür ist es langfristig zu monoton. Aber sehr gut für das, was es sein will.