Codecademy hat Web-API-Kurse

Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass Codecademy nicht CodeAcademy heißt. Ist eigentlich auch egal, dort gibt es gute Grundlagenkurse in gängigen Skript-/Programmiersprachen und Webtechniken. Seit Neuestem werden dort auch kostenlose Kurse zu APIs angeboten. Das trifft sich hervorragend, denn bei meinen bislang kurzen Auseinandersetzungen, habe ich noch nicht wirklich Grundsätzliches gelernt.

Die Übungen sprechen diverse APIs an, auch wenn derzeit nicht die geläufigsten Namen der Social-Media-Welt dabei sind. Das macht nicht wirklich etwas, da die Grundprinzipien bei den gängigen RESTful-APIs vergleichbar sind.

Im Moment sind Kurse für drei Sprachen vorhanden. Für JavaScript, Ruby oder Python gibt es jeweils einen kurzen Grundkurs zu den Basics von APIs, also wozu diese Schnittstellen dienen oder wie das mit den HTTP-Request ist. Darauf folgen die eigentlichen inhaltlichen Online-Kurse, in denen ein geführter Gang durch Code in der jeweiligen Sprache beginnt.

Da ich mich derzeit auf Python eingeschossen habe, habe ich dort angefangen. Der simpelste Kurs ist mit Sicherheit der, in dem nur ein wenig Katzencontent als Platzhalter geladen wird. Da ist noch recht wenig Arbeit zu leisten. Etwas umfassender wird es bei der API von bitly, doch der für mich schwerste Brocken waren die Kurse zu den APIs von NPR.

Hierzulande wird dieses spendenfinanzierte, öffentliche Radio der USA weniger bekannt sein. Die Unterschiede sind gewaltig, doch hat der Sender selbst einen Bildungsanspruch, der mit denen der öffentlich-rechtlichen in Deutschland vergleichbar ist. Daher bietet NPR auch viele verschiedene Formate, Texte, Radiosendungen, Mitschriften und Videos frei zugänglich an.

Dementsprechend ist die Story-API enorm groß. NPR wirft mit riesigen Datenobjekten um sich. Glücklicherweise sind die Übungen in Python gut strukturiert, sodass es leicht fällt, recht zügig die erste Basis-URL mit Query-Elementen versehen zu haben, die mit JSON-, XML- oder andern Objekten gewürdigt werden. Danach geht es darum, aus diesen Objekten die relevanten Informationen auszulesen.

Diese Kurse zu NPR-APIs haben den Vorteil, dass sie auf zusätzliche Bibliotheken verzichten. Zwar ist es dadurch weniger komfortabel, doch der Lerneffekt ist größer, solange die Querys und Objekte „von Hand“ erstellt werden. Bibliotheken, die Requests vereinfachen oder beim Parsen der Datenobjekte Zeit sparen, nehmen am Anfang zu viel Last ab und würden den Blick auf die Konzepte verstellen.

So sind die Kurse zu den APIs gute, praxisbezogene Lerneinheiten für alle Einsteigerinnen und Einsteiger, die ihre Kenntnisse in den jeweiligen Sprachen auf die Probe stellen wollen. Gerade das anfangs überwältigende der NPR-Objekte macht dabei klar, wie wichtig gute Kenntnisse sind, wie diese Daten am besten zu verarbeiten sind.

WebIDE für den RPi

Das klingt doch nach einer hübschen Idee, die im Video von Limor „Ladyada“ Fried vorgestellt wird: Eine WebIDE für den Raspberry. Also ein Webserver auf dem RPi, mit dem ich mich von einem Browser aus verbinde, um wiederum allerlei Code schreiben und ausführen zu können.

Im Video ist nicht viel zu sehen, was im Detail möglich sein wird – es ist halt nur eine Vorschauf auf Dinge, die da kommen mögen. Die Videobeschreibung verheißt aber noch, dass alle Scripts in der Cloud gespeichert werden sollen. Interessant auch, es wird ein Terminal in der WebIDE geben.

[via]

Processing – Alles so schön bunt hier

So, ich mache mich jetzt auf in fremde Gefilde. Visualisierung hatte ich hier ja schon, habe aber doch noch nicht so recht dazu gefunden. Mit Processing könnte da doch was gehen. Ich weiß auch noch nicht viel, bin gestern erst darüber gestolpert. Das klang doch zu verlockend.

Mal sehen, was mich da erwartet. Habe schon einige Beispiele gesehen, da könnte so richtig was gehen. Anscheinend ist es doch von der Code-Seite her sehr einsteigerfreundlich, was mir sehr entgegen käme.

Jetzt muss ich aber, die Installation ist bald abgeschlossen und dann baue ich mir mal einen ersten Test zusammen. *Freu*

BILDQUELLE: Woodmath CC-BY 3.0

Erste Liegeproben in Assembler

Ganz einfach: Mache eine Endlosschleife und tue in der Endlosschleife nichts. Aber sie tut wirklich was, ehrlich. Da geht was, nur nichts. Jetzt wird es fast philosophisch. Macht eine Schleife, die nichts tut, nicht doch etwas? Ich zitiere die Herren Deichkind: „Du schiebst ’n Geistesblitz bei Variable x. Ich komm‘ mit Party Hits und mach‘ die Party fit. Mir doch egal, wenn ich Dir die Kreide klau‘. Ich geh‘ zur Tafel und schreib‘ „Mathe is‘ scheisse“ drauf.“ Wenn alles so einfach wäre, wie der folgende Code, die Welt wäre ein friedlicher Ort. Kein produktiver, aber ein friedlicher. Lacht, meine Faultiere, lacht.

sloth:
nop
j sloth

Ich bin der Endlosschleifen-König. Ich werde auf meine alten Tage noch ein gigantischer Programmierer.

Bildquelle: Christian Mehlführer CC-BY 2.5

Yahoo Pipes: Informationsautonomie

Es ist unfassbar, aber RSS scheint nicht mehr richtig abheben zu können. Warum, dafür habe ich eigentlich keine geeignete Erklärung. Der Nutzen ist doch eigentlich viel zu groß, wenn man nur bedenkt, wie einfach es ist, die Nachrichten unzähliger Seiten mittels eines Aggregators übersichtlich darstellen zu können. Da RSS schon wenig bekannt und durchgesetzt ist es auch kaum verwunderlich, dass eines der nützlichsten Tools zur weiteren Bearbeitung und Manipulation von RSS-Feeds in Deutschland anscheinend kaum bis gar nicht bekannt ist. Als Beweis für die Anklage bitte ich das hohe Gericht Beweisstück A zur Kenntnis zu nehmen. Das hohe Gericht versuche fürderhin bitte, einen deutschsprachigen Artikel zu finden. Die Anklage schließt ihre Beweisführung ab. RSS gibt es praktisch seit 1999, Yahoo Pipes immerhin schon seit 2007. Da sollte doch immerhin mehr Bekanntheit für RSS und Yahoo Pipes hervorgebracht haben1. Finde ich. Also hier mein Beitrag dazu. Weiterlesen