Wahrscheinlichkeit

Wer in diesem Internet hat denn die Ahnung, mir zu sagen, ob ich noch Lotto spielen sollte oder nicht? Der Grund ist, dass heute nach über dreieinhalb Jahrzehnten auf diesem Planeten zum ersten Mal die Ergebnisse einer Vogelverdauung auf meinem Schädel landeten. Das ist alles nicht so schlimm, da die Zeit mich doch zu einigem Verlust an Haupthaar führte, sodass es eine relativ einfache Reinigung des kahl geschorenen Schädels wurde. Ein Taschentuch, zwei Wischer, ab in den Papierkorb. Das hätte unreinlicher werden können, hätte ich noch volles Haar gehabt.

Es ist eher eine Frage des Ekels, dass mir mein Hirn durch leichtes Pulsieren der Stelle noch über anderthalb Stunden nach dem Geschehen einreden will, dieser Bereich meines Kopfes sei von nun an völlig besudelt von verdauten Würmern. So ist er der Ekel. Dabei kam mir die Frage, wie groß denn die Wahrscheinlichkeit ist, dass solch ein Ereignis eintritt. Ich schätze, sie ist nicht sehr hoch. Der Nichtmathematiker in mir sagt, ich sollte deshalb das Lottospielen einstellen, denn mein Glück sei nun schon restlos aufgebraucht. Ich schließe daraus: Ich brauche mein Kopf nicht für Wahrscheinlichkeitsrechnung, daher ist er doch eher für den Zweck bestimmt, von Vögeln getroffen zu werden.

Nonsense As Salvation

Atlas kümmert mich nun weniger, ich lese zwar noch daran, aber widerwillig. Unter Schmerzen. Die zähe Masse, die Rand da zusammengeschrieben hat, ist ein garstiges Ding, von dem ich Erholung brauche. Rand hätte tatsächlich mehr hiervon vertragen können:

 The human race will begin solving it’s problems on the day that it ceases taking itself so seriously.

Eine Weisheit aus Principia Discordia. Dieses – ja, wie nennen wir es denn? Konvolut? Zusammenhangloses Dossier? Sammelsurium? Krankheit? Dieses Ding eben. Es hat schon einen Vorteil: Es liest sich schnell. Noch ein Vorteil: Es nimmt sich nicht wichtig. Es ist alles, was Rand nicht geschafft hat. Weiterlesen