Parks & Rock

Da habe ich beide Serien schön parallel gesehen und mich immer gefragt, was es ist, das Parks & Recreation dem häufiger gelobten 30 Rock voraus hat. Amy Poehler ist sicherlich nicht prinzipiell lustiger als Tina Fey. Was macht es also, dass ich bei Parks & Rec regelmäßig schallend lachen muss, während 30 Rock mich gut amüsiert, aber lange nicht mitreißt?

Lange genug habe ich gegrübelt. Ich habe es dann aber aufgegeben, denn ich kam nicht dahinter. Und kaum denke ich nicht mehr bewusst darüber nach, da fliegt es mir von selbst zu: die Figuren in Parks & Recsind es. Sie sind mir einfach näher. Glaubwürdiger, liebenswerter, unterhaltsamer. Da ist eine schrille Truppe von Lokalpolitikerinnen und Beamten versammelt, an denen ich tatsächlich interessiert bin.

Und im Gegensatz zu 30 Rock sind sie weniger gimmicky. Sie haben Marotten, die sie gerade so menschlich für mich machen, sie sind seltsam und manchmal lache ich auch über sie. Sie sind aber nicht der Gag selbst, der ständig der gleiche ist. Das allein macht es schon aus, wenn die Figuren in Pawnee wirklich Entwicklung zeigen, in 30 Rock immer seltsam fremd bleiben.