Linkgebliebenes 10

Linkgebliebenes gerät mir oft sehr schlecht gelaunt, manchmal auch nur als Sammlung der schlechten Laune Anderer. Ich nehme mir bei jedem neuen Linkgebliebenes-Artikel vor, jetzt aber wirklich mal die Konfettikanone auszupacken — und scheitere kläglich. So auch diese Woche. Nehmen wir doch diesen Rant. Warum eigentlich Tutorials, wenn gutes Spieldesign organischer und stimmiger die Spielwelt vorstellt?

Da kommt mir die Galle hoch, wenn ich an all die lieblos eröffneten Spielstunden denke, Lebenszeit die mir geraubt wurde. Brechreiz kriege ich auch beim Gedanken an die stumpfe, uninspirierte Gewalt in Spielen, die als Kaufreiz dient, emotional aber so befriedigend ist wie Tütensuppe schmackhaft ist. Der Geschmack frischer Magensäure belegt meine Zunge auch immer noch, wenn ich an David Gallants Rauswurf denke, weil er ein nachdenkliches Spiel machte, das von seiner Call-Center-Arbeit erzählt. Es ist zum…, ich muss mich beherrschen, aber es kann nicht sein…was ist dieses Gefühl der Schwere?

Mund ausspülen, Hirn reinigen. Nichts soll Verdruss so leicht verjagen wie ein herzliches Lachen. Über Gewaltverharmlosung kann ich aber selten lachen, selbst wenn sie als Satire etikettiert wurde und kläglich am eigenen Anspruch scheitert. Für schlechte Witze ist mir das zu nahe am Geschehen dran, erst einmal müssen aus der Tat, die Oscar Pistorius vorgeworfen wird, die richtigen Schlüsse gezogen werden. Aber war ich nicht eigentlich bei der Satire? Das hier fand ich erstklassig — bis ich sah, dass es keine Satire sein sollte. Und fort war sie, die gute Laune.

Dann gibt es noch Leute, die sich künstlich Gründe aus den Fingern saugen, um dem rundum fantastischen Raspberry Pi versteckte Kosten unterschieben zu können. Ehrlich, ein Monitor musste angeschafft werden? Gut, dass dem Sensationalismus oder auch Wahnsinn (bitte auswählen) schon Einhalt geboten wurde.

Für Merkbefreite (Überlegen wir mal, wer damit gemeint is), die sich eventuell noch ändern wollen, gibt es zum Abschluss die umfassende Darstellung zum #aufschrei. Ha, das war’s dann auch schon. Ich wollte ja gute Laune, Festlichkeit und all das, nur ließen sie mich nicht.

Linkgebliebenes 5

Der Wortvogel hat sich Gedanken zur Restrukturierung in der deutschen Fernsehlandschaft gemacht: Fernsehen of the Future

Es gibt auch immer wieder gern die bipolare Darstellung der Tierrechtsproblematik in der Grundlagenforschung, die zugleich mit plumper emotionaler Erpressung arbeitet, sich diese von der Gegenseite aber verbittet: Urteil zu Tierversuchen an Affen in Bremen

Was passiert eigentlich, wenn man ein Blog auf einem Raspberry Pi hostet und dann um Traffic bittet? Ein Feldversuch: PiPress

Mir gehen zwar die Haare aus, noch bevor sie Gelegenheit haben, in Würde zu ergrauen, aber natürlich trifft es auch auf mich zu, was hier geschrieben wurde – es geht nicht um Speicherstände: Games Don’t Need Saving

Wie kleine Kinder gegen Geschlechterrollen vorgehen sollten: Gender-Hausaufgabe

RPi: Mehr RAM für’s gleiche Geld

Es ist eine eigentlich kleine Neuerung, ich muss es trotzdem hier loswerden: Das Model B des Raspberry Pi wird ab sofort mit 512 MB Arbeitsspeicher ausgeliefert. Und das gilt bei gleichbleibenden Preis von 35 US-Dollar. Was das bringt, ist einfach:

One of the most common suggestions we’ve heard since launch is that we should produce a more expensive “Model C” version of Raspberry Pi with extra RAM. This would be useful for people who want to use the Pi as a general-purpose computer, with multiple large applications running concurrently, and would enable some interesting embedded use cases (particularly using Java) which are slightly too heavyweight to fit comfortably in 256MB.

Der RPi wird damit nur attraktiver.

WebIDE für den RPi

Das klingt doch nach einer hübschen Idee, die im Video von Limor „Ladyada“ Fried vorgestellt wird: Eine WebIDE für den Raspberry. Also ein Webserver auf dem RPi, mit dem ich mich von einem Browser aus verbinde, um wiederum allerlei Code schreiben und ausführen zu können.

Im Video ist nicht viel zu sehen, was im Detail möglich sein wird – es ist halt nur eine Vorschauf auf Dinge, die da kommen mögen. Die Videobeschreibung verheißt aber noch, dass alle Scripts in der Cloud gespeichert werden sollen. Interessant auch, es wird ein Terminal in der WebIDE geben.

[via]

RPi 3 – Overclocking wird leichter

Mit dem neuen Image von wheezy raspbian kommen einige erfreuliche Neuerungen. So wird es möglich sein, die CPU auf bis zu 1GHz zu übertakten. Ohne damit die Garantie hinfällig werden zu lassen. Anscheinend ist das Overclocking auch ganz leicht in der raspi-config möglich, wobei die Übertaktung wieder zurückgefahren wird, sobald die CPU zu heiß wird. Nicht weniger freue ich mich darüber, dass nun auch WLAN bessere Unterstützung findet.

Neben vielen anderen kleinen Neuerungen, die alle im verlinkten Artikel eingesehen werden können, sorgt es bei mir ordentlich für Vorfreude, mir den RPi am Wochenende endlich wieder vornehmen zu können. Dann werde ich mich aller Voraussicht nach mal an der Einrichtung der SSH-Verbindung versuchen und gleich das neue Image ausprobieren.

Raspberry Pi (2) – Den RPi grundlegend einrichten

Der Raspberry Pi ist also am Start. Noch während des Bootens schossen mir die nächsten Fragen durch den Kopf. Die erste Hürde, nämlich den Rechner anzuschließen und erfolgreich zu Booten, war ja augenscheinlich genommen, nun aber musste es ja irgendwie weitergehen. Was mache ich jetzt? Wie gingen noch einmal die Shell-Befehle zum Ändern des Passworts? Das Benutzerpasswort sollte ich ja ändern. Wo schlage ich das noch mal nach?

So ein Pi kommt ohne viel Erklärung daher, wenn er geliefert wird. Ganz allein stand ich aber nie da. Erstens gibt es das Wiki, zweitens wurden viele der Fragen auch gleich nach dem Ende des Bootvorgangs geklärt. Völlig ohne weitere Unterstützung sollte ich nicht sein.

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Raspberry Pi (1) – Den RPi zum Laufen bringen

Quelle: Cowjuice/Palosirkka (CC-BY-SA 3.0 Unported)

Ehrlich gesagt, ich habe mir nicht viel dabei gedacht, als ich den Raspberry Pi bestellt habe. Weder hatte ich einen Plan, was ich damit vorhabe, noch davon, ob ich damit überhaupt klarkommen werde. Der kleine Junge in mir wollte aber einen haben. Und angesichts des wirklich geringen Preise schien es kein großer Verlust zu sein, sollte ich mit dem kleinen Rechner überhaupt nicht auskommen oder ihn ruinieren.

Jetzt liegt er hier vor mir und die erste Aufgabe für mich Hardware-Noob ist es, den Rechner mit allem zu versorgen, das er benötigt, um in Wallung zu kommen. Dementsprechend taste ich mich Schritt für Schritt voran und halte hier jetzt und in Zukunft meine Erfahrungen und – hoffentlich auch – Fortschritte fest. Wäre doch gelacht, wenn ich das Teil nicht zu irgendetwas gebrauchen könnte. Den eigentlichen Sinn, den die Entwickler dem Rasberry Pi mit auf den Weg gaben, hat er bei mir schon erfüllt: Ich habe Lust darauf, ein wenig mehr von der Hardware zu erfahren, die in Rechnern steckt, und habe schon allein durch den Kauf die Furcht vor der Hardware verloren. Sonst hätte den Pi erst gar nicht gekauft.

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Raspberry Pi

Das Paket liegt hier, öffnen werde ich es nur noch nicht. Mit Sicherheit ist es aber der sehnlichst erwartete Raspberry Pi. Die Nummer wird groß, auch wenn ich noch lange nicht genau weiß, was ich damit anstellen werde.

Bevor ich aber genau weiß, was ich damit frickeln werde, muss ich mich ohnehin noch mit diesem Ding vertraut machen. Es wird zwar immer von kreditkartengroß geschrieben, mich haut aber derzeit schon um, dass dies tatsächlich hinkommt. Auch die Stromzufuhr habe ich noch nicht sichergestellt. Ein USB-A-an-Micro-USB-B-Kabel müsste hier auf jeden Fall noch rumfliegen, sodass ich schon mal damit anfangen kann, wenn es am USB-Port des Rechners hängt. Aber die SD-Karte, auf die ich die geschrumpfte Linux-Distro installieren will, muss ich wohl noch holen. Alle hier rumfliegenden sind in Gebrauch.

Sonst brauche ich für den Anfang nicht mehr. Hoffe ich. In den nächsten Wochen werden mit der gesammelten Erfahrung dann doch mehr Artikel dazu aufschlagen, was ich mit dem kleinen Teil so anstellen werde oder anzustellen gedenke. Hoffentlich habe ich dabei noch Zeit für mein anderes Projekt, das seit dieser Woche rapide wächst. Darüber werde ich aber frühestens Freitag schreiben.