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Artikel mit dem Tag ‘medien’

50 Jahre ZDF

02 Apr

 
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Im Namen der Redefreiheit, her mit den Trollen

26 Mrz

John F. Nebel kann sich auch noch so abmühen, der unfertige Versuch einer aufgeräumten Definition von Zensur, die auch die Informationskontrolle durch Konzerne, Verbände oder Individuen berücksichtigt, überzeugt mich überhaupt nicht. Das liegt nicht an der Annahme einer möglichst ungestörten Kommunikation zwischen Menschen, die implizit mitschwingt. Auch die Erweiterung der Zensur ist wenig problematisch, wenn zwischen staatlicher und nicht-staatlicher Zensur unterschieden wird, wobei diese Differenzierung noch um eine Trennung nach Legitimität des Eingriffs unterschieden wird1. Nebel übersieht die Tragweite des Begriffs Informationsfluss. Am Anfang wirkt das wie ein hervorragender Gradmesser für Zensur, ob nun staatlich oder nicht. Auf jeden Fall sieht Nebel es so. Ein Blog sperrt Kommentare und macht dies nicht einmal sichtbar, ein Unternehmen verbietet bestimmte Inhalte in seinen Portalen, ein Staat inhaftiert Redakteure missliebiger Zeitungen. Alles Zensur, erst recht, wenn es nicht transparent gemacht wird:

Doch überall, wo intransparent Information unterdrückt wird, ist der Fluss der Information gestört und für Außenstehende nicht mehr nachvollziehbar. Insbesondere bei der zunehmenden Macht von Konzernen im Hinblick auf Informationskontrolle ist das ein ernstzunehmendes Problem.

Diese Form der Freiheitlichkeit beißt sich an der Information fest. Sie soll frei sein, fließen und alles durchströmen. Die Kommunikation sieht diese Vorstellung von Zensur aber nicht. Dass sie aber nicht dasselbe sind, hat eine entscheidende Bedeutung. Denn, mit Watzlawick gesprochen, es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren. Nicht zu informieren schon. Kommunikation != Information.

Erst einmal entsteht schon information overkill, aber darauf will ich nicht hinaus. Information ist ohne Kommunikation kaum möglich, zumindest fruchtlos, aber es gibt Kommunikation, die nicht-informativ im Sinne eines freien Diskurses ist. Sie ist emotional, psychisch oder auch sozial. Aus diesen nicht-informativen Kommunikationsformen entstehen Informationsstörungen. Diese Störungen sollten aber gerade die Information nicht beeinträchtigen. An dieser Stelle fällt für mich Nebels Begriff zusammen. Trolle, Stalker, Spammer, wer auch immer eine Kommunikation von und über Information mit nicht-informativer Kommunikation beeinträchtigt oder unterbindet, sollte in kommunikative Schranken verwiesen werden. Das als Zensur zu bezeichnen klingt für mich widersinnig, gerade wenn Information das ultimative Ziel ist.

Das war jetzt viel Bürokratendeutsch. Ich versuche es mal in Form einer Abwandlung eines alten Ausspruchs: Es kommt nicht allein darauf an, dass Information fließt, sondern wohin und wie schnell. Die Information muss auch manchmal vor nicht-informativer Kommunikation geschützt werden. Das wäre aber Zensur nach Nebel, womit wir paradoxerweise wieder am Anfang stehen. Die Frage bleibt, wer darf wann wie viel Einfluss auf Kommunikation nehmen, um Information für alle zu gewährleisten. Mit lockeren kommunikativen Zügeln und Transparenz ist nicht viel gewonnen. Leider.

1 Zum Legitimitätsvorbehalt eines Problemlösungsprozesses könnte ich schon einiges sagen. Nicht viel Nettes. Das liegt daran, dass unter dem Deckmantel der Legitimität viel zu oft ein Konsens vermittelt wird, der allerdings nicht halten kann. Denn das Wie, das Wer oder Womit des ursprünglichen Problems wird hübsch in eine Legitimitätsfrage ausgelagert, um eine Abstraktionsstufe erhöht und dann nur noch in kleinem Kreise weiter verhandelt.Priblem nicht gelöst, aber rhetorisch ausgehebelt. Die Juristen haben nach diesem Prinzip mit dem Rechtsstaat eine Ordnungsstruktur geschaffen, die oberflächlich gesellschaftliche Konflikte durch Gesetze zu lösen vorgibt. Wie wir aber alle wissen, ist durch Recht selten Klarheit geschaffen, dass liegt daran, dass die Juristen ihre Konflikte in die Gesetzeskommentare transferierten.

 

Linkgebliebenes 12: Mehr #LSR wagen

04 Mrz

Oberste Bürgerpflicht ist die Gesetzestreue, im buchstäblichen Sinne. Auch kultprok wäre nicht kultprok, bliebe ich hier nicht der bundesrepublikanischen Gesetzeslage treu ergeben. Bürgerwehr kultprok meldet vorauseilend-gehorsamst Gewehr bei Fuß zum Schutze der vierten Säule der Demokratie, auch wenn diese Säule in letzter Zeit kaum tragend wirkt. Aber für republikanische Statik ist die Bürgerwehr kultprok nicht zuständig, wundert sich also nicht weiter, dass diese vierte Säule neben dem Pantheon der Demokratie steht und nur hübsch aussieht. Eigentlich nicht mal das, aber auch da will sich kultprok nicht aus dem Fenster lehnen. Zur weiteren Pflicht der ordnungsgemäßen Link-Umschau.

Unter dem Titel Xxx xxxxx xxxxxxxxxx ist bei xxxx.de ein spannender Artikel zur Verhaltensforschung an Primaten und den Folgen von unsachgemäßer Anthropomorphisierung einerseits wie auch des Verifikiationsstudiensdrucks im Wissenschaftsbetrieb.

Ebenfalls auf xxxx.de ein anrührender Artikel über Leben, Leiden, Wirken und Tod einer Kriegsreporterin. Mit Sicherheit ist Xxx Xxxx, xxx xxxxx xxxxxx die Schilderung eines waghalsigen Jobs zwischen Berufung, Aufklärung und Rücksichtslosigkeit, der das Feigenblatt der Existenzberechtigung ist, für den sich sportbegeisterte Boulevardisten einen Presseausweis besorgen und schwitzenden Menschen Mikros unter die Nase halten.

Nun aber zu den eigentlich seichteren Themen, denn auch hier tun sich Abgründe auf, wie etwa schon wieder xxxx.de mit Xxxxxxx, xxx xxx Xxxxxxx xxxxxxxx zu berichten hat: Die Casting-Flut im deutschen Fernsehen produziert nicht nur Unterhaltung mit kurzem Haltbarkeitsdatum, sondern monetarisiert die Kandidatinnen und Kandidaten brutalst, lässt sie aber auf Kosten und Image alleine sitzen.

Auf der Produktionsseite sieht das nicht anders aus, da werden dann prekär beschäftigte Menschen in ihrer Arbeitslosigkeit immerhin noch mit güldenen Statuetten gewürdigt. Da regt sich wegen Xxx Xxxxxxxxxxxx-Xxxxx xxxx "Xxxx xx Xx" Protest, berichtet xxxxxxxxxxxx.de.

Gut, dass wir darüber gesprochen haben. Das fühlt sich schon sehr organisch an, wie hier die Informationen ausgetauscht werden können. Freie Medienlandschaften machen frei, der Beweis ist endgültig erbracht.

 

Newtown: Das Zeremoniell der Empathie

20 Dez

Diese Geschichte hat zwei Protagonisten, die sich gegenseitig verbunden haben zu einer schicksalhaften Kommunikationsgemeinschaft, in der die Rollen von Sendern und Empfängern im Fluss sind. Ich will mit dem einen Protagonisten beginnen, doch nur unter dem Vorbehalt, dass es keinen Grund jenseits der Willkür gibt, warum dieser und nicht der andere zunächst im Vordergrund steht.

Die Medien, oft auch gerade der Teil der Medienwelt, der sich den Qualitätsjournalismus hat lizenzieren lassen, sodass er fachgerecht auf einem Presseausweis Platz findet, schreibt sich die Leistung zu, Ordnung und Einordnung in die unübersichtliche Lage der Welt zu bringen. Dabei verkennen sie manchmal, vielleicht sogar in den schwierigsten Momenten des menschlichen Miteinanders, welches dann oft ein Gegeneinander ist, was auch zur Einordnung der kleinen Fragmente in das große Gefüge gehört: die Zurückhaltung, das Eingeständnis der eigenen Verunsicherung, die Unzulänglichkeit der eigenen Wahrnehmung und die Flut der Informationen.

Nicht zu wissen, was die Motive des jungen Mannes waren, der in Newtown zunächst seine Mutter und dann in einer Grundschule Kinder und Lehrer erschoss, mag unerträglich sein, ist aber kaum ein guter Grund, nun leidenschaftlich im Trüben zu fischen. Wie kommt es, dass dort, wo Menschen sterben, der Konjunktiv über die Hintergründe zum Leben erweckt wird? Wäre es zu verhindern gewesen? Der Täter habe auf allen Fotos einen kühlen, der Welt entrückten Blick gehabt. Waffen hätten nie im Umlauf sein sollen. Als ob den Toten damit geholfen wäre, wenn schnellstmöglich aus allen Teilen der Welt die reflexiven Interpretations- und Bewältigungsmechanismen des Journalismus auf den Tatort gerichtet werden.

Der Mainstream, unser zweiter Protagonist, verschlingt jedes noch so nichtige Bröckchen. Es als Sensationslüsternheit abzutun ist möglich, geht an der Sache aber doch vorbei: Es ist auch ein Bewältigungsmechanismus, die Tat, den Anschlag, das Massaker vermeintlich gänzlich in sich aufnehmen zu wollen. Schon einmal den Finger in eine klaffende Wunde gesteckt? Die Gier nach jedem morbiden Detail, ob geprüft oder nicht, schafft einen Schmerz, der auch aus der weitesten Entfernung spürbar wird. Aus den Augen verloren, wenn sie überhaupt gesehen wurde: die Ohnmacht, die ein solches Ereignis auslösen sollte.

Nicht spüren zu können, was die Opfer fühlten, die mit brutalster Gewalt niedergestreckt wurden, mag unerträglich sein, es ist aber keine gute Grundlage für Mitgefühl, dies zu simulieren. Empathie ist so eine Sache, die der Mainstream in ritualisiert hat; sie wird in wiederkehrenden Mustern zeremoniell ausgebreitet. Es ist die mechanische Empathie einer Konsumptionsgesellschaft, als ob den Toten damit geholfen wäre, die erlernten und vererbten Verdrängungs- und Sensibilisierungsmethoden an ihnen abzuarbeiten.

Was die beiden nun aber machen, das ist durch nichts mehr zu rechtfertigen: Sie stülpen eine widerwärtige narrative Schablone über alle undenkbaren Geschehnisse. Jedes Ereignis wird emotional überwältigt, gemustert und vermeintlich verständlich gemacht – nicht Verständnis der Situation, sondern emotionale Überwältigung der Ereignisse ist das Ziel. Die Wogen müssen geglättet werden, koste es, was es wolle. So werden zunächst die Täter in Grund und Boden verdammt, dann die Opfer nach heroischen Leistungen, in deren Abwesenheit tun es auch rührselige Lebensläufe, um schlussendlich möglichst schnell in einfache Lösungsvorschläge zu verfallen: Mal sollen es die Medien sein, Musik, Filme, Videospiel, was auch immer. Dann wieder der Waffenbesitz, die (sub-)kulturelle, ethnische, politische oder religiöse Zugehörigkeit. Für andere ist es die gesellschaftliche Verrohung, was genau diese aber ausmacht, ist nicht weiter wichtig.

Was auffällt, sie alle, die vielstimmig im Chor von Medien und Mainstream singen, sie haben in der Regel eine Lösung parat. Nur eine. Die eine Maßnahme, die auf Anhieb wird selig machen können. Und so gebiert der Zwang einen wahnhaften Zwang zur emotionalen Durchdringung der Schreckenstat, gleichgültig aller Oberflächlichkeit mit der über die Hintergründe spekuliert wird. Diese Oberflächlichkeit der selbst attestierten Empathischen hat weniger der beschleunigten Medienlandschaft zu tun, als mit der Aufklärung: Wesentlicher Kern der Aufklärung bleibt das Erstaunen – oder auch die negative Entsprechung: das Entsetzen. Auch dies ein emotionaler Reiz. Aber wie damit umzugehen ist, ist im Sinne der Aufklärung die eigentliche Revolution. Mit Nüchternheit.

Was spricht dagegen, ein unverständliches, dramatisches Ereignis erst einmal als solches hinzunehmen? Die Emotionalität hat und braucht ihren Raum, sie wird ihn auch verlangen. Doch im Stadium der emotionalen Aufladung schon ein Problem lösen zu wollen, ist törichter Unfug. Genau so ist es Unfug, auch nur zu verlangen, dass ein erstaunliches Ereignis binnen weniger Stunden oder Tage erklärbar sei und erklärt werden müsse. Das Erstaunen wäre sinnlos, wäre es so leicht bewältigbar. Das gilt auch für das Entsetzen. Doch gerade dann, wenn die Emotionalität verflogen ist, wäre Zeit zur Aufarbeitung. Zur intellektuellen Durchdringung der Tat, ihrer Motive und der Lösungswege.

Doch in unserer Geschichte ist noch kein gutes Ende absehbar, denn die Protagonisten haben sich mal wieder darauf geeinigt, in simplen Strickmustern zu handeln: Diese brachiale Pietät ist die heuchlerischste Pietätlosigkeit, zu der Medien und Mainstream sich regelmäßig hinreißen lassen.

 
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Apple Podcasts (iOS)

26 Jun

Machte Apple letzte Woche in der Musik-App für iOS einen chirurgischen Eingriff, waren alle gespannt, wann die unter anderen entfernten Podcasts in eigener Form erscheinen würden. Ich dachte mir da nur: “Warum? Ich bin doch gerade von Podcaster auf Instacast umgestiegen.” Aber so wie die Erinnerungen von Apple nur eine recht oberflächliche To-do-Listenfunktion bietet, so beruhigte ich mich, wird die kostenlose Anwendung für Podcasts ebensowenig mithalten können. Jetzt ist sie da, tatsächlich ist dabei nichts Halbes und nichts Ganzes rausgekommen. Die Konkurrenz kann also vorerst beruhigt sein. mehr »

 
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Straßenzeitungen: Hinz & Kunzt

26 Apr

So manche Straßenzeitung steht noch auf meiner Wunschliste, die Hamburger Hinz  & Kunzt stand weit oben. Nur Gutes hatte ich gehört, die Messlatte lag hoch. Schon bald stand fest, Hinz & Kunzt hat noch viel Abstand zu meiner Erwartungshaltung gelassen, als sie die Hürde nahm.

Da gab es unter den guten Straßenzeitungen schon die eher wochenaktuellen Stadtmagazine, schön und informativ gemacht; oder die zeit- und sozialkritischen Magazine. Hinz & Kunzt reiht sich als eine weitere gelungene Mischung zwischen diesen Polen ein. Sie ist im allerbesten Sinne eine Illustrierte. Eine, die sich dies nicht nur in großen Lettern auf die ramschige Oberfläche schreibt, an der nichts golden  ist oder mit Himmelskörpern am Hut hat – außer eben den Namen.

Die H&K belässt es nicht nur bei eindrucksvollen, großflächigen Bilderlandschaften, die ein Alibi von einem Artikel kaschieren sollen. Eingerahmt von stimmungsvollen, nur dezent stilisierten Bildern, findet sie gerade in den Texten zu einer spannenden Sprache des Alltags über diesen selbst. Einfühlsam nähert sie sich mit offenen Augen den abseitigen, gerne auch mal kleinen, betulichen Geschichten. Trauer, Armut, Leid und Sorgen gehören dazu, nehmen aber nicht mehr Platz ein, als es unbedingt nötig ist. Illustrativ, nur so kann es gehen.

Horsts Comeback ist so nah dran an dem Straßenzeitungsverkäufer, man wird mitgerissen von der kumpelhaften Sprache, mit der Horst zu seiner Leistung gratuliert wird, sich nach jahrzehntelangem Alkoholismus eine respektable Stabilität abseits der Flasche erarbeitet zu haben:

Wer dich damals schon kannte, sagt, du warst zwar schon immer ein guter Kumpel, nur reden konnte man mit dir nicht. Dich hat ja nichts interessiert und zu erzählen hattest du auch nichts. Wer dich heute trifft, wird das kaum glauben können. Denn du redest immerzu.

In allen anderen Artikeln wird immer eine gute Balance gehalten zwischen emotionaler Nähe und journalistischer Distanz. In “Ich wollte mein eigener Herr sein” schaffen Bilder und Texte es, den Eindruck zu vermitteln, in der holzgetäfelten Drogerie zwischen all den Tuben und Döschen bei der hinreißend gelassenen Drogistin zu sitzen, während diese rückblickend Abschied von ihrem eigenen Geschäft nimmt. Ohne Wehmut, mit einer ordentlichen Portion bodenständigem Kämpferherz. Dass hier ja keine Tränen aufkommen, gut war’s und damit ist gut.

Und da schafft die H&K etwas ganz Besonderes, sie lässt die kritische Haltung nicht außen vor, verbannt sie aber in den Hintergrund. Sie soll sich nicht tränenrührig oder agitativ aufdrängen. Erst der Mensch, der frei Schnauze redet und erzählt, die soziale Realität kommt da schon durch. Es mag auch daran liegen, dass ich als altes Nordlicht, der aber vom Hessischen assimiliert wurde, noch eine Heimatverbundenheit erhalten habe. Doch die süffisante, selbstironische Coolness Hamburgs liegt mir, da können andere von Unterkühlung reden wie sie wollen. H&K, das ist die große Leistung, ist ein bescheidener Vermittler zwischen Betrachtern und Betrachteten, erzählt die Geschichten von Menschen durch sie selbst, diktiert nicht, was davon zu halten ist.

 

Urheberrechtsschutz nach Maß

26 Mrz

Bill Patry, einer von Googles Urheberrechtsexperten, gab das folgende Interview, in dem er eine Parzellierung der urheberrechtlichen Schutzfristen nach Werksgattung vorschlug (via):

Hm?!

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Big Data und Datenjournalismus

06 Mrz

Zwei kurze Bücher habe ich letzte Woche gelesen. Beide befassen sich auf ihre Weise mit den Herausforderungen, die mit dem gigantischen Volumen der heutigen Daten befassen. Das Problem, es wurde auf den Namen Big Data getauft, besteht zwar seit Beginn der Informationstechnologie. Heutzutage dringen Datenbanken in enorme Höhen vor.

Die beiden kurzen E-Books zum Thema sind eigentlich nur aggregierte und konzentrierte Inhalte zweier Blogs, doch boten sie mehr Übersicht und waren für einen kleinen Preis zu haben. Das erste stammt vom Team des O’Reilly Radar, es wirft einen Blicka auf heutige Datenvolumen und ihre Bewältigung. Mit einem Nebeneffekt dieser Informationsmasse sieht sich Simon Rogers vom Guardian Data Blog gegenüber, der zu dem Schluss kommte,dass der Journalismus von einer solchen Entwicklung profitieren können, wenn man Journalismus durch Datenjournalismus ergänzt. mehr »

 

Straßenzeitungen: Soziale Welt

28 Feb

Nur kurz noch, da ich gerade darüber gestolpert bin, einige Worte zur Straßenzeitung Soziale Welt. Die wird zwar vom Verein Frankfurter Armutsaktie herausgegeben, also quasi direkt um die Ecke von mir. Aufgefallen ist sie mir bis vor wenigen Tagen noch nicht, was auch an ihrer unscheinbaren Präsentation liegen kann. mehr »

 

Dieser Text ist in Ihrem Land nicht verfügbar

22 Feb

So schön kann ich hier mit Gedanken spielen, sie abwägen, in ihnen von der einen zur anderen Seite rollen, aus allen Lagen betrachten. Da will ich doch glatt wieder ein solches Drehen und Wenden im freien Gedankenraum spielen. Die Vorlage liefert David Bauer (via BILDblog) mit einer simplen Forderung: Lernt von YouTube und lasst eure Inhalte von anderen einfach und bequem einbetten. Er meint damit besonders professionelle Textprodukte, die ja nicht nur Texte sind, aber das führt zu weit. Dies beruht auf einer Frage, die auf den ersten Blick verlockend reizvoll wirkt. Warum lassen sich im Web alle möglichen medialen Inhalten einbetten, die Textprodukte aber nicht? Videos, Audiodateien und auch Bücher werden in schöner Routine von den Produzenten freigegeben und ebenso selbstverständlich von anderen eingebunden und weiterverwertet. Nur Texte nicht. Seltsam. Oder? mehr »