newsify

Bild 1: newsify in Standardansicht

Ohne RSS-Feeds geht für mich ja gar nichts, auch wenn der größte Teil der Netzwelt anscheinend blendend ohne auskommt (Da es sich anbietet, eine feine Anleitung und Hintergründe zu RSS beim How-To-Geek.). Aus verschiedenen Gründen komme ich, zwar nur mit erheblichen Schmerzen, am Google Reader nicht vorbei. Meine Geschichte mit dem Google Reader ist zu lang, um schnell mal abgefrühstückt werden zu können, also spare ich sie mir.

Der Vorteil des Google Readers ist seine insgesamt sehr runde Oberfläche, weshalb ich auch von mobilen Geräten immer Apps verwendete, die mit dem Reader synchronisierten. Bislang waren dies die kostenlose Version von MobileRSS und das schicke Flipboard. MobileRSS ist dabei erste Wahl, zwar mangelt es der App an dem Feinschliff in der Optik, doch insgesamt war sie zuverlässig und schnell. Genau da liegt meiner Meinung nach bei Flipboard der Hund begraben. Es ist das genaue Gegenstück zu MobileRSS schick, aber in der Benutzung sehr viel zeitraubender. In Bruchteilen der Zeit, die ich bei Flipboard für dieselbe Zahl von Artikeln brauche, kann ich mit MobileRSS die Neuigkeiten und Nachrichten durchforsten.

Bild 2: Dieselben Artikel in Kachelansicht

Jetzt aber kommt mit newsify eine App daher, die das beste beider Welten miteinander gut in Einklang bringt. Optisch ist newsify dem spartanischen MobileRSS weit voraus, verzichtet aber auf den 3D-Blättereffekt, der Flipboards Markenzeichen ist. Meine ersten Gehversuche mit newsify zeigten, dass die Lesegeschwindigkeit darunter allerdings kaum leidet. Ich bin sehr schnell durch die ungelesenen Artikel, ohne die mühselige Kleinteiligkeit Flipboards. Auch in Sachen Einstellungen wartet newsify mit einer Vielfalt auf, die mit der von MobileRSSvergleichbar ist. Für mich ist es ungemein wichtig, das Laden von Fotos nur in Drahtlosnetzwerken zu erlauben und ähnliche vermeintliche Kleinigkeiten. Schön ist auch, die Darstellung der Artikel in einer Stapelansicht oder mit moderner wirkenden Kacheln (Bild 2)anordnen zu können.

Einzig umständlich ist, die Artikel nur in ihrer jeweiligen Detailansicht markieren oder weiterleiten zu können. Da hätte sich die UI die clevere Wischgeste von MobileRSS, mit der weitere Optionen für einzelne Artikel schnell zur Hand sind, abschauen können. Doch ist dies eine Marginalie, newsify hat eindeutig Potenzial, MobileRSS den Rang abzulaufen. Derzeit ist die außerordentlich praktische App noch kostenlos zu haben, denn zumindest nach App-Beschreibung im Store, behält sich der Entwickler vor, zu einem späteren Zeitpunkt Geld dafür zu verlangen.