Avatare mit Schleifchen dran

Diese Woche kam das bislang beste *Tropes vs. Women" raus. Dass es mir so geht, kann auch an der vergleichsweise allgegenwärtigen Diskussion des Themas der bisherigen drei Videos liegen. Die Ms.-Male-Charaktere aber sind thematisch noch ‚frischer‘.

Anita Sarkeesian braucht eigentlich kaum mehr machen, als ein kleinwenig Spielegeschichte, so offenkundig ist, dass männliche Figuren als Norm auftreten und weibliche Rollen allein anhand ihres Geschlechts – wenn überhaupt – als Ergänzung. Männlichkeit muss nicht gesondert markiert werden, Weiblichkeit dagegen ist Männlichkeit mit einer pinken Schleife im Haar und rotem Lippenstift. Männliche Figuren haben Charakter und weibliche, nun ja, sie haben eine pinke Schleife im Haar. Männliche oder als männlich markierte Figuren sind individualisierte Typen, ihre ‚umgeschminkten‘ weiblich markierten Gegenstücke verlieren mit der Schleife auf magische Weise alle anderen Charaktereigenschaften. Da wirkt ein deutliches gesellschaftliches Prinzip in und auf Spielen durch, das Männlichkeit normalisiert und Weiblichkeit quantitativ und qualitativ abschwächt.

Linkgebliebenes 20

Kickstarter nimmt Stellung zur Blockbusterisierung des Crowdfundings. Mich überzeugt ihr Argument nicht. Sicherlich bringen die populären Projekte mehr Nutzerinnen und Nutzer zur Ülattform, wovon prinzipiell alle profitieren. Die Sichtbarkeit kleiner Projekte wird allerdings nicht gewährleistet.

Es häuft sich Berichterstattung über Fälle, in denen politische Devianz mit psychiatrischen und therapeutischen Mitteln kuriert werden soll. Die von Gerichten angeordneten Therapien wegen diverser "Auffälligkeiten" weichen die Klarheit und Begrenzung der Strafmaße auf.

Und so manches Mal finden sich nicht nur seltsame politische Interessen, missliebige Personen zu psychiatrieren, selbst ökonomische Gründe können in manchen Fällen dahinter stehen.

Die Administratoren des Satiremagazins The Onion haben sich entschlossen, die Phishing-Attacken zu schildern, mit denen ihre Social-Media-Accounts übernommen wurden. Neu ist nicht das vergleichsweise einfache Verfahren des Hacks, als die Offenheit, mit die Angriffe geschildert werden.

Von Bürgerschaft zu sprechen ist eine reichlich große Kanone, um auf das Problem zu schießen. Das Problem selbst ist aber auch kein handelsüblicher Spatz. Wie können Open-Source-Projekte geregelt inklusiver werden?

Nun bin ich auch unter die Androiden geraten, habe also einen wuchernden OS-Garten auf meinen Geräten, da kommt die Frage ganz recht:

Stereotypen sind vielschichtig, verworren und meist unübersichtlich. Dadurch gerade so faszinierend.

Es roch nach eitler, falscher Gewissheit, die einen anderen Menschen auf die falsche Spur führte. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass in der breiten Öffentlichkeit win Bild von Wahrheit besteht, das nicht tragbar ist. Das gilt gerade auch für Sprache, wie ein eigentlich banal erscheinender Vorfall bei Wer wird Millionär in der letzten Woche zeigte.

Von fermentierten Limonaden redet die PR gerne und lenkt in entnervendem Dummsprech von fermentierten Rollenbildern, die ja nicht beleidigend gemeint waren.